Die Nazis sind unter uns

Mir dreht sich der Magen um. Ist der Brandanschlag in unserer Gemeinde ein Menetekel für die gescheiterte Flüchtlingspolitik? — über die man in einer offenen Gesellschaft trefflich streiten darf. Ja, sich kritisch auseinandersetzen muss.

Unter dem Aspekt der Gesinnung und der Niedertracht, unterscheidet sich die Schandtat von Sonntagnacht durch nichts anderes, als dem damals ausgeführten Verbrechen auf die hiesige Synagoge, in der sogenannten Reichskristallnacht. Starker Tobak oder traurige Realität?

Die „Hiobsbotschaft“ über den Brandanschlag auf eine „Raesfelder Flüchtlingsunterkunft“ ist niederschmetternd. Dieser frevelhafte Anschlag ist für Raesfeld leider ein denkbar schlechter Start ins neue Jahr, der hoffentlich nicht mit einem verheerenden Image-Schaden für unsere Kommune einhergeht. Warten wir einmal ab, wie groß der politische Flurschaden wird? Der Bürgermeister, die Mitarbeiter der Verwaltung, die Politik vor Ort verdienen höchsten Respekt. Vor allem aber die ehrenamtlich engagierten Menschen in unserer Gemeinde haben diese Schmach nicht verdient. Fürchtet nicht die Flüchtlinge, sondern vielmehr die neuen Nazis. Geht denn das wieder los, dass man Nachts nicht mehr ruhig schlafen kann?

Reinhard G. Nießing

14 KOMMENTARE

  1. Selten so ein dummes gewäsch gelesen, sicher war das eine äusserst dumme Tat aber das in einem Zug mit den Ereignissen von damals zu benennen ist absoluter blödsinn.

    • Blödsinn ist lediglich ihre Ignoranz. Es ist der gleiche Rassismus, es sind die gleichen Faschisten und somit Verbrecher wie damals.

  2. Unter dem Aspekt der Gesinnung und der Niedertracht, unterscheidet sich die Schandtat von Sonntagnacht durch nichts anderes, als dem damals ausgeführten Verbrechen auf die hiesige Synagoge, in der sogenannten Reichskristallnacht. Ich kann das nur zu 100% unterstreichen !!!!

  3. So ein dämmliches Gutmensch gelaber hier, da wird so eine dumme tat, wo niemand zu schaden gekommen ist, mit einer beispiellosen Tötungsmaschinerie vom zweiten Weltkrieg verglichen. Armes Deutschland werdet Wach den hier hetzten nur die Linken

    • „Getroffene Hunde bellen“ bekanntlich am lautesten, Herr „Hulk Terbeck“. Wisch dir den Schaum vom Mund und komm aus deiner Rechten Ecke.

      • Tja dann sollte man doch mal überlegen wie ich Ihrer Meinung nach in diese Ecke gekommen bin, es scheint unmöglich zu sein dieses Anstrom von Migranten kritisch zu beäugen ohne in diese Ecke verfrachtet zu werden. Ich habe es kritisch gesehen das es vollkommen überzogen ist diese Tat mit den Naziverbrechen zu vergleichen, nur schaukelt sich dass dann so auf das jeder Kritiker gleich als Mittäter oder Nazi gestempelt wird.

  4. Ich hätte mir eine deutliche Stellungnahme von politischer Seite gewünscht, der Imageschaden für Raesfeld ist nicht wieder gutzumachen.

  5. Ein paar Punkte möchte ich zu Ihrer Stellungnahme loswerden.

    1. Bisher handelt es sich um Brandstiftung, erst wenn diese politisch motiviert ist, handelt es sich um einen Brandanschlag. Da der Brandstifter bisher nicht gefasst ist, kann über das Motiv nur spekuliert werden – auch wenn die Oberstaatsanwaltschaft in Münster von einem fremdenfeindlichen Motiv ausgeht. Dass es nicht immer so sein muss, wie es auf den ersten Blick scheint, zeigt dieses Beispiel:

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-01/wismar-die-linke-ueberfall-vorgetaeuscht

    Die sonst stets an den Tag gelegte Zurückhaltung bei der Vorverurteilung migrantischer Straftäter wäre auch in diesem Fall und gegenüber dem „hässlichen“ Deutschen angemessen.

