Landwirte weisen auf Risiken durch die Verschmutzung mit Hundekot hin Parasiten im Hundekot belasten Futter- und Nahrungsmittel „Hundekot gehört in die Tüte und nicht aufs Feld“

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Ludger Honvehlmann, Josef Grewing und Marlies Krampe-Schultejann vom Landwirtschaftlichen Ortsverband weisen gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Markus Büsken und Bürgermeister Andreas Grotendorst auf die Risiken durch die Verunreinigungen mit Hundekot hin.

Raesfeld – Vor einigen Wochen hatte die Gemeinde Raesfeld die rund 1.100 Hundehalter im Ort angeschrieben und für die Nutzung der zusätzlich neu eingerichteten Dog-Stations geworben.
Nun möchten sich auch die örtlichen Landwirte mit einem Appell an die Hundebesitzer wenden, denn auch für die Landwirtschaft ist eine Verschmutzung mit Hundekot sehr schwierig, da der Kot von Fleischfressern ein hohes Infektionsrisiko birgt. Bereits ein Gramm Hundekot beinhaltet Millionen von Bakterien.

020114 (23) (640x427)„Vielen Hundehaltern ist gar nicht bewusst, dass es ein großes Problem ist, wenn Hundekot auf Weideflächen oder Feldern liegen gelassen wird“, erklärt Ludger Honvehlmann vom Landwirtschaftlichen Ortsverband. „Der Hundekot ist von der Beschaffenheit ganz anders als Mist und Gülle von Pflanzenfressen, mit denen wir unsere Felder düngen. Hundekot weist häufig Parasiten auf, die sowohl für uns Menschen als auch für alle Tiere eine Gefahr bedeuten können.“

Bei einer Infektion mit diesen Parasiten kann es beispielsweise bei Rindern zu Tot- und Fehlgeburten kommen. Einen wirksamen Schutz durch Impfung oder eine Behandlung dieser Infektionen durch Medikamente ist nicht möglich.

Da diese Parasiten bis zu zwei Jahren auf Weiden überleben und infektiös bleiben können, ist das Risiko einer Belastung von Futter- und auch von unseren Nahrungsmitteln hoch. Verunreinigtes Heu und Grassilage stellen eine Gefährdung für Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde dar.

Die Landwirte der Ortsverbände aus Raesfeld und Erle appellieren daher gemeinsam an die Hundebesitzer, dass auch im Außenbereich der Hundkot eingesammelt werden muss – zum Schutz von Mensch und Tier. „Wir alle möchten nur das eine: Gesunde und zufriedene Tiere – Hunde und Nutztiere!“, sagt Ludger Honvehlmann.

 Zum Thema: Rechtlicher Hintergrund

• Landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen während der Nutzzeit nicht betreten werden.

• Wer die freie Landschaft betritt, ist verpflichtet, von ihm abgelegte Abfälle wieder aufzunehmen und zu entfernen.

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23 KOMMENTARE

  1. @geboren in Erle
    Warum Andersdenkende nicht gleich deportieren?
    Schade, dass dieses Gedankengut in Erle noch so verbreitet ist!!

  2. Es ist das gute Recht der Landwirte, auf die Konsequenzen kotbelasteter Weideflächen hinzuweisen und um Rücksicht zu bitten. Hoffentlich haben alle ihre Lexion gelernt und sind zukünftig umsichtiger im Miteinandersein, im Zurechtweisen wie im Maßregeln. Da es wohl kaum noch neue Argumente geben wird und der Erkenntnisstand auch beim Letzten durchgedrungen scheint, sollten wir – trotz unterschiedlicher Sichtweisen – die Angelegenheit für beendet erklären. Der Rückzug ist bei uns beschlossene Sache. Wir werden Sie in dieser Angelegenheit nicht mehr belästigen. Mit freundlichen Grüßen
    Ben Gunn, Käthe-v-G., Ulli F., Rumpelstilzchen, Alberich, Dakota Indianer und Silke M. (aus Zug)

