StartGemeinde RaesfeldNeue Polizeistatistik: Weniger Kriminalität in Raesfeld und im Kreis Borken

Neue Polizeistatistik: Weniger Kriminalität in Raesfeld und im Kreis Borken

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Weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote und ein Rückgang der Straßenkriminalität. Die Kriminalstatistik für den Kreis Borken zeigt für das Jahr 2025 eine insgesamt positive Entwicklung. Auch in der Gemeinde Raesfeld ist die Zahl der bekanntgewordenen Fälle gesunken.

Kriminalstatistik im Kreis Borken

Im Kreis Borken registrierte die Polizei im Jahr 2025 insgesamt 22.680 Straftaten. Das sind 1.865 Delikte weniger als im Vorjahr, ein Rückgang von 7,6 Prozent. Auch die Kriminalitätshäufigkeitszahl ist gesunken. Sie liegt bei 5.956 und damit 490 Punkte unter dem Vorjahreswert, ebenfalls ein Minus von 7,6 Prozent.

Straftaten Gesamtdelikte Kreis Borken 2025
©Kreispolizeibehörde Kreis Borken

Positiv entwickelt hat sich zudem die Aufklärungsquote. Sie beträgt 58,1 Prozent, insgesamt 13.179 aufgeklärte Delikte. Das entspricht einem Anstieg von 1,2 Prozentpunkten. Die Polizei ermittelte im vergangenen Jahr 9.344 Tatverdächtige. Das sind 220 mehr als im Jahr zuvor, ein Plus von 2,4 Prozent.

Weniger Kriminalität in der Gemeinde Raesfeld

Auch für die Gemeinde Raesfeld zeigt die Statistik eine positive Entwicklung.

Im Jahr 2025 wurden 421 Straftaten bekannt. Damit liegt die Zahl unter dem Wert von 2024. Deutlich zurückgegangen ist die Straßenkriminalität. Hier registrierte die Polizei 649 Fälle, im Jahr 2024 waren es noch 760 Fälle.

Beim Wohnungseinbruchdiebstahl zeigt sich hingegen ein leichter Anstieg. In der Gemeinde wurden 2024 neun Fälle erfasst, 2025 stieg die Zahl auf zwölf.

Landrat Kai Zwicker bewertet die Entwicklung insgesamt positiv. „Die Menschen leben sicher im Kreis Borken. Auch wir bleiben nicht verschont von Kriminalität und von gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, die bei ihrem Entstehen eine Rolle spielen.“ Zugleich betont er die gute Arbeit der Polizei. „Unsere Polizei konnte im vergangenen Jahr hier im Kreis Borken deutlich mehr als die Hälfte aller Straftaten aufklären.“

Polizei dankt Bürgerinnen und Bürgern

Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Borken tragen neben der Polizeiarbeit auch Hinweise aus der Bevölkerung zur Aufklärung von Straftaten bei.

Auf zentralen Feldern wie der Straßenkriminalität und beim Diebstahl seien im vergangenen Jahr spürbare Rückgänge festgestellt worden.

Herkunft der häufigsten nichtdeutschen Tatverdächtigen

Die Polizeistatistik führt auch die Nationalitäten der am häufigsten registrierten nichtdeutschen Tatverdächtigen auf. Im Jahr 2025 stammen die meisten aus den Niederlanden (358), Rumänien (353) und Syrien (311).

Es folgen Polen (294) sowie Ukraine (195) und Türkei (169). Weitere häufig genannte Herkunftsländer sind Afghanistan (104), Serbien (90), Kosovo (72), Irak (71), Bulgarien (70), Libanon (48), Bosnien-Herzegowina (43) und Litauen (38).

Herkunftsländer Kriminalität Kreis Borken 2025
©  Kreispolizeibehörde Borken

Die Kreispolizeibehörde weist darauf hin, dass diese Zahlen keine direkten Aussagen über die Kriminalitätsbelastung einzelner Nationalitäten erlauben. Zudem lag die Aufklärungsquote im Kreis Borken 2025 bei 58,1 Prozent, sodass bei fast der Hälfte der Fälle kein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte.

Info: Was bedeutet die Kriminalitätshäufigkeitszahl?

Die Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ) beschreibt, wie viele Straftaten statistisch auf 100.000 Einwohner kommen. Sie hilft dabei, die Kriminalitätsbelastung verschiedener Regionen miteinander zu vergleichen, unabhängig von deren Einwohnerzahl. Sinkt diese Kennzahl, bedeutet das, dass im Verhältnis zur Bevölkerung weniger Straftaten registriert wurden.

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