Kamellen nach Kilo: Raesfeld wiegt seine Prinzenpaare
In Raesfeld drehte sich am Samstag auf dem Kappesmarkt alles um Süßigkeiten. Genauer gesagt um sehr viele Süßigkeiten. Denn was wäre ein Rosenmontagszug ohne Kamellen? Nur halb so spaßig. Damit genug davon durch die Luft fliegen, stand nach der offiziellen Eröffnung des Kappeskappesmarktes das traditionelle Wiegen der Prinzenpaare auf dem Programm.

Süßes Spektakel auf der Bühne an der Kirche
Nach dem Startschuss zum Kappesmarkt füllte sich der Platz vor der Bühne an der Kirche. Punkt 13 Uhr 11 begann das Programm, eine Uhrzeit, die in Raesfeld längst Tradition hat. Denn dann lädt der Raesfelder Rosenmontagszug RRZ zum beliebten Wiegen und Messen ein.

Kappes, Kilos und Karneval
Als Erster trat Bürgermeister Dirk Kuhmann an. In den Armen hielt er mehrere große Kappesköpfe, so viele, wie er tragen konnte. Ziel war es, das Gewicht zu steigern und damit die Menge der Kamellen für den Rosenmontagszug zu erhöhen. „Ein paar Kappesköpfe mehr machen am Ende den Unterschied“, sagte einer der Helfer mit Blick auf die Waage.

Danach folgte das Kinderprinzenpaar Hannes I. Grotendorst und Prinzessin Maja I. Gröniger vom RRZ. Im Anschluss stiegen Caro I. Discher und Paul I. Stegerhoff vom Raesfelder Carnevalsverein RCV auf die Waage. Für sie galt dasselbe Motto: Je mehr Kilos, desto größer der Bonbonregen an Rosenmontag.

Hauptsache Gewicht – Zahlen sind Verhandlungssache
Eitelkeiten, das Gewicht sonst niedrig zu halten, spielten dabei keine Rolle. „Heute darf die Waage ruhig ein paar Kilo mehr anzeigen“, lautete das Motto. Gezählt wurde großzügig. Aus dreißigtausend Bonbons wurden schnell mal dreihunderttausend.

Tradition mit Geschichte
Das Wiegen der Prinzenpaare gehört in Raesfeld längst zur festen Karnevalstradition. Eine Verbindung zur aktuellen Kappeskönigin Birgitt I. Grotendorst gibt es ebenfalls. Sie war selbst einmal Prinzessin im Raesfelder Rosenmontagszug und durfte damals Kamellen aus dem Frosch werfen. „Ob elf Uhr elf oder dreizehn Uhr elf, Hauptsache Kamellen“, sagte eine Besucherin lachend und sprach damit vielen aus dem Herzen.





