    2. Die Parallele zur Reichskristallnacht, die hier gezogen werden soll, ist mehr als schief. Die offiziell inzwischen als Reichsprogromnacht bezeichneten Ereignisse und Gewaltmaßnahmen gegen Juden 1938 waren staatlich gelenkt und organisiert. Davon wollen Sie in diesem Fall doch wohl nicht ausgehen!? Die damalige Bevölkerung hat sich überwiegend weder an den Ausschreitungen beteiligt noch diese gutgeheißen. Sie haben geschwiegen – das ist wohl das typisch deutsche daran.

    3. „Fürchtet nicht die Flüchtlinge“? Diese Aussage ist nach den Ereignissen von Köln, Hamburg, Stuttgart und… und… und… nicht nachvollziehbar. Wer bereits vor Silvester seine Zweifel an der Darstellung von Flüchtlingskriminalität in den etablierten Medien und durch die Politik hatte, weiß, dass derlei Delikte keine Randerscheinung sind. Wer Ehemann und Vater von Töchtern ist, fürchtet sehr wohl, dass seine Frau oder Tochter Opfer von männlichen Migranten werden könnte. Dass davon täglich weiter hunderte oder tausende nach Deutschland kommen, trägt nicht gerade dazu bei, diese Sorge zu mindern.

    4. Ein Menetekel für die gescheiterte Flüchtlingspolitik? Ja, und genauso wie Köln ein Menetekel für die Zukunft, da bin ich relativ pessimistisch. Das alles wird massiv zunehmen – dank einer Politik des permanenten Rechtsbruchs, der den illegalen Grenzübertritt duldet oder gar fördert. Ein Staat, der seine Grenzen nicht schützen kann, seine Bürger und vor allem Bürgerinnen nicht schützen kann, der löst sich auf, spaltet die Gesellschaft, fördert Selbstjustiz. Und er wird zur Beute derjenigen, die sich durchsetzen können – junger, dynamischer, entschlossener Leute.

    5. Den Kommentatoren, deren politischer Horizont nur von links bis zur Mitte reicht, sei gesagt: rechts ist nicht gleich Nazi! Nach Ihrer Logik ist alles böse, was rechts ist – und alles was nicht links ist, ist nun mal rechts.

    6. Sollte der Brandstifter hier mitlesen, was mich nicht wundern würde, dann kann ich ihm nur sagen: Vielleicht fühlen Sie sich ohnmächtig angesichts der Zustände in unserem Land und Sie wollten ein Zeichen setzen. Das kann ich gut verstehen! Aber Sie haben den Kritikern der aktuellen Flüchtlingspolitik und allen darüber besorgten Bürgern einen Bärendienst erwiesen! Asylkritiker werden wegen Aktionen wie der Ihren samt und sonders als geistige Brandstifter diffamiert – und die besorgten Bürger trauen sich nicht weiter den Mund aufzumachen, weil sie Angst davor haben, mit den vermeintlichen Nazis in einen Topf geworfen und gesellschaftlich isoliert zu werden.

    Wer etwas tun will – und es wäre wahrlich an der Zeit – der sollte dies friedlich tun.

    Ein Prozent kann reichen – einfach mal googlen.

    • Na wunderbar, sehr geehrter „Waldgänger“ — wir sind im Dialog. Eine dezidierte Antwort auf Ihre Einwände haben Sie verdient, ich nehme mir die Zeit dafür. Schade, sehr schade finde ich allerdings, dass ein Mensch mit klarem analytischen Verstand und hohem intellektuellen Geistesvermögen, offensichtlich nicht aus „seinem Wald zurückfindet“ und nicht bereit ist, „seine Deckung“ zu verlassen. Wegen einer freien Meinungsäußerung wird heute doch niemand mehr gelyncht. Diese Zeiten sind ja Gott sei Dank vorbei — hoffentlich für alle Zeiten.

    • Sehr geehrter Herr oder Frau Waldgänger (interessanter Name),
      eine Anmerkung zu Ihrem Kommentar! In Punkt 2 gehen Sie auf den Reichsprogromnachtvergleich ein und schreiben, ich zitiere: „Die damalige Bevölkerung hat sich überwiegend weder an den Ausschreitungen beteiligt, noch diese gutgeheißen. Sie haben geschwiegen – das ist wohl das typisch deutsche daran.“ Zitat Ende! Ja genau das ist es doch!! Die beabsichtigte Mahnwache ist doch das beste Instrument, das zeigt: RAESFELD SCHWEIGT NICHT!!!!!!!!!!! Hätte die Bevölkerung 1938 auch nicht geschwiegen, wäre uns sicherlich einiges erspart geblieben. Sie werden jetzt entgegnen, das das damals fast unmöglich war. Mag richtig sein, aber umso mehr ist es JETZT möglich, nicht zu schweigen. Und deshalb ist es gut, eine Mahnwache abzuhalten, auch wenn man die Motive des Täters noch nicht wirklich kennt, aber: WEHRET DEN ANFÄNGEN!!