  3. Ihre Einstellung zum Mais, der einigen Pflanze die den freigesetzten Stickstoff den Sommer über zielgerichtet aufnehmen kann, erklärt schon Ihren Typ.
    Am Besten alles biologisch (die halben Erträge sind ja nicht ihr Problem), dann noch bitte Nachhaltig (was auch immer dieses Wort heißen soll, da Nachhaltig was anderes ist, als alle davon denken), das ganze dann bitte noch regional (auch die Bananen) und das alles zum günstigsten Preis (selbst ALDI ist Ihnen noch zu teuer).
    Die Eierlegendewollmilchsau wurde leider immer noch nicht erfunden. Falls sie da einen Schritt weiter sind, nur zu. Keiner hält sie davon ab, sich ihr eigenes Essen anzubauen, und ihre eigenen Tiere zu halten. (Denken sie bitte nur an all die gesetzlichen Vorgaben usw!).
    Und damit meine ich nicht die 2 Kopf Salat im Garten. Wenn sie dies erfolgreich, über mehrere Jahre schaffen, haben sie nicht nur meinen größten Respekt, sondern Sie können dann auch mal davon mitreden.

    Ich muss Dakota Indianer (alias Rumpelstilzchen oder was auch immer) allerdings Recht geben. Es sind nicht die Maisflächen, auf denen der Hundekot ein Problem ist.
    Man sieht zumindest nur selten einen Hund, der 50 m weit in ein Maisfeld hinein geht.
    Es sind die Grünland und Futterbauflächen in denen die Hunde gerne herumtollen. Am Besten wird vom Besitzer noch ein Stöckchen (oder eine Maiskolbe von der anderen Straßenseite) genommen, damit Wuffi was zu tun hat. Das diese Dinge, zusammen mit einem dicken Haufen des „kleinen Lieblings“ dann mitten im teils hohen Gras bleiben, dass interessiert Sie doch eh nicht. Gerade hier besteht für den Landwirt nicht die geringst Chance diese Dinge bei der Futterbergung rauszubekommen. Fazit–> Der Hundekot landet im Winter im Futtertrog.
    Wenn hieraus dann Krankheiten entstehen, gehören sie dann zu denen die als erstes „SKANDAL“ rufen. Dabei sollte man sich auch mal selbst an die Nase fassen.

    Was das abkoten auf stehenden oder abgeernteten Maisflächen anbelangt, kann ich Sie aber beruhigen, und muss zugeben, dass man dies im Artikel hätte erwähnen können.
    Zum Thema Pflanzenschutzmittel unter Verschluss habe ich oben bereit ausreichend geschrieben. Ich lade sie herzlichst dazu ein mal auf 10 ha Acker Unkraut zu zupfen. Nur zu.

    P.S. Das Thema lautet: „Hundekot belastet Wiesen und Felder“. Nicht „Böser Maisanbau“ oder der „wegrandklauende Landwirt“.
    Versuchen Sie bitte beim Thema zu bleiben, sonst können wir hier ewig diskutieren, bis ich Sie und alle anderen endlich überzeugt habe.

    In diesem Sinne, schönen Abend noch.

  4. @Kalle
    Sie sind nicht schwer von Kapee? Rumpelstilzchen meinte mit dem Hinweis „weniger ist mehr“: Nur einige Furchen am Wegesrand weniger umpflügen, wären ein vielfaches Mehr für die Erhaltung der Kräuterpflanzen auf den feldbegleitenden Grünstreifen, die eben nicht den Landwirten angehören. Gebt der Artenvielfalt eine Chance, den Bienen und den Schmetterlingen. Die Maispflanze ist im Übrigen weniger eine Kulturpflanze, sondern gilt gemeinhin als „die Hure der Landwirtschaft“. Sie gedeiht auf jeden Boden und treibt es überall. Ob der Mais nun geerntet wir um als Silage verarbeitet- oder für die Biogas-Produktion genutzt zu werden, spielt bezüglich des Hundekotes gar keine Rolle. Fakt ist, dass bei der Ernte die untern Pflanzenstängel stehen bleiben und somit kein Hundekot aufgenommen werden kann. Hunde, die auf Stelzen laufen um ihre Notdurft zu verrichten und Maispflanzen verunreinigen, habe ich hier noch nicht gesehen. Also, lass gut sein – komm `mal wieder runter – und lass vor allen Dingen die schweineteuren „Pflanzenschutzmittel“ unter Verschluss.
    Weniger ist mehr!

