Der gelbe Müllsack wird in der Gemeinde Raesfeld bald der Vergangenheit angehören.

Die gelbe Tonne. Ein Thema, was auf Kreisebene bereits besprochen und im Hauptausschuss der Gemeinde am Montagabend thematisiert wurde. Grund: Das neue Verpackungsgesetz, ausschließlich für Leichtverpackung mit Grünen Punkt, tritt am 1. Januar 2019 in Kraft.

Bis auf zwei Kommunen haben sich für eine gelbe Tonne entschieden. In Raesfeld stand diese Entscheidung noch aus. Bereits im Juni hat der FDP Ortsverband im Juni einen Antrag auf die Einführung der gelben Tonne angeregt.

Jetzt hat sich der Hauptausschuss, gegen die Stimme der SPD, für die Einführung der gelben Tonnen entschieden. Die Umstellung wirf viele Fragen auf und ist, so Bürgermeister: „Schon recht tiefes Fahrwasser“.

Gelber Müllsack auf dem Hamborg in Raesfeld
Foto: RGN

Viele Fragen müssen geklärt werden

Zum Beispiel: Wird diese Tonne kostenfrei gestellt? Was ist mit den Haushalten, die keinen Platz haben, die Tonne zu stellen? Gibt es auch die Möglichkeit, weiter den Sack zu benutzen? Wie ist das mit der Größe der Tonne bei Mehrfamilienhäusern? Kann jeder Bürger selber darüber entscheiden? Was die Größe der Tonne anbelangt, geht Greving (Finanzverwaltung) von einem 240-Liter-Gefäß aus.

Wolfgang Warschewski (UWG) wollte wissen, ob es eine Verteuerung gibt. Immerhin seien die gelben Säcke kostenfrei. Diese Frage konnte beantwortet werden: Die gelbe Tonne wird, wie der Sack bis dato, auch weiterhin kostenfrei sein. Über die Größe der Tonne und ob auch kleinere Tonnen angeboten werden, das müsse, so Greving in weiteren Gesprächen mit dem Kreis Borken und der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) geklärt werden.

Mülltonnen Kreis Borken gelbe Tonne

Vier statt drei Tonnen vor der Tür

Klaus Rybarczyk (SPD) kritisierte, dass er neben den jetzigen drei Tonnen, dann noch eine weitere Tonne vor der Tür stehen hat. Bürgermeister Grotendorst: „Was schön und praktisch ist, sei dahingestellt. Was Ungeziefer anbelangt oder wenn sich die Katzen über die leeren Fischdosen hermachen, ist eine Tonne jedenfalls hygienischer“.

Hans-Dieter Strohmann (CDU) findet die gelben Säcke nicht unbedingt praktisch, zum Beispiel bei Sturm, wenn die Säcke durch die Straßen fliegen. Allerdings wird die Kommune gute Gründe haben, diese Tonne einzuführen aber: „Die Tonne muss groß genug sein und der Rhythmus muss eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass man dann noch, wenn die Tonne voll ist, dort reinkriechen muss, um alles zusammenzupressen. Ansonsten finde ich das eine gute Lösung“. Es sollte aber noch geklärt werden so Strothmann, ob eventuell weiterhin bei großen Mengen der Plastikmüll am Wertstoff Hof abgebenden werden kann.

Norbert Lordick (Bündnis 90/Grünen) ist der Meinung, dass sich jeder die Frage stellen sollte, wie Müll vermieden werden kann. „Bürger sollte gezwungen werden Müll zu vermeiden, um damit wichtige Rohstoff zu schonen“.

„Die Frage ist, wie kann Abfallvermeidung effektiv umgesetzt werden“ so Arno Berning (CDU). Dies soll, so Grotendorst, durch eine weitere Abfallberatung geklärt werden. Zur Umsetzung des neuen Verpackungsgesetzes erklärte Andreas Grotendorst, dass es noch auf kreisweiter Bürgermeisterebene weitere Gespräche geben wird.

Petra Bosse

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