    • Sehr geehrter Herr Jüttner,

      Sie missinterpretierten meine Intention. Doch! Raesfeld schweigt, die Mehrheit der Deutschen schweigt! Was ich sagen wollte, ist, dass es typisch deutsch zu sein scheint, dass die Mehrheit schweigt, wenn die Machthabenden das Land in eine Katastrophe hinein regieren. Die zu fürchtende Katastrophe besteht heute aber NICHT in der Machtergreifung eines irgendwie faschistischen Regimes analog zu 1933. Sie besteht in dem durch die Politik forcierten Austausch der angestammten Bevölkerung! In wenigen Jahren wird die entscheidende Gruppe der 20 bis 35 jährigen ethnischen Deutschen hier aller Wahrscheinlichkeit nach in der Minderheit sein.

      http://www.theeuropean.de/adorjan-f-kovacs/10622-einwanderung-oder-zuflucht

      Abgesehen davon, dass ich das persönlich als historische und kulturelle Katastrophe empfinde, wird diese sich abzeichnende Entwicklung keine demographischen Probleme lösen, keine Rente sichern; und was sich manche vielleicht als multikulturelles Utopia ausmalen, wird jede Menge Verwerfungen mit sich bringen, vielleicht den (molekularen) Bürgerkrieg. DIESE Anfänge zeichnen sich bereits deutlich ab. Die Anfänge, denen Sie wehren wollen, sind in Wirklichkeit lange vorbei. Kommen Sie zurück aus den 20er und 30er Jahren des 19. Jahrhunderts ins Heute – der Brandanschlag von Raesfeld ist kein Anzeichen für die Rückkehr der NSDAP. Blicken Sie in die Zukunft und lesen Sie zum Beispiel Michel Houellebecqs „Unterwerfung“.

      http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Michel_Houellebecq_Unterwerfung/15170

      Sehr geehrte Herr RGN,

      ich hatte bereits vor einiger Zeit im Kommentarbereich dieser Seite zu einem Thema im selben Zusammenhang zu erklären versucht, warum ich hier nicht mit Klarnamen schreibe. Im wörtlichen Sinne wird natürlich niemand für seine freie Meinungsäußerung gelyncht, im übertragenen Sinne, im privaten wie beruflichen Umfeld eventuell schon. Hier ein bereits schon mal von mir wieder gegebenes Beispiel:

      http://www.schleckysilberstein.com/2015/08/nazis-bequem-von-zu-hause-aus-beim-arbeitgeber-melden/

      Vor diesem Hintergrund bleibe ich bei meinem Pseudonym und fasse meine Kommentare lieber im Sinne des „Waldgängers“ als ein an die Wand gepinseltes NEIN auf. Den Wald verlasse ich erst, wenn Aurora tagt und die Getreuen aufwachen.

      http://gutenberg.spiegel.de/buch/joseph-von-eichendorff-gedichte-4294/29

      • Sehr geehrter Herr/Frau Waldgänger,

        zu Punkt 2 Ihrer Stellungnahme möchte ich Sie darauf hinweisen dürfen, dass ich von „Gesinnung“ (Geisteshaltung, Werte, Moral) und von „Niedertracht“ (feiges, böses Handeln) geschrieben habe. Um Ihnen ein Beispiel dafür zu geben:

        Es ist völlig unerheblich und gänzlich jeder Relevanz, ob jemand „als Geiselnehmer“ seine Opfer mittels einer durchgeladenen „Kalaschnikow“, einem sogenannten „Sprengstoffgürtel“ oder mit der Spielzeugattrappe eines „38er-Smith-&-Wesson-Revolvers“ in Schach hält, um seine Ziele durchzusetzen. Im letzteren Fall spricht man doch auch nicht von einem „Dummenjungenstreich“, wenn die Sache danebengeht. Voraussetzungen für einen Brandanschlag — gleichwohl was das Abschlagsziel darstellt — sind unter andern ein hohes Maß an krimineller Energie. Dies zunächst einmal vorab. Schlafen Sie gut.