  5. Warum Rückendeckung „meiner“ Verbandsvertreter?
    Sind Sie noch nicht von mir überzeugt? Habe ich Rückendeckung nötig?
    Ich hoffe nicht…

    Ich hoffe, dass Sie sich so vorbildlich verhalten, wie Sie es schildern.

  6. @ Kalle
    Na wenigstens wehren Sie sich, aber wo bleibt die Rückendeckung ihrer politischen Verbandsvertreter? Am liebsten gehe ich mit zwei Hunden los, die in der Regel gleichzeitig ihr Geschäft machen. Hundetüte auf links ziehen, einpacken und zuknoten. Gerade jetzt im Winter hat man immer etwas in der Tasche, was beide Hände warm hält. Und auf dem Weg zur nächsten Dog-Station summe ich das Liedchen vor mich hin: „Denn Buer – denn Buer `ne Essel van Natur.“ Ja, so sind wir Kobolde nun mal gestrickt. Grüße an Ben Gunn, Rumpelstilzchen und an die „schwarzen Schafe“.

  7. Welche Gerüchteküche?

    Weniger ist mehr? Dann gehen sie doch bitte morgen zu Ihren Chef, und erklären ihm, dass sie mit 2/3 Ihres Gehaltes doch auskommen würden. Den Rest soll er doch bitte an Greenpeace senden.
    Wie sie schon sagen, weniger ist mehr. Gehen sie mit gutem Beispiel voran!
    (Sie merken die Ironie? Ich denke, keiner verzichtet auf etwas! Landwirte eingeschlossen. Aber auch der Otto-Normalbürger!)
    Was ist den eine thermische Verwertung beim Mais? Sie meinen Verbrennen?
    Mir ist keine Anlage bekannt, in der Mais verbrannt wird, informieren sie sich bitte mal.
    Die Biogasproduktion ist so gewollt. Die Landwirte reagieren auf die politischen Änderungen.
    Und jetzt sind diese wieder die „Bösen“. Ich bin auch kein Freund dieser Biogasanlagen, aber es kann doch nicht sein, dass einerseits die AKW´s abgeschaltet werden sollen, aber jede andere Energie nicht Richtig ist?! Zumal Biogas eine der wenigen regenerativen Energien ist, die Grundlastfähig ist, und zudem Regelbar!
    Wenn sie wirklich diesem Märchen glauben, dass ein Maisanbau hier, die Hungersnot in Afrika ändert, dann zweifel ich langsam an Ihnen….Abgesehen davon, ist es von der Politik, nicht von den Landwirten, so gewollt!
    Zur Stockbreede kann ich nichts sagen, ist auch nicht Thema dieses Artikels.
    Allerdings möchte ich betonen, dass die Gemeinde dies meist weiß.
    Und diese ist nicht unbeding unglücklich damit, da sie sonst für die Pflege dieser Bereiche zuständig wäre. Auch werden die Ränder teils von den Landwirten abgeschabt, damit das Anfallende Regenwasser der Straße auf den anliegenden Flächen versickern kann, und die Straßen im Winter so nicht durch das Auffrieren der „Pfützen“ mehr als nötig in Mitleidenschaft gezogen werden.
    Wie Sie schon sagen, Leben und Leben lassen! Das gilt auch für die Landwirte.
    Ich habe es oben schon mal erwähnt. Wenn sie ein konkretes Problem mit einer Straße haben, dann gehen sie doch mal auf eine nettes!! Wörtchen zum Landwirt. So kann man das ein oder andere Problem schon lösen….aber es ist eben etwas Arbeit.
    Und daran scheitert es ja meist. Es ist halt einfacher in Internet anonym über andere zu lästern… Glückwunsch!

    Ihrem 4. Punkt gebe ich voll und ganz Recht. Dies ist eine Sauerei!

    Ich weiß nicht, welchen Flaschengeist sie zu sich genommen haben, aber ich wiederlege hier Falschaussagen, und dies ist die Pflicht und das Recht eines jeden Bürgers.

