Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (vorne 2. von rechts) und das Team von "GewAlternativen'

Runder Tisch gegen häusliche Gewalt besteht seit einem Jahrzehnt / Mitglieder trafen sich im Kreishaus zu einem Fachforum

Kreis Borken (pd). Gewalt hinter der Wohnungstür ist ein Tabuthema. Hilfe für Betroffene organisiert der Runde Tisch „GewAlternativen“, in dem sich Fachleute aus dem Kreis Borken engagieren. Im Rahmen eines Fachforums im Borkener Kreishaus haben die Mitglieder jetzt das zehnjährige Bestehen des Runden Tisches gefeiert.

Als „Mutmacher und Aufrüttler“ bezeichnete Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster das Gremium. Es habe in den vergangenen Jahren zur Sensibilisierung für das Phänomen häusliche Gewalt beigetragen. Die von der Kreispolizeibehörde Borken registrierte Zahl der Fälle häuslicher Gewalt sei stetig gestiegen. „Im gemeinsamen Einsatz gegen häusliche Gewalt dürfen wir deshalb nicht nachlassen“, betonte Hörster.

Mitglieder des Runden Tisches sind Fachleute unter anderem aus den Bereichen Polizei, Justiz, Jugendhilfe, Gleichstellung, Beratung und Bildung. In fünf Arbeitsgruppen beschäftigen sie sich mit den unterschiedlichen Facetten des Themas, von der Prävention über die Täterarbeit bis zur Hilfe für die Opfer. Die Mitglieder organisieren Unterstützungsangebote für Frauen, Kinder und Jugendliche. Sie kümmern sich um die Bereiche Recht, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit. Eine weitere Gruppe hat sich das Thema „Täterarbeit“ auf die Fahnen geschrieben. Höhepunkt jedes Jahres ist eine Fachtagung im Herbst. Im vergangenen Jahr ging es dort um „Migration und häusliche Gewalt“. Schirmherr des Runden Tisches „GewAlternativen“ ist Landrat Dr. Kai Zwicker.

Die Wege untereinander seien in den vergangenen zehn Jahren deutlich kürzer und effektiver geworden, erklärte die Geschäftsführerin des Runden Tisches, Irmgard Paßerschroer. „So kann in Krisensituationen schnell und unbürokratisch Kontakt aufgenommen und Unterstützung für die Betroffenen organisiert werden“, erläuterte die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken. Aktuell steckt das Orga-Team des Runden Tisches bereits in den Vorbereitungen für die Fachtagung 2011. Diese wird am 10.11.2011 statfinden sich mit dem Thema „Auswirkungen von Partnergewalt auf die miterlebenden Kinder“ beschäftigen. Referieren wird Dr. Khalid Murafi, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie.

Weitere Informationen zur Arbeit des Runden Tisches gibt es im Internet unter www.gewalternativen.de.

Vorheriger ArtikelHohe Mark Steigs – achter Abschnitt eröffnet
Nächster ArtikelWenn einer eine Busfahrt tut, dann kann er was erzählen…
avatar
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here