Mehrere Meldungen über Sichtungen eines Wolfes in Reken

Reken. Wie das LANUV heute informiert mitteilt, wurde möglicherweise auf dem Gebiet der Gemeinde Reken ein Wolf gesichtet.

Mehrere Meldungen darüber haben die örtliche Gemeindeverwaltung und den Kreis Borken erreicht. Die Informationen wurden an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) weitergeleitet.

Diese Meldungen werden nun dort geprüft und verifiziert. Die Gemeinde Reken und der Kreis Borken stehen im Austausch mit dem LANUV, auch die örtliche Jägerschaft sei involviert, heißt es.

Wolf in Reken gesichtet
Bei dem in Reken gesichteten Wolf soll es sich laut ANUV um einen Jungwolf handeln Foto: privat

Jungwolf

Möglicherweise handelt es sich laut Mitteilung bei dem gesichteten Tier um einen Jungwolf, der bereits am Samstag auf den Wiesen hinter dem Tennisplatz in Groß Reken gesichtet und wurde und für Diskussionen auf Facebook sorgte.

Jungwölfe verlassen bis spätestens zum Ende des zweiten Lebensjahres das elterliche Rudel und begeben sich auf die Suche nach einem freien Territorium und einem Partner. Dabei wandern sie teilweise mehrere hundert Kilometer weit.

Bei Hinweisen zum Wolf (Sichtung, Foto o. ä.) ist direkt das LANUV zu kontaktieren – entweder per Mail an [email protected] oder telefonisch unter 02361/305-0 (werktags) sowie unter Tel.: 0201/714488 (Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV; außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende).

Nach den bundeseinheitlichen Kriterien für das Monitoring von Wölfen in Deutschland werden Beobachtungen ohne Bildbeleg oder mit unvollständigen Angaben zu Ort und Zeitpunkt allerdings als unbestätigte Hinweise erfasst. Das zugrundeliegende Bildmaterial muss in der Qualität (Schärfe, Beleuchtung, Auflösung, Perspektive usw.) so gut sein, dass eine Unterscheidung zwischen Wölfen und wolfsähnlichen Hunden zuverlässig möglich ist.

Folgende Empfehlungen gibt das LANUV für den Fall einer Begegnung mit einem Wolf:
„Auch in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Sie einen Wolf zu Gesicht bekommen. Wölfe meiden die Nähe des Menschen. Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen kann es aber vorkommen, dass die Neugier stärker ist als die Furcht. Wenn Sie einem Wolf begegnen, sollten Sie sich auf diese Weise verhalten:

  • Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!
  • Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurückzieht.
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurückziehen.
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht (laut ansprechen, in die Hände klatschen, mit den Armen winken).“
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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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