  8. @Kalle
    Die Zeit der Gerüchteküche ist vorbei, deshalb Butter bei die Fische:
    1. „Schwarze Schafe“ sollten benannt werden dürfen, damit sie sich wieder vorbildlich verhalten. Gewinnmaximierung ist nicht alles, manchmal wäre weniger mehr.
    2. Der Maisanbau ist mittlerweile deshalb zu einem Politikum geworden, weil der geerntete Mais in unserer Heimat tendenziell immer häufiger der thermischen Verwertung- oder der Biogas-Erzeugung – sprich Energiegewinnung – zugeführt wird… und in der „Dritten Welt“ verhungern die Menschen? Eine Perversion des Denkens, oder nur ein höchst zweifelhafter Umgang mit unseren Nahrungs- und Futtermitteln?
    3. Der kommunale Wirtschaftsweg „Stockbreede“ hat immer noch eine Breite von neun Metern, das ist offiziell bekannt. Davon sind drei Meter in der Breite als befestigter Weg anzurechnen. Die restlichen Grünflächen von jeweils drei Metern beiderseits des Weges, sind größtenteils geschäftstüchtigen Landwirten zum Opfer gefallen. Und das „natürlich“, ohne Absprache mit dem kommunalen „Grünflächenamt“ der Verwaltung. Diese Grünstreifen gehören theoretisch allen Bürgern/innen der Gemeinde und wären darüber hinaus geeignet, als legitime Auslauffläche für unsere Vierbeiner, wenn sie denn praktisch noch vorhanden wären.
    4. Eine ganz schlechte Entwicklung zeichnet sich jetzt obendrein noch ab, wie leider bereits gelegentlich zu sehen ist: Vollgeschissene Hundetüten auf Wiesen und Felder. Absolut inakzeptabel!
    5. Mit Verlaub noch eine Schlussbemerkung: Ich an Ihrer Stelle hätte den Geist in der Flasche gehalten. Ein Schuss kann manchmal auch nach hinten losgehen. Dem Volksmund nach ist das dann ein klassischer Rohrkrepierer. Leben und leben lassen, sollte die Devise lauten.

  9. @Rumpelstilzchen

    Klar gibt es auch in der Landwirtschaft „schwarze Schafe“. Wenn dieser Teil des Randbereiches wirklich im Gemeinde Besitz ist, so sprechen sie doch mal die Landwirte direkt an. Dies kann man in einem normalen Ton machen und manchmal ist das Problem dann schon gelöst. Ich finde es im übrigen nicht gut, dass sie hier Namen nennen!
    Es kann allerdings auch sein, dass diese Bereiche den Landwirten gehören! Und da können sie von keinem Landwirt verlangen, diese Bereiche einfach liegen zu lassen, zumal hier eine Flächenknappe Region ist.
    Das diese Randstreifen eine hohe Artenvielfalt beheimaten glaub ich Ihnen wohl. Aber dann sollten diese Bereiche auch von anderen nicht als Müll und Kotlagerstätte missbraucht werden, wie es gerade in Dorfnähe immer der Fall ist!

    Das sie das Thema Pflanzenschutz direkt mit dem Wort „Gift“ assozieren zeigt natürlich nur dass Sie hier gerne provozieren und „Stimmung“ machen wollen.
    Der Verbraucher wünscht aber perfekte Qualität von uns. Somit darf kein Getreide verpilzt sein, oder der Unkrautdruck in den Flächen zu groß. Diese Ernte würde und niemand abnehmen, oder möchten sie dies tun?
    Somit sind wir gezwungen unsere Pflanzen gesund zu halten. Dies beinhaltet eben auch, dass unerwünschte Pflanzen unterdrückt werden sollen. Ich glaube kaum das sie das mit der Harke machen wollen, oder? Und der Landwirt auch nicht. Dies ist technisch nicht möglich!

