Coronakrise – Erbsensuppe auf Rädern gegen Spende

Es war zwar keine Erbsensuppe, sondern eine deftige Kartoffelsuppe, dennoch hatten rund 300 Raesfelder ihre Töpfe vor die Tür gestellt

RAESFELD. Unermüdlich rollten die Fahrzeuge von André Wachtmeister am Samstagvormittag ab zehn Uhr von Tür zu Tür durch die Gemeinde und lieferten die vorab bestellte Erbsensuppe gegen Spende.

suppe gegen Spende in Raesfeld

Zum ersten Mal bot der Partyservice in Zeiten der Coronakrise diesen besonderen Dienst an. Gleich mehrere mobile Gulaschkanonen versorgten rund 300 Haushalte in Raesfeld, Erle und Homer.

Etwas für die Gemeinschaft tun

Anklingeln, leeren Topf abholen und vollen Topf wieder vor die Tür stellen. Wer wollte, konnte eine freiwillige Spende geben. „Einige Leute sind noch etwas unsicher, was das Bereithalten der Töpfe anbelangt, aber ansonsten läuft es echt gut und wir freuen uns, für die Gemeinschaft da sein zu können“, sagt Mitarbeiterin Natalie Labod.

suppe gegen Spende in Raesfeld
Natalie Labod und Elia Stadtler

Große Freude über das deftig angelieferte Mittagessen hatte Heinrich Droste. Der 86-jährige findet diesen Service sehr gut. „Meine Frau ist krank und ich muss täglich kochen. Jetzt soll ich zuhause bleiben. Der Service ist eine richtige Erleichterung für mich“.

Heinrich Droste 85 Jahre freut sich
Heinrich Droste, 85 Jahre, freut sich über die Suppe

Unterstützung für Wachtmeister

Im Außenbereich und in Homer unterwegs war die Vorsitzende des Ortsmarketings Diana Brömmel. Einen Topf Suppe bekam auch Gerda Wobbe. „Diese Aktion finde sehr gut, auch deshalb schon, weil wir, damit die Firma Wachtmeister in diesen schweren Zeiten unterstützen möchten“.

Diana Brömmel Vors. OMR lieferte gleich noch den Blumensamen mit der Suppe
Diana Brömmel, Vors. Ortsmarketing, und Georg Droste verteilten nicht nur Suppe, sondern auch Blumensamen

Nächste Woche gehe es weiter so Diana Brömmel. Auch sie kann nur bestätigen, dass die Leute diese Aktion sehr gut angenommen haben. „Ich bin total begeistert, wie toll die Leute alle gespendet haben“. Darüber hinaus verteilte Brömmel noch Blumensamentüten, die eigentlich für die Aktion saubere Landschaft vorgesehen waren.

Eine kurzfristige Entscheidung des Ortsmarketings sei das gewesen, so Brömmel. „Damit wir im Sommer schöne, bunte Gärten haben und gleichzeitig auch was für unsere Bienen damit tun, können sich alle Bürger, die noch Blumensamen möchten, bei mir melden“. Sie werde sich dann nächste Woche auf ihr Fahrrad schwingen und die Tüten in Raesfeld abgeben.

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