Projekt Dorfgemeinschaftshaus zieht weitere Kreise – Reichlich Informationen gab es am Freitag bei der dritten Ape-Tour

Erste Wasserstandsmeldung: 637 Personen haben insgesamt 1.447 Anteile gezeichnet. Gesamt gezeichnetes Gründerkapital=434.100 €

ERLE. Am Freitagnachmittag machten die Initiatoren von „Wir in Erle“ mit ihrer rollenden „Ape“ Station auf dem Hoff der Brennerei Böckenhoff. Es war die dritte Info-Veranstaltung, die für das bürgergenossenschaftliche Projekt für ein Dorfgemeinschaftshaus wirbt.

Bürgergenossenschaft-Erle-Ape-tour
Wir sind dabei – Wir in Erle. Foto: Petra Bosse

Bis Ende August müssen für die Umsetzung des Projektes insgesamt 2 Millionen Euro zusammenkommen. Dafür kann jeder Bürger Anteile ab 300 Euro zeichnen. Das Projekt ist auf dem Gelände rund um den Dorfkern geplant. Das Geld soll mithilfe der Bewohner und Bürger zusammenkommen. Genauer: Mit der Bürgergenossenschaft Erle eG.

Die Resonanz auf das Projekt sei gut, sagte Bürgermeister Andreas Grotendorst, der mit dem Ersten Beigeordneten Martin Tesing vor Ort war, um Fragen zu dem Projekt zu beantworten. Grotendorst betonte: „Jetzt oder nie. Entweder wir schaffen es, oder wir haben in unserem Dorf Erle in den kommenden Jahren keine Dorfkneipe mehr.“ Tesing ergänzte: Er sei positiv überrascht vom großen Interesse.

Genossenschaftliches Prinzip

Bürgermeisterkandidatin der SPD Elke Rybarczyk war zum ersten Mal an der Ape. Sie wollte mehr Informationen. „Ich finde die Bauweise sehr gut, aber auch, dass wir wieder, wenn Arno Brömmel schließt, in Erle eine Dorfkneipe mit Saal bekommen“, so Rybarczyk. Besonders das genossenschaftliche Prinzip sei ganz im Sinne der Sozialdemokraten, fügt Rybarczyk hinzu.

Ein heißer Verfechter des Dorfgemeinschaftshauses ist der Erler Gerd Henke. „Bei mir gibt es keine Weihnachtsgeschenke mehr, sondern nur noch Anteile“, fügt Henke hinzu und lacht.

Gemeinschaftsleben

„Menschen brauchen einen Ort, wo sie zusammenkommen, gemeinsam feiern, gedenken können, wo ein Gemeinschaftsleben stattfindet“, betonte Judith Kolschen. Sie sei guter Hoffnung, dass es funktionieren wird.

Der Erler Detlef Wolf, der wissen wollte, wie das Gebäude aussehen soll, möchte, dass die neue Kneipe genauso gemütlich wird wie die jetzige von Arno Brömmel. „Keine neue Kneipe mit viel Chrom und Glas, sondern eine gemütliche Kneipe, in der man mit Leuten an der Theke sitzen und ein Bierchen trinken kann. Das würde ich mir wünschen.“

Die Absichtserklärung hier zum Download: Absichtserklärung_Formular.pdf

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