Volles Haus zur Dämmerstunde – Der Raesfelder Heimatverein lud ein.

Raesfeld (pd). Der Heimatverein hatte zusammen mit dem örtlichen Bildungswerk zur plattdeutschen Dämmerstunde mit dem Schriftsteller Otto Pötter aus Rheine eingeladen.

Vor vollem Haus und bei stimmungsvollen Licht erzählte der Autor mit lebhafter Gestik in Rheinenser Platt Döönekes und gab Stückskes aus seinem Buch „Heile, heile Hänsken“ zum Besten.

Otto Pötter erzählte Döönekes.
Fotos: Ruth Beering

So machte er mit seinem besinnlichen Gedicht „Ich sin de wier“ nach langer Abwesenheit auf die Rückkehr in seinen Heimatort aufmerksam, in dem nicht mehr alles so wie früher war und er „de Tied nich mehr trügge drein“ konnte. Trotzdem „was he froh, wier hier to sin“.

„Knöppkeskoopen“ im Kurzwarenladen

Neben dem Besinnlichen gab Otto Pötter auch kurzweilige Geschichten zum Besten. So zum Beispiel aus Käthes Kurzwarenladen, wo es beim „Knöppkeskoopen“ noch so manchen guten Rat gab. Auch „de Schotte von Möhns-Marie“ war für alles gut: So zum „Hande afputzen, för de Schnötterbellen van de Kinder un as Pottlappen“.

Bei dem kurzweiligen Vortrag von Otto Pötter zeigte sich, dass der Autor schöne Geschichten über Alltägliches, Bewegendes, Trauriges und Lustiges geschrieben hat, ohne kitschig zu sein. Er hat es eben „fien geschrieben“. Die Zuhörer an diesem Abend waren von der Dämmerstunde begeistert und dankten mit viel Applaus.

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Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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