        Mit freundlichen Grüßen
        „RGN“

  6. Lieber Waldgänger. Ich wundere mich doch sehr, dass Sie „die Migranten“ und „den hässlichen Deutschen“ als so homogene Gruppen wahrnehmen. Es existieren keine stabilen Kulturen wie sie glauben machen wollen. Kulturen unterliegen einen steten Wandel und sind heute wie gestern und auch morgen u.a. auch von Migration geprägt. Zudem behaupten Sie ich als Vater habe sehr wohl Angst zu haben vor „männlichen Migranten“, die meine Tochter zum Opfer machen könnten. NEIN: Ich habe Angst meine Tochter kann Opfer von sexualisierter Gewalt werden. Definitv – aber nicht ‚migrierte‘ sexualisierte Gewalt besorgt mich sondern sexualisierte Gewalt als solches! Die Verknüpfung von Gewalt und Migration nicht zulässig, soll sie doch dem Leser suggerieren, das habe es „vorher“ bei ‚uns‘ nicht gegeben und sei durch Begrenzung von Migration zu vermeiden. Ich beschäftige mich intensiv mit Straftaten, auch von Migranten, und kann Sie beruhigen: Der Anteil immigrierter Täter ist äquivalent zu denen ‚lokaler‘ Herkunft. Bei den Migranten taucht als häufigste ‚Tat‘ die Beförderungserschleichung auf, sprich das Schwarzfahren. Wenn Sie übrigens Michel Houellebecq gelesen haben, dann wird Ihnen sicher aufgefallen sein, dass es sich um einen fiktiven Roman handelt.

    Wer sind übrigens diese „jungen, entschlossenen, dynamischen Leute“ zu deren Beute der Staat in Ihrer düsteren Vision eines offenen Landes wird? In Ihrer Ansprache an den Brandstifter von Raesfeld äußern Sie auch noch Verständnis für seine Wahrnehmung anstatt Ihm zuzurufen: Du bist ein Straftäter, der nach rechtstaatlichen, demokratischen Prinzipien verurteilt gehört! Ich bin entsetzt! Die Art von ‚besorgtem Bürger‘, die Sie (nach Ihren Zeilen zu urteilen) repräsentieren ekelt mich an und ich ärgere mich bereits jetzt über die Minuten, die ich damit verschwende auf Sie zu reagieren…

    • Lieber Gin Seng! Sie halten mich für zu naiv, während Sie Ihren Relativismus herunterbeten. Natürlich weiß ich, dass es Migration schon immer gegeben hat und immer geben wird. Ich weiß auch, dass Kulturen kein statisches Gebilde sind, die auf ewig Bestand haben. Jetzt und heute geht es aber um Massenmigration, die stattfindet und das Potential hat, unsere Kultur (Ja, ich spreche von „unserer“ Kultur) innerhalb – historisch gesehen – kürzester Zeit nachhaltig zu verändern. Ich sehe auch Migranten nicht als homogenen Block. Ich weiß aber, dass es mit Einwanderern aus muslimischen Kulturen mehr Probleme gibt als mit solchen aus bspw. ostasiatischen Kulturen. Das können Sie jetzt von mir aus alles relativieren und hinweg definieren, aber wenn dem nicht so wäre, bräuchten wir jetzt nicht über Köln und Silvester zu reden. Und wenn Sie jetzt meinen, man dürfe sexualisierte Gewalt und Migration nicht in Verbindung bringen, wie erklären Sie dann die Vorfälle in Köln, Hamburg, Stuttgart? Als Zufall oder Ausrutscher in der Statistik. Vielleicht schicken Sie Ihre Tochter mal durch bestimmte Stadtviertel… Selbstverständlich hat es sexualisierte Gewalt immer schon gegeben, auch von Deutschen – aber von „Rape Culture“ habe ich zumindest erst in diesem Zusammenhang gehört.

      Ich kann Ihnen übrigens ein weiteres fiktives Buch empfehlen: Jean Raspail, Das Heerlager der Heiligen. Man glaubt gar nicht, wie schnell düstere Visionen Realität werden können. Auch jemand wie Sie kommt darin vor…

      Die Art, wie Sie besorgte Bürger in Anführungszeichen setzen, ekelt mich wiederum an! Suggeriert es doch, man dürfe seine Sorgen und Vorbehalte nur in dem von Ihresgleichen abgesteckten Terrain äußern. Sie wollen bestimmen, was zulässig ist im Diskurs, alles andere ist dann Rassismus. Und letztlich könne man ohnehin nichts machen, es sei ja immer schon so gewesen, Kulturen kommen, Kulturen gehen, so what?

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