gute alte Hamburgerzeit - Erinnerung eines Griechen
Gute alte Hamburger  Zeit – Erinnerung eines Griechen

Urlaub ist was Schönes, schön aber auch, wenn man die Gelegenheiten hat, mit dem Auto fernab von den großen Touristencentren die Insel zu erleben, und so kam ich auch nach Tzermiado, dem Hauptort in der Lassithi-Hochebene, einem Dorf etwa vergleichbar mit Homer bei Raesfeld.

Naja, mal ein bisschen schauen und bummeln war eigentlich nur mein Gedanke, bis ich dann aber einen gewissen Herrn Russetos traf und an ihm natürlich nicht vorbei kam. „Schauen kostet nix“, lautete sein touristenwirksamer Slogan.

Dorfleben - drei Männer und eine Frau
Dorfleben – drei Männer und eine Frau

Er betreibt mit seiner Frau unter anderem einen bunten Textilienladen und den musste er mir „unbedingt“ zeigen. Griechische Tischdecken, natürlich, wie bei vielen Dingen in den Geschäften, alle unikat und selbstgemacht. „Ich will nichts kaufen“, war mein unzureichender Versuch von Wiederstand und auch hier hatte der Händler die passende „Gegenstrategie“, in dem er auf seine Hamburger Zeit in Deutschland vor vielen Jahrzehnten verwies. Na klar, da hatte er mich wieder eingefangen. Also rein in den Laden „schauen kostet ja angeblich nix“.Tzermiado (10)

Dann kam der deutsche Bildband zum Vorschein, welcher ihn auf einem Foto in einem Hamburger Fischrestaurant zeigte. Dort hatte er wohl gearbeitet.

Wieder zehn Minuten später habe ich natürlich doch etwas gekauft und war nicht nur um 25 Euro ärmer, sondern auch um ein schönes Foto, sondern auch um die Gewissheit reicher „ich bin so glücklich, dass du hier warst“.

Wer auf so sympathische Art dazu gebracht wird, einen Beitrag zur griechischen Krisenbewältigung geleistet zu haben, darf sich dann ja auch ein bisschen freuen. Der ein wenig deutsch sprechende Russetos war „glücklich“ und ich um ein griechisches Verkaufsgespräch bereichert!

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