Achtung – Rauchmelder werden nicht überprüft

Feuerwehr überprüft keine Rauchmelder in der Gemeinde

In Raesfeld geht aktuell eine Warnung auf WhatsApp rum, die vor einer neuen Betrugsmethode warnt.

RAESFELD. Laut Meldung seien derzeit Betrüger unterwegs, die sich im Namen der Feuerwehr oder Polizei versuchen Zugang in Wohnungen verschaffen, um alte Rauchmelder zu überprüfen.

Auf Anfrage bei den Leitern der Feuerwehr Raesfeld André Szczesny und Jörg Wachtmeister, konnte bestätigt werden, dass es sich hierbei auf gar keinen Fall um Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld handelt.

Diese machen, so Szczesny und Wachtmeister derzeit keine Überprüfungen auf Brandmelder in den Wohnungen.

Telekommitarbeiter

Gleiche Methode, allerdings unter den Namen von Telekommitarbeitern, macht derzeit in Dorsten die Runde. So auch in Holsterhausen, wie mir gestern von Anwohnern bestätigt wurden, sind dort Gruppen „sehr ordentlich gekleidet mit weißen Hemd und Anzug“ unterwegs, welche angeblich die Telefonleitungen und Anschlüsse kontrollieren möchten. Auch in diesem Falle handelt es sich um betrügerische Banden, die als Telekommitarbeiter Hausbewohner täuschen.

Laut Polizeibericht vom 17. Oktober hat sich auf diese Weise ein angeblicher Telekommitarbeiter in Haltern unter dem Vorwand, er müsse die Internetleitung kontrollieren, bei einer Seniorin Zugang verschafft und diese um ihr Bargeld und Schmuck gebracht.
Da die Seniorin zufällig Internetprobleme hatte, ließ sie den Mann in ihre Wohnung.

Kurze Zeit später bemerkte sie einen weiteren Mann in ihrer Wohnung, der sich ebenfalls als Telekommitarbeiter ausgab. Einer führte dann auch Messungen mit einem Handgerät in der Wohnung durch. Diese Situation nutzte der andere, um Schmuck und Bargeld zu stehlen.

Erst nachdem Beide die Wohnung verlassen hatten, bemerkte die Seniorin den Diebstahl. Der erste Täter wird als 40 bis 50 Jahre alt und 1,85 bis 1,90 Meter groß beschrieben. Er war schlank und hatte dunkle kurze Haare. Er trug eine dunkle Hose und ein weißes Hemd. Der zweite Täter war ebenfalls 40 bis 50 Jahre alt und 1,80 bis 1,85 Meter groß. Er hatte dunkelblonde Haare und trug einen Anzug. Er wies sich mit einem angeblichen Telekom-Ausweis aus.

Polizei warnt

Mit diesem Vorfall warnt die Polizei vor Trickdieben, die sich als Mitarbeiter von Versorgern, Telekommunikationsunternehmen oder öffentlichen Stellen vorstellen und um Zutritt zu Wohnungen und Häusern bitten. Grundsätzlich werden solche Besuche vorher schriftlich angekündigt und jeder Mitarbeiter muss sich mit einem „gültigen“ Mitarbeiterausweis ausweisen. „Wenn Sie alleine Zuhause sind, lassen Sie in solchen Fällen niemals Personen in Ihre Wohnung. Ziehen Sie Verwandte oder Nachbarn hinzu und nutzen Sie Sperrriegel oder Sperrketten. Vergewissern Sie sich vorher immer bei den entsprechenden Unternehmen oder Stellen, ob entsprechende Überprüfungen bei Ihnen durchgeführt werden sollen.“