    Eine Maßnahme im Bereich der Pflanzenschutzes bedeutet auch immer Streß für unsere Kulturpflanze! Deswegen sind die Mengen so angebracht, dass nie mehr als unbedingt notwendig ausgebracht wird, da sonst auch unsere Pflanzen darunter leiden (und somit weniger Ertrag abwerfen). Daran erkennen sie schon, dass ein Landwirt nie leichtsinnig damit umgeht. Zumal diese Mittel auch SCHWEINEteuer sind!
    Wenn es rein darum geht, weniger dieses „giftes“ auszubringen, dann sollten Sie bitte den Maisanbau unterstützen und fördern. Den dieser ist die Ackerpflanze, die mit ABSTAND am wenigsten dieses Giftes braucht. Auch ist es hier in der Region die einzige Pflanze die den ganzen Sommer über steht, und somit die Nährstoffe im Boden auch wärend der Mobilisierung im Sommer aufnehmen kann! Anderes Getreide wird in dieser Zeit schon geerntet und Nährstoffe können somit nicht mehr gebunden werden, wandern also Richtung Grundwasser.

  10. @Kalle, sag mir mal lieber warum die Landwirte Bone, Bölker & Konsorten die Grünstreifen in der Raesfelder Stockbreede Jahr für Jahr dezimieren? Der Wirtschaftsweg ist drei Meter zwanzig breit und hatte beidseitig jeweils Grünflächen in ähnlichen Ausmaßen, auf denen früher einmal die unterschiedlichsten Feldblumen blühten. Eine wahre Augenweide. Schmetterlinge und Bienen hatten ebenso ihre Freude daran, wie zwitschernde Lerchen und fröhliche Spaziergänger. Wo sind sie geblieben? Ihr Landwirte solltet die feldbegleitenden Grünflächen einfach nicht umpflügen und weniger Gift spritzen, dann hätten wir alle was davon. Und unsere Hunde auch.

  11. @erledieperle

    Wenn dann bitte auch vollständig.
    http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/pdf/duev-vollzugshinweise-kommentiert.pdf

    Wie man sieht ist es in NRW so geregelt, dass bis 10cm Frost organische Dünger ausgebracht werden dürfen. Wenn es taut (über 0 Grad) ist eine Ausbringung auch bei über 10cm Frost erlaubt. Auch Schnee gilt erst bei über 5 cm geschlossene Schneedecke.

    Ich bitte Sie also nochmals sich vorher zu informieren, bevor Sie hier falsche Behauptungen aufstellen. Bezüglich des „tauens“ sind im übrigen die Daten des DWD vom Vortag rechtlich bindend, nicht das „Gefühl“ eines Anwohners oder sonstwas.
    Glauben sie mir, dass es sich kein Landwirt mehr erlauben kann, diese Vorschriften nicht einzuhalten.

  12. @Kalle, hast Recht. Die Überschwemmung der Felder beim Austragen der Gülle war ironisch gemeint. Weil diese Persiflage zu Missverständnissen führen kann, ziehe ich die Anspielung darauf mit dem Ausdruck meines Bedauern zurück.

  13. Auf vielfachen Wunsch und getreu dem Motto: „Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser“:

    Gemäß § 3 Absatz 5 der DüngeV dürfen stickstoff- und phosphathaltige Düngemittel, worunter auch Gülle, Jauche, Gärreste und Mist fallen, nicht aufgebracht werden, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder durchgängig höher als 5 cm schneebedeckt ist. Die Regelung gilt für Grünland und Ackerland gleichermaßen und soll der Abschwemmungsgefahr vorbeugen. Die Definition für einen gefrorenen Boden lautet: ein Boden der durchgängig (d.h. die gesamte Fläche des Schlags) gefroren ist und im Verlauf des Tages nicht oberflächig auftaut.
    Die Frosteindringtiefe spielt dabei keine Rolle.

  14. @ Dekina
    Klar enthält auch die Landwirtschaftliche Gülle Bakterien. Diese sorgen z.B. in der Biogasproduktion dafür, dass die Ihren Computer hier gerade mit Strom betrieben können.
    Allerdings ist dies eine gänzlich andere Zusammensetzung da es die Exkremente von Pflanzenfressern sind. Diese kann man nicht mit den Kot von Hunden, FLeischfressern, vergleichen. Wenn sie das nächste mal sehen, dass die Kühe Schnitzel essen, dann sagen sie mir doch bitte bescheid.
    Die Ausbringung der Gülle bei Regen ist erwünscht, und sogar Pflicht im Rahmen der „guten fachlichen Praxis“ aus dem Düngegesetz. Also behaupten Sie hier bitte keine Unwahrheiten bezüglich der „Verbotenen“ Ausbrinung. Auch für Sie persönlich hat dies Vorteile. Durch die emmisionsarme Ausbringung, sei es bei Regen oder durch Ihre „bösen“ „riesigen“ Güllewagen mit Bodennaher Ausbringtechnik, stinkt es weniger! Weniger Gestank, bedeutet weniger N Verluste in die Umwelt. Es ist ERWNSCHT, das der Stickstoff an die Wurzel kommt (durch Regen). Was soll die Gülle den an der Oberfläche bewirken?

