Landrat Dr. Kai Zwicker: „‘Pufferfunktion‘ im Falle drohender Überlastung der Kapazitäten unserer Krankenhäuser aufgrund der Coronavirus-Pandemie“

Kreis Borken (pd). Die organisatorisch-technischen Vorbereitungen für den Start der im Bocholter „Europahaus“ vorgesehenen „Kreis-Krankenhilfe-Einrichtung“ (KKE) sind weitgehend abgeschlossen.

Davon haben sich am Freitagmittag Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow, Jürgen Rave (Krisenmanager und Leiter des Rettungsdienstes) und Leonard Pliete (stellvertretender Kreis-Rot-Kreuz-Leiter) vom DRK-Kreisverband, der als Hilfsorganisation an Aufbau und künftigem Betrieb intensiv mitwirkt, sowie Thomas Klein-Ridder vom Malteser Hilfsdienst (MHD) selbst ein Bild machen können.

Kreis Borken Coronazentrum
v. l.: Landrat Dr. Kai Zwicker nahm gemeinsam mit Jürgen Rave (DRK), Thomas Klein-Ridder (MHD), Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow und Leonard Pliete (DRK) die Räumlichkeiten im Bocholter „Europahaus“ in Augenschein. Foto: Kreis Borken

Pufferfunktion

Die KKE in Regie des Katastrophenschutzes des Kreises Borken soll bei drohender Überlastung der Kapazitäten der heimischen Krankenhäuser infolge der Coronavirus-Pandemie eine „Pufferfunktion“ ausüben. Dann würde sie solche Patienten aufnehmen, die keine schweren Krankenheitsverläufe zeigen, aber nicht mehr ambulant medizinisch betreut werden können, erklärte der Landrat bei dem Ortstermin. Die Zuweisung von Patienten dorthin werde in erster Linie über die Krankenhäuser erfolgen.

Erste Schulung durchgeführt

Gegenwärtig stellt der Kreis das medizinische Personal zusammen. Es rekrutiert sich insbesondere aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hilfsorganisationen sowie medizinisch vorgebildeten Freiwilligen, die sich nach einem Aufruf des Kreises gemeldet haben. Für sie hat bereits der DRK-Kreisverband Borken in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und der Feuerwehr Bocholt eine erste Schulung durchgeführt. Dabei ging es insbesondere um die Vorstellung des KKE-Konzeptes und der dafür zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten sowie eine Hygieneunterweisung und den Umgang mit persönlicher Schutzkleidung. Weitere Schulungen folgen in den nächsten Tagen.

Mindestpatientenzahl von fünf Personen

Die KKE Bocholt soll ab einer erkennbaren Überbelastung der Krankenhäuser ab einer Mindestpatientenzahl von fünf Personen starten – die Einrichtung kann dann schrittweise ausgeweitet werden.

Erforderlichenfalls kann eine weitere KKE aufgebaut werden, die von Legden aus – Standort wäre hier das „Dorf Münsterland – die Krankenhäuser im Nordkreis entlasten würde. Die KKE werden laut Dr. Zwicker eng mit den Krankenhäusern im Kreisgebiet kooperieren. Der Landrat ruft vor diesem Hintergrund weiterhin Freiwillige aus dem Gesundheitsbereich auf, die wichtige Aufgabe der KKE zu unterstützen. Interessierte können sich im Internet unter www.kreis-borken.de/helfer melden.

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