Den Feuerwehrleuten bot sich bei ihrer Ankunft ein schwieriges Szenario – Drei Personen mussten gerettet und versorgt werden

Zu einem Übungseinsatz am Samstagabend unter dem Stichwort „Ladeunfall mit Gefahrstoffen“ rückte der Löschzug Erle gemeinsam mit der Feuerwehr Altschermbeck aus. Ziel der Übung war das landwirtschaftliche Betriebsgelände von Georg Borchers in der Erler Heide.

Schwieriges Szenario

Laute Hilferufe hallten vom Gelände herüber.   Drei verletzte Personen mussten gerettet und versorgt werden. Den Feuerwehrleuten bot sich bei ihrer Ankunft ein schwieriges Szenario mussten gerettet und versorgt werden.

Den Feuerwehrleuten bot sich bei ihrer Ankunft ein schwieriges Szenario: Zwei umgekippte Fässer mit ätzender Flüssigkeit und Rauchentwicklung sowie drei Personen mit starken Verätzungen und offensichtlichen Frakturen.

Unbekannte Flüssigkeiten

Ein Einsatz, der sowohl für die Feuerwehr als auch für die Helfer des DRK Raesfeld eine schwierige Aufgabe darstellte. Besonders wegen der ausgelaufenen und unbekannten Flüssigkeiten, so erklärte es der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jörg Wachtmeister, sei es wichtig, dass seine Männer die notwendigen Abläufe korrekt einhalten. Das fing beim vorgeschriebenen 50-Meter-Abstand zum Gefahrengut an und ging bis zur anschließenden Dekontamination der Einsatzkleidung.

Einsazbesprechung: Marco Colp und Jörg Wachtmeister

Jugendrotkreuz beteiligt

Das Jugendrotkreuz Raesfeld unter der Leitung von Michael Weddeling baute während der Rettungsaktion ein Behandlungszelt für die verletzten Personen auf. „Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei um schwerwiegende Verletzungen handelt“, so Weddeling.

Oberbrandmeister Klaus Lütten musste dafür Sorge tragen, dass seine 20 Mann starke Truppe nicht nur die verletzten Personen – dargestellt von Pauline Wojtalla, Lisa Rößmann und Chiara Marcussen vom Jugendrotkreuz – rettete, sondern auch ein sogenanntes Notdekon-Becken zur Dekontamination aufbaut.

Für die täuschend echte Darstellung der Wunden bei den Mädchen wurde mächtig viel Schminke benutzt, die im Vorfeld Anne Brings und Christina Nagel aufgetragen hatten. Für große Verblüffung bei den Ersthelfern sorgten auch Sprachschwierigkeiten bei einer der vermeintlich Verletzten bei der Erstbefragung. „Auch mit so einem Fall müssen wir jederzeit rechnen, denn nicht jede verletzte Person spricht deutsch“, erklärte Jörg Wachtmeister. Gut zwei Stunden dauerte der Übungseinsatz, bis die Feuerwehr ihre Schläuche wieder einrollte.

Beobachter und Hausherr Georg Borchers, der sein Gelände für die Übung zur Verfügung gestellt hatte, war beeindruckt von der Übung: „Ich finde es hervorragend, aber nicht selbstverständlich, dass die freiwillige Feuerwehr und das DRK für so einen Übungseinsatz an einem Samstagabend ausrückt, um in einem Ernstfall fit zu sein. Dafür kann ich mich nur bedanken“.

von: Petra Bosse

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