    Die Ausbringung auf wasserdurchtränkten Böden ist verboten, da gebe ich Ihnen Recht. Allerdings kann auf diesen Böden kein Landwirt mit seinem Trecker fahren, insofern erübrigt sich dies eh.

    Zur Dichtigkeitsprüfung:
    Auch ich lehne diese ab. Allerdings nicht mit dem Vergleich, dass „die Landwirte“ doch eh machen können, was sie wollen. Landwirte sind verpflichtet Nährstoffbilanzen und Humusbilanzen zu führen. Je ha Acker gibt es eine Höchstmenge von 170kg N.
    Dies entspricht ca. 35m³ ca. ha. In der „Gülle“ sind 92% pures Wasser. Also 32,2 m³.
    Bleiben 2,8 m³ die auf 10.000m² verteilt werden. Dies meist mit moderner Technik.
    Erzählen sie mir bitte nichts von größeren Güllemengen. Dies wäre gelogen!
    Da z.B. reines Grünland aber ein Bedarf von über 250kg N hat, sollte Ihnen klar sein, dass es sinnlos ist, von einer Überversorgung der Böden zu sprechen!

    @Erledieperle
    Zitat von Ihnen“Allein auf Erler Feldern werden ab Februar und auch bei Frostwetter illegal hunderttausende Liter unkontrolliert aufgebracht“

    Dies ist ein Lüge! Bitte wiederrufen Sie dies. Es stimmt einfach nicht. Bei Frost ist die Ausbringung erlaubt, wenn gewisse Grenzen nicht überschritten werden. Auch ist diese erwünscht, da die Pflanzen ab März diese Nährstoffe brauchen, und aufnehmen. Auch werden diese Mengen nicht „unkontrolliert“ ausgebracht. Alles in allem ein leider völlig Falscher Satz, der von Fehlern übersäht ist.

    @Ben Gunn
    Die Landwirte sind nicht unbedingt glücklich mit den Ausgleichzahlungen aus Brüssel.
    Diese sind an enorme Auflagen geknüpft, die teils recht absurd sind.
    Fragen sie mal einen Landwirt, er wird liebend gern auf diese Zahlungen verzichten,
    wenn es für das kg Fleisch nur mal 10ct mehr geben würde. Dies wäre für alle eine Kleinigkeit, und würde den kompletten Agrarhaushalt überflüssig machen.
    Zum Thema „Felder mit Gülle überschwemmen“ hab ich mich oben bereits ausgelassen, bitte korrigieren sie Ihre Falschbehauptungen hier.

  15. Nun mal sachte, die Bauern haben ja nicht ganz unrecht. Ich möchte auch keine Scheiße auf dem Teller finden. Viel bedauerlicher ist doch die Entwicklung selbst, weil es nur noch ganz wenige Bauern gibt, die ihrem Namen alle Ehre machen. Der große Rest sind doch die Großagrarier, die insbesondere hinter öffentlichem Geld her sind. Am besten aus den fetten Töpfen der EU. Mann erkennt sie am leichtesten an ihren riesigen Plantagen, den überdimensionierten Ställen, Hallen, Wirtschaftsgebäuden, alle ausgerüstet mit photovoltaik-verseuchten Dächern. Schicken Häusern hinter ihrer Ranch, haushohen Schleppern und riesenhaften Ladewägen, die früher einmal schlicht „Stattkoar“ hießen. Pumpfässer und Gülletransportwagen, die Felder überschwemmen und Wirtschaftswege kaputtfahren. Bauern lieben ihre Tiere und haben Respekt vor der Natur im Allgemeinen und vor der Kreatur im Besonderen. Nach dem Verständnis der gut vernetzten Großagrarier, die Brüssel längst dominieren, sollten wir das nicht mehr umbedingt erwarten dürfen. So iss es, Ben Gunn hat Grütze im Kopf.

