Leserbrief von Hans Schierenberg zu: SPD kritisiert „bombastischen Aufwand“ bei Dorfentwicklung

Soll Raesfeld städtisch oder gar Stadt werden?

Elke Rybarczyk, die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, ist nicht damit einverstanden, wie ich aus ihrem Rückblick auf 2018 lese (siehe hier).

  • Kritisch beurteilte die Vorsitzende den bombastischen Aufwand mit zwei Raesfeld-Konferenzen, einem Zukunftstag und der Online-Befragung durch die Inanspruchnahme von zwei großen und wahrscheinlich teuren Planungsbüros.

Ich schließe mich ihrer Meinung an und bedanke mich für die klaren Worte.

Der Gemeinderat hat beschlossen, ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept  und zudem ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept erstellen zu lassen und zwei Planungsbüros mit der Durchführung beauftragt, genannt ISEK und IKEK. Die Gemeinde Raesfeld hat noch nie ein „ISEK“ und „IKEK“ für ihre Bebauungspläne und Betreuung benötigt.

Beide Dorfteile sind übersichtlich und haben sich wunderbar entwickelt. Im Raesfelder Bauamt und im Kreisbauamt wurden die Bauanträge geprüft und im Bauausschuss meistens zugestimmt, oft innerhalb einer Woche.

Der angeprangerte „bombastische“ Aufwand passt nicht zu Raesfeld. Gemeindedirektor Udo Rößing hat bei seinem Amtsantritt 1975 den Gemeinderäten (ich war dabei) erklärt, mit 10 – 12 Mitarbeiter/innen auszukommen.

Sparsamkeit sollte auch weiterhin das Motto sein.

Damals hatte Raesfeld um die 8.000 Einwohner, Erle knapp 3.000. Heute sind es insgesamt 11.306, aber um ein Vielfaches Verwaltungsangestellte, alle freundlich und sachkundig, Fachleute, die eine Planung und Beaufsichtigung beherrschen. Sie sind teuren Planungsbüros überlegen, weil sie den Ort und die Einwohner kennen. Gewünschte Anpflanzungen und Freiflächen planen und  begrünen, sollen  unsere einheimischen Gartenbaufirmen ausführen. Nötige Straßen muss und kann der Rat festlegen.

Und bombastische Hochbauten und kistenartige Gebäude passen nicht nach Raesfeld und Erle.

Im Großen und Ganzen sind alle gern und zufrieden in unserem Dorf.

Was will ich, Frau Rybarczyk und die meisten Einwohner:

Macht keine Stadt aus unserm Dorf und macht es ohne Fremdentwickler. Ihr schafft das!

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3 KOMMENTARE

  1. Ich komme gebürtig aus Raesfeld und lese gerade mit großem Entsetzen diesen Bericht… schließe mich der Meinung von Hans Schierenberg an!
    Macht keine Stadt aus unserm Dorf und macht es ohne Fremdentwickler. Ihr schafft das!
    LG Gerti Koop (geb. Spangemacher)

  2. Herr Van Wasen wenn ich sie jetzt richtig verstehe gehen also die Fördergelder für das Planungsbüro drauf. Dann kann man die Dorfentwicklung auch in den Händen der einheimischen Bürger und Ratsmitglieder lassen, denn die müssen auch anschließend mit den Entscheidungen leben. In Raesfeld ist bereits einiges aus dem Ruder gelaufen ( dörflicher Charakter), hoffen wir mal so manchen Blödsinn in Erle nicht zu erleben. Die Tatsache das sich nicht viele Bürger an der Onlinebefragung beteiligt haben stellt doch die Frage ob das der richtige Weg war. Mehr Öffentlichkeitsarbeit seitens der Verwaltung und des Gemeinderates wäre wünschenswert. Einfach mal Flyer über Vorhaben in Banken und Geschäften auslegen, kostet nicht viel und regt zu einer sofortigen Diskussion an.

  3. Da es in der heutigen Zeit nicht mehr möglich ist, mit einem begrenzten Kontingent an Mitarbeitern (wie 1975), die lukrativen Fördertöpfe der EU in Anspruch zu nehmen und die stetig steigenden bürokratischen Hürden zu überwinden, ist die Beauftragung eines Planungsbüros leider zwingend notwendig. Diese Kosten werden sich durch die Fördergelder amortisieren. Die vorgestellten Planungen wahren nach wie vor den dörflichen Charakter. Die ganze Aufregung um die Dorfentwicklungskonzept kann nicht kann ganz nachvollzogen werden, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die Teilnahme an der im Vorfeld stattgefundenen Onlinebefragung eher überschaubar war.

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