Lesen auf Plattdeutsch

Platt.Lesen

Schülerinnen und Schüler aller Schulformen sind zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen / Kreisentscheid am 17. März 2010

Kreis Borken (pd). Ein herzliches „Gued gaohn“ kommt Kindern und Jugendlichen im Kreis Borken nur noch selten über die Lippen. Begeisterung für die münsterländische Mundart möchten die Kreisheimatpfleger aus der Region mit dem Plattdeutschen Lesewettbewerb wecken, der jetzt zum 16. Mal startet. Alle zwei Jahre sind Kinder und Jugendliche aller Schulformen eingeladen, sich mit plattdeutschen Texten auseinanderzusetzen und sich dann im Wettbewerb zu messen. Landrat Dr. Kai Zwicker hat die Schirmherrschaft für den Wettbewerb im Kreis Borken übernommen. Die Sparkasse Westmünsterland unterstützt die Aktion finanziell und stiftet die Preise.
In der ersten Wettbewerbsphase von November 2009 bis Januar 2010 ermitteln Klassen und Schulen ihre besten Vorleserinnen und Vorleser. Diese stellen sich dann am Mittwoch, 17. März 2010, im Rahmen einer Großveranstaltung im Borkener Kreishaus der Entscheidung auf Kreisebene. Sämtliche Schulen im Kreis Borken erhalten in dieser Woche die nötigen Informationsmaterialien. Bei Interesse können sie sich bis zum 30. November 2009 in der Geschäftsstelle der Kreisheimatpflege Borken im Fachbereich Schule, Kultur, Sport des Kreises Borken, Burloer Str. 93, 46325 Borken, Tel.: 02861 / 82 13 50; Fax: 02861 / 82 13 65, E-Mail: [email protected], anmelden.
Ziel des Lesewettbewerbs ist es, den Gebrauch der plattdeutschen Sprache bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. In drei Altersstufen können sich die Kinder und Jugendlichen messen. Jeweils separat lesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Klassen 1 bis 4, 5 bis 8 und 9 bis 13. Die Bezirksregierung Münster empfiehlt den Schulen ausdrücklich die Teilnahme an dem Wettbewerb. Er kann in einer Arbeitsgemeinschaft der Schule oder im Rahmen des Unterrichts vorbereitet werden, wenn er an Vorgaben des Fachunterrichts anknüpft. „Die Schulen stehen bei der Durchführung nicht allein“, betont Kreisheimatpfleger Wolfgang Feldhege aus Bocholt. „Die örtlichen Heimatvereine, der Kreisheimatpfleger sowie die Geschäftsstelle der Heimatpflege Borken bringen sich auf Anfrage gern in organisatorischer Hinsicht ein und bieten auch eine sprachliche Beratung an.“
Für den letzten Kreisentscheid Anfang 2008 hatten sich insgesamt 45 Schulsiegerinnen und -sieger qualifiziert. Wie bei der 15. Auflage warten auch beim aktuellen Wettbewerb Geldpreise in Höhe von 100, 80 und 60 Euro auf die drei besten Teilnehmer jeder Altersstufe. Für die Schulklasse oder Arbeitsgruppen der drei Erstplatzierten gibt es zusätzlich 80, 60 und 40 Euro.
Um das Münsterländer Platt lebendig zu halten, sei es unabdingbar, dass Schule und Elternhaus Sprachkenntnisse und Sprachgebrauch bei der jüngeren Generation wach hielten, betont Wolfgang Feldhege. Er wünscht sich: „Unser Münsterländer Platt soll im Konzert der europäischen Sprachen und Mundarten die Bedeutung erhalten, wie es zum Beispiel das Friesische und das Keltische bereits geschafft haben.“

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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