Im Kreis Borken steigen seit mehreren Jahren sowohl die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen als auch die daraus resultierenden Bußgeldeinnahmen deutlich an. Der Kreis rechnet für 2025 mit rund 120.000 Verfahren.
Der Fachbereich Verkehr des Kreises stellte fest, dass sich die Zahl der Verfahren seit 2021 fast verfünffacht hat. Gleichzeitig nehmen auch die Einnahmen aus Bußgeldern stetig zu.
Entwicklung der Geschwindigkeitsüberschreitungen
Die Zahl der festgestellten Geschwindigkeitsverstöße ist im Kreis Borken in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2021 leitete der Fachbereich Verkehr rund 23.100 Verfahren ein, 2022 bereits über 46.200. Im Jahr 2023 verdoppelte sich die Zahl erneut auf etwa 98.000, 2024 erreichte sie mit 114.700 den bisherigen Höchstwert.
Für 2025 rechnet der Kreis mit rund 120.000 Verfahren. Grund für den deutlichen Anstieg sei vermutlich eine intensivere Verkehrsüberwachung.
Während die Zahl der vom Kreis bearbeiteten Verfahren also deutlich zulegte, sank die Zahl der aufgrund polizeilicher Messungen eingeleiteten Bußgeldverfahren von 14.900 im Jahr 2021 auf 9.500 im Jahr 2024. Für 2025 geht der Kreis von etwa 10.000 solcher Verfahren aus.
Entwicklung der Bußgeldeinnahmen
Parallel zur Zunahme der Verstöße steigen auch die Bußgeldeinnahmen. 2021 nahm der Kreis 2,61 Millionen Euro ein, 2022 waren es 2,76 Millionen Euro. 2023 verdoppelte sich die Summe auf 5,96 Millionen Euro, 2024 kletterte sie auf 7,40 Millionen Euro. Für 2025 erwartet die Verwaltung Einnahmen von rund 8,10 Millionen Euro.
Der Kreis führt den Anstieg vor allem auf neue Messanlagen und geänderte Tempolimits zurück. Zwei semistationäre Messanlagen sowie die Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit von 70 auf 50 km/h an den Messstellen B 67 / Maria Veen (seit Frühjahr 2023) und B 70 / Bleekenweg / Raesfelder Straße (seit Frühjahr 2024) sorgten für deutlich mehr Verstöße.



























