Musik lag im Tiergarten am Sonntag in der Luft. Um weitere Spenden für die anstehende neue Breil-Orgel für die St. Martin Kirche zusammen zu bekommen, hat der Orgelbauverein zu einem musikalischen Orgelfrühschoppen nach dem Gottesdienst mit den Raesfelder Burgmusikanten und dem Frauenchor im Tiergarten an der Waldbühne eingeladen.

Orgelfrühstück St. Martin
Mit einem musikalischen Programm für eine neue Orgel unterhielten die Burgmusikanten die Besucher im Tiergarten.


„Insgesamt haben wir nun mit den Spenden von Ludger Pickers Verabschiedung die 100.000 Euro Spendengrenze aus dem Ort überschritten“, so Pastor Michael Kenkel, der sich besonders darüber freute, dass so viele externe musikalische Gruppen zugesagt haben.
„Dass nichtkirchliche Engagement für einen kirchlichen Zweck, entspricht dem des römischen Hauptmanns, aus dem heutigen Sonntagsevangelium, der für seinen Glauben eine Synagoge finanzierte und deshalb sehr gelobt wurde“, so Kenkel.

Kroamstuten für eine neue Orgel verkauften freiwillige Helfer am Sonntag im Tiergarten.
Kroamstuten für eine neue Orgel verkauften freiwillige Helfer am Sonntag im Tiergarten.

So langsam wird es Zeit, dass die Kirche endlich eine neue Orgel bekommt. „Es ist schon ein bisschen schwierig, die alte Orgel zu spielen, denn viele Register sind nicht mehr zu benutzen“, gesteht die Organistin Ute Roß. Nicht nur, dass die Orgel teilweise sprichwörtlich „aus dem letzten Loch pfeipft“, sondern darüber hinaus verliert die Orgel sehr viel Luft. „Dadurch kommt in einigen Register nicht mehr genug Druck drauf, sodass die Töne sehr leise und rauchig klingen“, bestätigt die Organistin. Allerdings, so räumt Ute Roß ein, sei es schwierig, dieses Defizit zu vermitteln. „Wir haben in unserer Kirche eine sehr gute Akustik, die das Defizit überspielt. Was zu hören ist, sind aber die vielen Heuler und die können nur mit einem großen Aufwand repariert werden“. Umso mehr freut sich Ute Roß, die seit 32 Jahren die Orgel in der St. Martin-Kirche spielt, auf die neue Orgel. „Dann kann ich endlich als leidenschaftliche Organistin wieder ordentliche und gute Musik machen“. Petra Bosse

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