Bezirksregierung Münster: Mehr als 42.000 Anträge auf NRW-Soforthilfe – davon allein 5.806 aus dem Kreis Borken

Landrat Dr. Kai Zwicker begrüßt die dringend notwendige Unterstützung und dankt allen Beteiligten für die engagierte Arbeit

Kreis Borken (pd). Solo-Selbstständige, Freiberufler, Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen, die von der CoronaKrise betroffen sind, konnten seit dem vergangenen Freitag (27.03.2020) Anträge auf finanzielle Unterstützung vom Land und Bund stellen.

Eine Woche nach dem Beginn der Antragstellung, die noch bis zum 31. Mai 2020 möglich ist, zieht die Bezirksregierung Münster nun eine Zwischenbilanz mit aktuellen Antragszahlen (Stand: 02.04.2020). Insgesamt sind in der ersten Antragswoche 42.562 Anträge für den Regierungsbezirk Münster eingegangen. Davon kamen 5.806 aus dem Kreis Borken.

Existenzgrundlage komplett weggefallen

Für den Kreis Borken zieht nun seinerseits Landrat Dr. Kai Zwicker eine erste Zwischenbilanz: „Für die Antragsteller ist quasi von einem Tag auf den anderen die Existenzgrundlage komplett oder weitgehend weggefallen.“ Betroffen seien vor allem Branchen, die durch behördliche Verfügung geschlossen werden mussten.“ Es lägen bereits zahlreiche Bewilligungen vor und Antragsteller würden berichten, dass das Fördergeld zügig auf die angegebenen Konten überwiesen werde, freut sich der Landrat. Für die geförderten Klein- und Kleinstunternehmen sei diese Hilfe existentiell notwendig.

Einzelschicksale

Dr. Zwicker macht auch deutlich, dass sich hinter jedem Antrag Einzelschicksale verbergen, die durch die CoronaMaßnahmen besonders betroffen seien und häufig keinerlei Chancen auf Einnahmen hätten.

„Ich hoffe sehr, dass dadurch die kleinteiligen Strukturen, die unsere Wirtschaft ja stark prägen, aufrecht erhalten werden können, damit es nach Neustart der Wirtschaft rasch wieder aufwärts gehen kann“, so der Landrat. Die schnelle Umsetzung des Förderprogramms im Münsterland findet nach seiner Einschätzung viel Lob und Anerkennung. „Da haben alle Beteiligten einen Riesenjob gemacht“, sagt Dr. Zwicker. Die Bezirksregierung als bewilligende Stelle hatte quasi durchgearbeitet und schon am vergangenen Wochenende zahlreiche Bewilligungen herausgegeben.

Gute Vernetzung

Im Kreis Borken hat die gute Vernetzung der verschiedenen Stellen dafür gesorgt, dass die notwendigen Informationen sehr zügig an die Unternehmen und Solo-Selbstständigen herangetragen wurden und jeder Antragsberechtigte damit von dem Programm profitieren kann.

Die Kammern und Verbände der Wirtschaft, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG), die Wirtschaftsförderinnen und Wirtschaftsförderer der Kommunen, Steuerberater, privatwirtschaftliche Berater, die Kreditwirtschaft:

Sie alle haben nach Kräften mitgeholfen, diese Aufgabe zu organisieren. „Und das vielfach unter erschwerten Bedingungen“, betont Landrat Dr. Zwicker. Schließlich seien auch bei diesen Stellen die organisatorischen Strukturen zum Schutz vor dem Virus vielfach grundlegend geändert worden. Dass die Umsetzung des Soforthilfeprogramms gut laufe, dieser Eindruck habe sich bereits in dem Videokonferenz-Treffen des von ihm amPressedienst des Kreises Borken vergangenen Dienstag einberufenen „Krisenstabes Wirtschaft“ abgezeichnet.

WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider kann die bislang sehr zielorientierte Umsetzung der Förderung bestätigen:

„Kein Antragsteller wird allein gelassen.“ Die Antragsfrist geht noch bis zum 31. Mai. Insofern erwartet Dr. Kleinschneider noch weitere Anträge von Unternehmen und Solo-Selbstständigen, bei denen die Auswirkungen der Krise erst in den nächsten Wochen so stark zum Tragen kommen, dass sie in den Kreis der Antragsberechtigten fallen.

Aus dem Kreis Borken gab es bislang insgesamt 5.806 Anträge.

  • Davon entfallen auf:
  • Ahaus 580
  • Bocholt 1.255
  • Borken 701
  • Gescher 248
  • Gronau 807
  • Heek 99
  • Heiden 130
  • Isselburg 185
  • Legden 88
  • Raesfeld 219
  • Reken 224
  • Rhede 304
  • Schöppingen 101
  • Stadtlohn 279
  • Südlohn 125
  • Velen 208
  • Vreden 253

Alle notwendigen Informationen zum Antragsverfahren finden sich im Internet unter folgendem Link: www.bezregmuenster.de

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