Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Juli gestiegen Jobcenter im Kreis Borken zählt aktuell 5.068 Männer und Frauen, die eine Stelle suchen
Kreis Borken (pd). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken ist im Juli leicht gestiegen. Das Jobcenter im Kreis Borken weist für den Monat Juli 2012 insgesamt 5.068 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat Juni wuchs die Zahl der Langzeitarbeitslosen damit um 40 Personen, gegenüber dem Vorjahresmonat sank sie um 10 Personen. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt im Kreisgebiet weiterhin bei 2,5 Prozent.
Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Juli hingegen leicht gesunken und liegt derzeit bei 10.877 Personen (-40). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und weiterer nicht erwerbsfähiger Angehöriger haben im Juli 16.138 Personen (-15) in 7.875 Bedarfsgemeinschaften (-33) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.
„Der Anstieg der Zahl der Arbeitslosen im Juli kommt nicht überraschend und bedeutet nicht gleich das Ende der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. Bereits im Vorjahr waren die Zahlen im Juli leicht angestiegen, obwohl in den übrigen Monaten stets ein Rückgang zu vermelden war. „In der Urlaubs- und Ferienzeit stellen Firmen deutlich weniger Mitarbeiter ein. Sie warten zunächst die Werksferien ab und schließen neue Arbeitsverträge in der Regel erst ab September“, so Dr. Hörster. Zudem beenden im Frühsommer viele Jugendliche ihre Ausbildung. Manche werden nicht übernommen und melden sich zunächst arbeitslos. Viele können dann aber recht schnell aufgrund der guten Qualifikation in Arbeit vermittelt werden.
In den Städten und Gemeinden des Kreises zeigen sich entsprechend zu den kreisweiten Zahlen nur geringe Veränderungen gegenüber dem Vormonat. In Ahaus und Borken gab es mit +26 (Ahaus) bzw. +23 (Borken) Personen den stärksten Anstieg, gefolgt von Stadtlohn mit +15 Personen. In Gronau (-12) und Rhede (-11) gab es hingegen einen leichten Rückgang.
Gegenüber Juli 2011 zählt das Jobcenter im Kreis Borken 10 langzeitarbeitslose Personen mehr. Hier gab es in Bocholt mit -57 Personen absolut den stärksten Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat gefolgt von Isselburg mit -29 Personen und Rhede mit -24 Personen. Gronau (+63) sowie Ahaus (+48) und Borken (+47) haben im Jahresvergleich den deutlichsten Zugang zu verzeichnen.
Die Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.
Für das Kreisgebiet liegt diese Quote bei 2,1 Prozent. Die höchste Belastung weist die Stadt Gronau mit 3,3 Prozent aus, gefolgt von Bocholt mit 3,0 Prozent. Die kleineren Gemeinden Heek, Legden, Raesfeld, Schöppingen und Südlohn haben mit unter 1 Prozent die niedrigsten Quoten.



























