Sie sind eigentlich die stillen Helden unserer Tage. Menschen, die immer wieder einen Teil ihres Lebens geben, um anderen zu helfen. Beim DRK Raesfeld standen am Freitagabend genau diese Blutspender im Mittelpunkt, allen voran jene, die seit vielen Jahren regelmäßig spenden.
Einer von ihnen ist Werner Schneider, der es tatsächlich geschafft hat: 200 Blutspenden. Dieses seltene Jubiläum rückte im Haus der Vereine in Raesfeld gemeinsam mit vielen weiteren langjährigen Spenderinnen und Spendern in den Fokus, alle waren für ihr anhaltendes Engagement eingeladen.

Ein außergewöhnliches Jubiläum
Werner Schneider stand an diesem Abend besonders im Fokus. Mit seinen 200 Spenden setzt er im DRK Ortsverein Raesfeld eine Marke, die bisher niemand erreicht hat. „So etwas haben wir hier noch nie gehabt“, sagte Michael Weddeling, Vorsitzender des DRK Raesfeld. Er begrüßte die Anwesenden und machte deutlich, wie bedeutsam jede einzelne Spende sei. „Ihr seid Lebensretter“, betonte er.

Weddeling erinnerte daran, dass Blut weiterhin nicht künstlich herzustellen sei. Viele wüssten zudem nicht, wofür die meisten Konserven am Ende verwendet würden. Der größte Teil gehe an Krebspatientinnen und Patienten (19 %) , gefolgt von Herz (16 %) sowie Magen und Darmerkrankungen (16 %). Danach kämen Unfallverletzungen (12 %).
Viele Jahre Engagement
Neben dem 200er Jubiläum gab es zahlreiche weitere Auszeichnungen. Für 150 Spenden wurde Hans Dieter Strothmann geehrt. Ewald Tempelmann und Bernhard Nagel erhielten ihre Urkunden für 125 Spenden. Für 100 Spenden wurden Bernhard Beckmann, Alfons Föcker, Wilfried Theis, Mark Lammers, Markus Marpert und Heribert Triptrap ausgezeichnet.

Insgesamt stellte das DRK an diesem Abend 40 Ehrungen aus dem Jahr 2024 aus. Weddeling fasste die Gesamtleistung in einem anschaulichen Vergleich zusammen: „Sage und schreibe 1250 Liter Blut oder 157 Kisten Bier haben alle zusammen gespendet.“

Warum Blutspenden zählt
Zwischendurch richtete Weddeling den Blick auf das, was hinter den Zahlen steht. „Sie haben Blut gespendet und das nicht nur einmal, sondern immer wieder“, sagte er. Für viele Menschen sei das überlebenswichtig. Blutspenden betrachtete er als „Akt der Solidarität, der Hilfsbereitschaft und des Gemeinsinns“. Diese Eigenschaften seien im Alltag nicht mehr selbstverständlich.

Er sprach auch über Unterschiede zwischen Stadt und Land. Während in großen Städten oft nur ein bis zwei Prozent der spendefähigen Bevölkerung zum Blutspenden gingen, lägen die Quoten im Kreis Borken deutlich höher, bei rund elf Prozent.
Ein Abend für Begegnungen
Nach dem offiziellen Teil blieb Zeit für Gespräche. Die Geehrten nahmen Snacks, informierten sich über die Arbeit des DRK Raesfeld und ließen den Abend mit Getränken ausklingen.

Sie haben ein Stück Ihres Lebens vergeben.Ohne Menschen wie Sie könnten wir viele Leben nicht retten.
Michael Weddeling
Weitere Auszeichnungen für langjährige Blutspender
25 Blutspenden:
- Gudel Frank
- Vorholt Janine
- Hadder Michael
- Höing Nils
- Beckmann Klaus
- Meiners Hendrik
- Schwarz Rita
- Thies Markus
- Baumeister Lisa
- Olbing Volker
- Brinkmann Mareike
- Gerdes Petra
- Nagel Lukas
- Demmer Thomas

50 Blutspenden:
- Telling Karin
- Bleker Kerstin
- Möller Jutta
- Welsing Peter
- Hüging Frank
- Dirks Heike
- Hüsken Anne
- Neuhaus Markus
- Ronau Wolfgang
- Witte Andreas





























