Andreas Höing aus Raesfeld hat am Montag, 20. Juli 2026, die Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Er hatte einen bewusstlosen Freund aufgefangen, der kopfüber von einem Hausdach stürzte.
Bewusstlos vom Hausdach gestürzt
Der Vorfall ereignete sich laut Staatskanzlei am 29. Mai 2023. Andreas Höing und seine Ehefrau hätten an diesem Tag Besuch von einem Freund bekommen. Dieser habe dabei helfen wollen, eine Satellitenschüssel auf dem Hausdach zu befestigen.
Über eine Leiter sei der Mann auf das Dach gestiegen. Als er den Antennenmast erreicht habe, sei ihm schlecht geworden. Er habe das Bewusstsein verloren, sei nach hinten gekippt und mit dem Kopf voran das Dach hinuntergerutscht. Dabei sei sein Kopf gegen die Dachrinne geprallt. Anschließend sei er kopfüber vom Dach gestürzt.

Andreas Höing fängt seinen Freund auf
Andreas Höing sei nach vorne gesprungen und habe seinen bewusstlosen Freund noch vor dem Aufprall auf dem Boden aufgefangen. Beide seien rückwärts zu Boden gefallen. Höing habe sich mit dem Mann im Arm noch abrollen können. Seine Ehefrau habe sofort den Rettungsdienst verständigt.
Der Verunglückte habe eine stark blutende Wunde am Hinterkopf erlitten und sei zunächst bewusstlos geblieben. Nach einiger Zeit sei er wieder zu sich gekommen und habe über Schmerzen im Nacken und im Rippenbereich geklagt. Der Rettungsdienst habe ihn notärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Staatskanzlei sei der Mann wieder vollständig genesen.
Ohne das schnelle und beherzte Handeln von Andreas Höing hätten die Verletzungen lebensbedrohlich oder sogar tödlich sein können, hieß es in der Laudatio.

Auszeichnung in Düsseldorf überreicht
Ministerpräsident Hendrik Wüst zeichnete Andreas Höing und 24 weitere Personen am Montagabend während einer Feierstunde im Maxhaus in Düsseldorf aus. Sie hätten unter Einsatz ihres eigenen Lebens andere Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet. Zusätzlich sprach das Land sechs Öffentliche Belobigungen aus.
„Das entschlossene Handeln Einzelner kann Leben retten. Genau das haben die Menschen, die mit der Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet werden, eindrucksvoll bewiesen“, erklärte Wüst.

Die Geehrten hätten hingesehen, Verantwortung übernommen und Mut bewiesen. Ihr Einsatz stehe beispielhaft für Mitmenschlichkeit und Zivilcourage, so der Ministerpräsident weiter.
Die Rettungsmedaille wird seit 1951 auf Grundlage des Gesetzes über die staatliche Anerkennung für Rettungstaten des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Einschließlich der aktuellen Verleihung wurden nach Angaben der Landesregierung bislang 1.435 Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet.



























