Zweijähriger männlicher Wolf in Reken genetisch identifiziert

Im Kreis Borken liegt ein aktueller neuer Wolfsnachweis vor. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat den Wolfsnachweise im Kreis Borken bestätigt.

Der Rekener Wolf mit der Kennung GW2347m gilt nach sechs Monaten Aufenthalt im selben Gebiet nun als als territorial.

Bereits im Mai wurde mehrmals auf dem Gebiet der Gemeinde Reken ein Wolf gesichtet.

Ein männlicher Wolf mit der Kennung GW2347m, der am 05. Juni 2021 in Haltern am See (Kreis Recklinghausen) erstmals durch eine Losung identifiziert wurde, konnte am 12. und 13. Mai 2022 erneut durch Losungsfunde in Waldgebieten bei Reken (Kreis Borken) genetisch nachgewiesen werden.

Jahrgang 2020

Der Wolf stammt aus dem Rudel Werlte in Niedersachsen und wurde wahrscheinlich im Jahr 2020 geboren.
Nach den bundeseinheitlichen Monitoringstandards gilt GW2347m jetzt als territorial, weil er länger als sechs Monate im selben Gebiet individuell nachgewiesen wurde.

Wolfsterritorien haben in Deutschland eine Größe von durchschnittlich ungefähr 200 km2. Nach aktuellem Kenntnisstand bewegt sich GW2347m vorwiegend in den Wäldern der Hohen Mark nördlich der Lippe zwischen Reken und Haltern am See.

Nun könnte es sein, dass Reken als Wolfsgebiet eingestuft wird. Dies könnte für Weidetierhalter bedeuten, dass sie Fördergelder für Herdenschutzzäune beantragen könnten. Mittlerweile gibt es in NRW vier Wolfsgebiete, unter anderem gehört Schermbeck dazu.

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