Das Berufsbild Augenoptiker verlangt Kundenkompetenz und fachliches Know-How

(djd). Endlich unabhängig sein, endlich sein eigenes Geld verdienen. Mit dem Abschlusszeugnis in der Tasche streben alljährlich Hunderttausende junge Menschen einen Ausbildungsplatz an. Ein wichtiger Aspekt bei der Berufswahl ist für viele Azubis der Umgang mit Menschen. Denn gerade in der digitalisierten Welt kommt dem zwischenmenschlichen Austausch eine besondere Bedeutung zu.

Die Ausbildung zum Augenoptiker umfasst viele Facetten

Ausbildung
Zahlreiche Messdaten fließen in die Fertigung einer neuen Brille ein.
Foto: djd/ZVA/Skamper

Wer anderen Menschen gerne beratend zur Seite steht, wird am Beruf des Augenoptikers viel Freude haben. Seit Jahren steigende Ausbildungszahlen belegen, dass es sich um einen attraktiven Beruf handelt, der überdies zahlreiche Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung bietet. Vor allem im Umgang mit den Kunden ist Einfühlungsvermögen gefragt, denn eine Brille ist nicht nur Sehhilfe, sondern muss auch optisch zum Typ passen.

Aber auch technisches Verständnis und Computerkenntnisse sind von Nöten, denn das Ermitteln der optimalen Korrektionsgläser, deren handwerkliche Verarbeitung und die Anpassung der Brille erfolgen mithilfe moderner Messinstrumente und Hightech-Geräte. In diesen Bereichen hat in den letzten Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten, wodurch sich der handwerklich geprägte Beruf zu einem vielfältigen Tätigkeitsfeld erweitert hat.

So kann etwa das komplette Auge mittels Wellenfronttechnologie und anderer Verfahren innerhalb weniger Sekunden vermessen werden. Die Einordnung und Weiterverwendung der erzeugten Daten erfordert allerdings eine solide fachliche Ausbildung.

Und nach der Gesellenprüfung?

geralt / Pixabay

Schulabgänger mit mittlerer Reife, Fachhochschulreife oder Abitur haben gute Voraussetzungen für die erfolgreiche Ausbildung zum Gesellen, die drei Jahre dauert und überwiegend in Augenoptikfachgeschäften stattfindet. Nähere Informationen finden Interessierte unter www.zva.de/augenoptiker/ausbildung.

Hier gibt es neben Informationen zum Berufsbild, zu den Anforderungen an Bewerber, zu Ausbildungswegen und -vergütung auch einen Link zum Portal „Be Optician“ mit einer Ausbildungs- und Praktikumsplatzsuche. Nach der Gesellenprüfung bieten sich für die Absolventen je nach Schulabschluss verschiedene Fortbildungen oder ein Studium an, beispielsweise zum Augenoptikermeister oder Bachelor of Science Augenoptik und Optometrie.

Darüber hinaus kann man sich für die Themengebiete Kontaktlinsen, Sportoptik oder vergrößernde Sehhilfen spezialisieren. Neben der „klassischen“ Arbeit im Ladengeschäft stehen auch Tätigkeitsfelder in Forschung, Lehre oder Produktentwicklung zur Auswahl. Viele Betriebe stehen darüber hinaus in Zukunft zur Übernahme an – eine gute Chance für alle, die selbstständige Unternehmer werden möchten.

Augenoptiker sind gesucht

(djd). Allein in Deutschland gibt es über 40 Millionen erwachsene Brillen- und Kontaktlinsenträger, die auf fachliche Beratung angewiesen sind. In Zukunft wird es aufgrund der demografischen Entwicklung, der fortschreitenden Digitalisierung und dem wachsenden Bedürfnis nach individuellen Lösungen für optimales Sehen einen steigenden Bedarf an Augenoptikern als Gesundheitsdienstleister geben.

Wer dieses Berufsbild anstrebt, findet zahlreiche Ausbildungsstellen und freie Kapazitäten in Berufsschulen. Es sind nicht nur die abwechslungsreichen Tätigkeiten, die den Beruf spannend machen, sondern auch die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel zum Optometristen. Weitere Informationen gibt es unter www.optometrist.de und www.zva.de.

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Ausbildung: Hörakustiker/-in, Augenoptiker/-in

Titelfoto: djd/ZVA/Skamper

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