Eine Schande — traurig, aber wahr (Leserbrief von Reinhard G. Nießing vom 12. Juli 2017)

Grundsätzlich finde ich es jedesmal höchst bedauerlich, wenn wieder einmal ein mir sehr vertrautes Gebäude in unserem Dorf der „Abrissbirne“ geopfert werden soll. Und wenn man ehrlich miteinander umzugehen gedenkt, dann ahnt wohl jeder von uns, dass es beim Abriss des alten Trakts gewiss nicht bleiben wird, sondern dass auch der Saal im hinteren Bereich des altehrwürdigen Hotels „Niewerther Hof“ (ehemals „Aelkeshof“) abgebrochen werden soll.

Platt gemacht

Selbstverständlich ist das komplette Gebäude gemeint, das „platt gemacht“ werden soll. Eine Schande – traurig, aber wahr! Schade drum. Denn wieder verschwindet ein vertrautes Gebäude, ein Unikat mit einem „eigenen Gesicht“.
Fraglich ist außerdem, ob es bei den ebenfalls beabsichtigten Abrissen von Kolpinghaus und altem Pfarrsaal am Hohen Weg bleiben wird.

Verlockung

Denn die Option auf das „große Ganze“ dürfte wohl zu verlockend sein: Das Pastorat, Wohn- und Dienstsitz des katholischen Pfarrers, könnte doch aus praktischer Erwägung und aus energetischen Gründen gleichfalls zur Disposition gestellt werden. Oder nicht?
Mir persönlich stellen sich im Kontext der beabsichtigten und vermeintlichen Vorhaben diese Fragen: Was ist mit dem allgemeinen Schutzbegriff „Ortsbildprägend und Erhaltenswert“ gemeint?

Wo soll zukünftig der ein oder andere Raesfelder Hotelgast noch unterkommen? Weshalb hat unser Gemeinderat bezüglich der beantragten Nutzungsänderung für das „Landhaus Keller“ bis zum heutigen Tag eine durchaus konsequente, gleichwohl unflexible und beharrliche Linie bewiesen? Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

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