  16. „Geboren in Erle“ bin ich auch, als kleiner Junge wollte ich auch mal Bauer werden, seit Jahrzehnten begeisterter „Erntedankumzügler“ etc., ich bin auch kein Vegetarier, ein Grüner schon gar nicht, aber: kein Maisfreund, habe Nitrat im Grundwasser und als Erler Poalbürger bin ich allergisch gegen Beleidigungen und und möchte von Staat und Verwaltung gerecht und demokratisch behandelt werden!

  17. Wem es nicht passt, daß es in einem Dorf innerhalb landwirtschaftlicher Flächen wie in einem Dorf innerhalb landwirtschaftlicher Flächen zugeht, der sollte schnellstmöglich seine sieben Sachen packen und seinen fetten A…wieder zurück in die Stadt bewegen von wo er mit Sicherheit herkommt. Dort ist man dann mit Sicherheit vor Gerüchen, Kirchenglocken, bäuerlichen Traditionen und dem Anblick der ungebildeten, ungewaschenen und höchstgradig nervenden Landbevölkerung, deren Nutzvieh und angsteinflössenden Arbeitsgeräte sicher. Dort könnt ihr dann euer gefährliches Halbwissen über Nutzvieh, Düngung des Bodens, Ernährung der Bevölkerung und die Notwendigkeit zur Nachtarbeit in der Erntezeit unter euresgleichen diskutieren. Wir Erle benötigen solche Menschen wie euresgleichen genauso heftig wie Furunkeln am A…! Also, und tschüß!

  18. Allein das Wort „Massentierhaltung“ ist negativ besetzt, wie „Konzentrationslager“ und löst Unbehagen aus. Bis auf Guantanamo und den Gulag nach postsowjetischer Definition, existieren solche Läger gottlob nicht mehr. Massentierhaltung gehört heutzutage leider zur alltäglichen Praxis. Eine skandalöse Sauerei, an die wir uns alle längst gewöhnt haben. Und wenn bei Röring`s Massentierhaltung 900 Schweine wegen einem Lüftungsausfall im Stall auf einen Schlag elendig ersticken, dann regt sich darüber kaum jemand auf.

    Und Hundehäufchen auf einem abgeernteten Maisfeld stellen ein Problem da?

  19. „erledieperle“

    Genauso siehts aus! Ich versteh da den Sinn nicht, dass jeder Haushalt sich dieser Dichheitsprüfung unterziehen soll die mal schnell ein paar tausende Euro Kosten kann und man im schlimmsten Fall den halben Vorgarten losbaggern muss, obwohl ein paar Meter nebenan der Bauer literweise Gülle auf sein Feld düngt?! Ist doch klar, dass halb Deutschland da auf die Barrikarden geht!

  20. „Dekina“ hat völlig Recht: Hier nehmen sich mal wieder 2% der Bevölkerung erhebliche Sonderrechte heraus. Seit ca. 35 Jahren wird nicht nur unsere schöne münsterländische Parklandschaft durch die Mais-Monokultur verschandelt sondern auch unser wertvolles Grundwasser durch völlig überhöhte Gülleausbringung gesundheitsgefährdend mit Nitrat belastet! Allein auf Erler Feldern werden ab Februar und auch bei Frostwetter illegal hunderttausende Liter unkontrolliert aufgebracht. Die Gesamtmenge der vielleicht über undichte Rohre versickernden Hausabwässer passt bestimmt in ein monströses Güllefass! Wo bleibt hier das Gleichheitsprinzip?

