Plattformen wie My Space, Facebook oder zum Beispiel Twitter verraten die tiefsten und edelsten Leidenschaften der Menschen.
Fast genau so interessant aber ist das ungewollte Mithören einiger Handygespräche. Wer, wie ich einmal gezwungen wird, eine längere Busfahrt durch das Ruhrgebiet anzutreten, der hat für mindestens eine Woche keine Probleme mehr, den Wochenspeiseplan aufzustellen. Und das Gute daran ist noch, es handelt sich hier um eine komplette internationale Küche. „Ey du, was kochst du heute? Nee, mach was anderes, das gab es doch schon vorgestern. Watt? Nee, dann aber mit Curry drin und vergiss nicht den Krautsalat und extrascharf!“
Noch schlimmer sind Telefonate zwischen Mütter und Kinder. „Schatzi, Mami ist gleich zuhause. Fange doch schon mal mit den Hausaufgaben an und dann räume die Spülmaschine leer. Was es zu Essen gibt? Pommes mit Fischstäbchen. Und noch was: Chantalle kommt erst, wenn du dein Zimmer aufgeräumt hast“.
Noch extremer ist das Gesäusel frisch Verliebter. „ Ich dich auch…. Ja ganz ehrlich. Nein, ich lüge nicht. Was? Nein, deine Figur ist topp. Ehrlich, wie kommst du darauf, dass ich dich nur rumkriegen will? War es nicht schön gestern mit uns? Siehste…wenn ich dich nicht so lieben würde, so wie du bist, dann ….bla, bla, bla“
Das Highlight aber war der Streit zwischen zwei Freundinnen. „Wieso hast du dich von dem A…loch überhaupt anmachen lassen? Du weißt doch, dass ich mit ihm gehe. Waaaaaaaaaaaas, ich hau dem Typen ein in die Fresse, wenn der dich noch einmal anmacht. Jetzt ist Schluss mit ihm und mit dir auch. Ich kündige euch die Freundschaft und seinen Goldfisch kriegt meine Ratte, die freut sich über ein Fischgericht“.
Schade, dass nicht ein Börsenmakler im Bus neben mir saß und seine Insider-Tipps lautstark kund tat. Vielleicht nicht so amüsant, aber wenigstens lukrativer!



























