Rund 470 Kilometer Kreisstraßen – Mit neuem Gerät werden Nematoden „gespritzt“ / Ab jetzt sind Mitarbeiter abends und nachts unterwegs

Kreis Borken (pd). Der Kreis Borken geht in den kommenden Wochen gegen den Eichenprozessionsspinner vor.

Der Betrieb für Straßen, Gebäudewirtschaft und Grünflächen hat ein entsprechendes Gerät angeschafft und musste daher in diesem Jahr keine Fachfirma beauftragen.

Montag (3. Mai) war erstmals ein Fahrzeug des Kreisbetriebs unterwegs, um befallene Eichen an Kreisstraßen mit Nematoden zu besprühen. Priorität haben zunächst Bäume, an denen Menschen durch die giftigen Haare der Raupen gefährdet werden können. Das sind zum Beispiel Eichen in Ortsnähe oder an stark befahrenen Radwegen. Zudem werden die Bäume an den kreiseigenen Schulen und der Kita sowie am Kreishaus behandelt.

Umweltverträglich

Bei Nematoden handelt es sich um sehr kleine Fadenwürmer, die schon seit Jahren zum biologischen Pflanzenschutz eingesetzt werden. Diese vernichten die Eichenprozessionsspinner-Raupen, sind aber harmlos für Menschen oder etwa Haustiere. Diese Vorgehensweise ist deutlich umweltverträglicher als der Einsatz von chemischen Mitteln.

Im vergangenen Jahr wurde ein Unternehmen damit beauftragt und der Kreisbetrieb hat dabei gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht. Die Nematoden werden mit einem Wassergemisch auf die befallenen Bäume gesprüht. Da sie die Raupen der Eichenprozessionsspinner „bekämpfen“, kann die Behandlung der Bäume nur in einem etwa vierwöchigen Zeitfenster bis zur Verpuppung erfolgen, das jetzt beginnt. Da die Nematoden lichtempfindlich sind, erfolgt der Einsatz des Kreisbetriebs immer abends und nachts. Bei starkem Wind oder starkem Regen ist das Fahrzeug nicht unterwegs.

Es ist für jeden Baum auch eine zweite Behandlung vorgesehen. Der Kreisbetrieb ist für rund 470 Kilometer Kreisstraßen zuständig.
Der Eichenprozessionsspinner tritt seit einigen Jahren vermehrt auch im Westmünsterland auf. Seine Raupen kommen hauptsächlich an Eichen vor. Zwischen deren Rückenhaaren verbergen sich kleine Gifthaare, die beim Menschen zu allergischen Reaktionen der Haut und Atemproblemen führen können.

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