  21. Nee, das sich ausgerechnet der Bürgermeister vor den Karren von die Bauern spannen lässt, das hätten wir bei uns zuhause nicht gedacht. Aber alles der Reihe nach. Als ich vor fünfzehn Jahren meinen Erwin der tot iss, auf einem Kappesmarkt den Vorschlag gemacht habe, nach Raesfeld zu ziehen, da hat er ganz erstaunt gefragt: Käthe, watt willst du denn bei die Bauern?“ „Ich find die Gegend schön und das Schloss, es gibt hier keine Hektik und keine Hundesteuer“, hab ich ihm geantwortet. Unsere Kinder sind aus dem Gröbsten raus und unsere Neffen liegen mir schon wieder auf der Tasche. Ein Sozialamt haben die hier auch und hier kannste auch ein schönes Ruheplätzchen finden, wo uns die Kinder dann besuchen können. Und der Bürgermeister kommt immer zu den Geburtstagen und bringt obendrein noch was mit. Das hat Erwin eingeleuchtet. Jetzt, wo Erwin längst tot iss, da hat sich alles geändert.

    Eine Hundesteuer wurde eingeführt und die Bauern ackern jedes Jahr eine Feldfurche mehr um, sodass meine kleinen Hunde immer weniger Platz auf den schmalen Grünstreifen neben den Feldern finden, damit sie sich mal so richtig ausspannen können. Und die letzte Furche am Wegesrand ist eine tiefe Spalte geworden, wo ich mir beinahe schon mal den Hals gebrochen hätte. Als vor zwei Jahren von der Stadt die ersten Hundetütenstationen eingerichtet wurden, fanden wir das auch richtig gut, weil die Hinterlassenschaften von den Herrschaften mitgenommen werden konnte und nicht vor unserer Haustür festgetreten wird. Jetzt sollen wir, bei allem Verständnis für die Bauern, auch noch den Grünstreifen an den Feldern sauber halten, die doch dem Grünflächenamt von der Stadt gehören? Unser Tocher Reinhilde sagt, dass die Bauern sowieso schon viel Geld von uns bekommen und Erwin sich dafür kaputt malocht hätte, für ihre ganzen Subventionen. Da sachte August von Duisburg, der sein Leben lang in der Gneisenau-Straße wohnt und uns an Weihnachten besucht hat. Gegen die Bauernlobby – da kommse nicht an, die sind alle miteinander verstrickt, von Raesfeld bis nach Brüssel. Die müssen sich nur noch ab und zu von Aldi über den Tisch ziehen lassen und deshalb wären die manchmal auch so richtig sauer. Aber watt kann ich denn dafür, hab ich ihn gefragt?

    Es stimmt schon. Nachts jagen sie mit riesengroßen Maschinen und mit Flutlicht über ihre Wiesen und Felder – und das das ganze Jahr über. Was da wohl alles durch ihre Mähhäcksler fliegt? Über ein halbes Jahr lang sehen wir nichts mehr von unserer schönen Landschaft hinter unserem Garten, weil alle Bauern Mais anpflanzen müssen. Und danach bringen sie ihre Gülle aus, viel mehr als früher, wegen der Massentierhaltung. Es muss wohl schlimm zugehen, weil wir weder Hasen, Feldhuhn und Feldlerchen mehr sehen und die Rufe der Fasanen sind auch verstummt. Und die paar, die noch übrig geblieben sind, dürfen im Spätherbst in ihre Flinten schauen. Also bitte, lasst mich und meine kleinen Lieblinge noch eine Weile in Ruh, bis ich bei Erwin bin. Artenschutz, und der gilt auch für Landwirte, den sollten wir besser gemeinsam pflegen. Und beim Landschaftsschutz da fasst euch mal zuerst an die eigene Nase. Und eins stimmt auch: Vollgeschissene Tüten gehören weder auf Wiesen noch auf Felder. Denkt doch einfach mal nach, wir zahlen schließlich noch Steuern.

  22. Achso. Gülle enthält keine Parasiten oder Bakterien und ist vollkommen gesund wenn es auf dem Feld gedüngt wird? Gerade bei Regen sickert es sofort ins Grundwasser durch und ist mindestens genauso schädlich für uns. An das Verbot bei Regen hält sich doch eh kaum jemand in der Umgebung.

    Genauso schwachsinnig wie die Dichtheitsprüfung im „Wasserschutzgebiet Erle“ .. Die Landwirte mit ihrer Gülle werden hier wohl vollkommen vergessen!

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