In der Gemeinde Raesfeld herrschte in den letzten Wochen Unruhe. Gleich mehrmals wurden Schafe, auch in der Nähe des Erler Sportplatzes, Opfer von Wolfsangriffen.
Die Analyse der Vorfälle vom 26. Januar und 12. Februar 2024 zeigt: Zwei Wölfe – einer mit der seltenen Kennung HW02 und der andere, ein Männchen mit der Kennung GW3616m – treiben ihr Unwesen in der Region. Die genetischen Spuren dieser Raubtiere wurden bei den Angriffen, die sechs tote und ein verschwundenes Schaf forderten, eindeutig identifiziert.

So konnten am 26. 1. 2024 für die insgesamt sechs toten Schafe eindeutig zwei Wölfe nachgewiesen werden: der seltene Haplotyps HW02 (eine Individualisierung war nicht möglich) sowie ein männlicher Wolf mit der Kennung GW3616m (Haplotyp HW01).
Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 12. Februar in Raesfeld-Erle, ganz in der Nähe des Erler Sportplatzes. Hier wurden drei Schafe getötet, ein Schaf ist verschwunden. Untersuchungen ergaben, dass erneut auch hier wieder zwei Wölfe, HW01 und HW02, Individualisierung sei ebenfalls nicht möglich gewesen, jagten und für die Risse verantwortlich sind.
Offene Risse
Die toten Schafe von Wilhelm Rössing Riss vom 5. März in Raesfeld – Erle werden ebenfalls einem Wolf zugeschrieben. Die individuelle Identifizierung steht allerdings noch aus. In Bearbeitung ist auch noch ein Schafriss am selben Tag in Westenborken. Dies gilt ebenso für den Vorfall am 22. März in Raesfeld-Erle, wo ein Schaf gerissen wurde.
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat jüngst die Aktivitäten von Wölfen im Ruhrgebiet aktualisiert. Auffallend ist dabei die Ausweitung des Jagdgebietes der Wölfin Gloria, die bisher vor allem im Wolfsgebiet Schermbeck aktiv war. Die standorttreue Gloria hatte bereits in den vergangenen Jahren des Öfteren Schafe in Kirchhellen und Umgebung gerissen.
Glorias Aktivitäten: Risse in Dorsten und Gelsenkirchen
Am 7. Februar wurde ein Vorfall in Dorsten registriert, bei dem ein Schaf getötet und zwei weitere verletzt wurden. Dieser Riss wurde mittels Genanalyse der Wölfin Gloria mit der Kennung GW 954f aus dem Wolfsgebiet Schermbeck zugeordnet.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 26. Februar in Gelsenkirchen-Scholven. Hier riss Gloria drei Damwild. Die Tiere wurden durch einen für große Caniden typischen Kehlbiss getötet, so die Ergebnisse der Veterinäruntersuchung.



























