StartGeschäftsweltZukunft gesichert? Das plant Investor Brun für Lieb & Wert in Raesfeld

Zukunft gesichert? Das plant Investor Brun für Lieb & Wert in Raesfeld

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Wie geht es weiter mit dem Hotel Lieb & Wert in Raesfeld? Die Insolvenz des bisherigen Betreibers André Wachtmeister ist nun offiziell. Damit beginnt für Investor Tobias Brun eine neue Phase: Er kann nun mit Gesprächen über die künftige Betreiberstruktur starten.

Gespräche über die Zukunft des Hotels Lieb & Wert laufen bereits. Für Brun steht fest: Der Standort am Schloss ist einer der besten in Raesfeld und hat bewiesen, dass er funktioniert. Trotz der Insolvenz zeigt er sich überzeugt, dass das Haus zukunftsträchtig bleibt.

Investor Tobias Brun-Hotel-Lieb und Wert-Raesfeld
Trotz der Insolvenz zieht Investor Tobias Brun eine wirtschaftliche, positive Bilanz für das Hotel Lieb & Wert an diesem Standort in Raesfeld. Foto: Petra Bosse (Archiv)

Ein ambitionierter Plan

Als Investor Tobias Brun Anfang 2021 das Landhaus Keller übernahm, verfolgte er ein klares Ziel: Aus dem ehemaligen Landhaus Keller sollte ein modernes Komfort-Hotel entstehen. Heute, trotz der Insolvenz des bisherigen Betreibers „Lieb & Wert“ von André Wachtmeister, zeigt sich Brun überzeugt, dass dieses Ziel erreicht wurde, und dass der Standort direkt am Schloss langfristig Bestand hat.

Schwierige Zeiten

Für rund 1,1 Millionen Euro hatte die Gemeinde Raesfeld im September 2020 das Landhaus Keller ersteigert und wenig später an Brun verkauft. Mitten in der Corona-Zeit eröffnete Caterer André Wachtmeister im Januar 2021 zunächst eine Pop-up-Gastronomie, bevor er als Betreiber des Hotels „Lieb & Wert“ einstieg.

„André hat in einer extrem schwierigen Zeit angefangen“, sagt Brun. „Die Pandemie hat ihn stark getroffen. Er hat trotzdem weitergemacht, obwohl die Umsätze sehr gering waren und die Kosten hoch blieben.“

Hotelstandort in Raesfeld mit Potenzial

Trotz der Insolvenz sei die wirtschaftliche Bilanz positiv. „Die Umsätze im Hotel waren immer sehr gut, die Belegung hat die Ziele der DEHOGA sogar übertroffen. Auch das Restaurant wurde regional und überregional gut angenommen“, betont Brun. „Für mich steht fest: Der Standort funktioniert.“

An Wochenenden habe die Auslastung nahezu 100 Prozent betragen, auch unter der Woche sei die Nachfrage durch Geschäftsreisende, Hochzeiten und Firmenveranstaltungen hoch gewesen. „Wir haben hier kein Strukturproblem. Kegelbahn, Restaurant und Übernachtungen, das hat alles funktioniert.“

Der Weg nach vorn

Jetzt, nach der Insolvenz, will sich Brun um einen neuen Betreiber kümmern. „Wir haben derzeit eine Zwischenlösung mit einer neuen Gesellschafterstruktur. Langfristig muss ich mich um ein neues Betreiberkonzept kümmern.“

Gespräche mit potenziellen Partnern laufen bereits. Das Hotel bleibe weiterhin geöffnet, das Inventar unverändert bestehen. „Nur das Restaurant bleibt vorerst geschlossen, bis die neue Struktur steht“, so Brun.

Zukunft als Komfort-Hotel

Das Haus bietet heute bereits das, was Tobias Brun seinerzeit geplant hatte: ein Komfort-Hotel im mittleren Preissegment mit 21 Doppelzimmer, drei Einzelzimmer, Saalbetrieb, zwei Kegelbahnen, Wellnessbereich, Außenterrasse und Spielplatz.

„Dieses Haus hat bereits bewiesen, dass es an diesem Standort funktioniert“, betont Brun. „Darum bin ich sehr optimistisch. Raesfeld hat hier ein einmaliges Angebot, das auch in Zukunft Bestand haben wird.“

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