Wanderausstellung „Impression Depression“ zu Gast im kult Westmünsterland in Vreden Virtual-Reality-Projekt der „Robert-Enke-Stiftung“ macht Depression erfahrbar
Kreis Borken/Vreden (pd). Es gibt mehr als vier Millionen Betroffenen in Deutschland – damit handelt es sich bei Depression um eine Volkskrankheit. Allerdings gilt für viele das Thema noch immer als Tabu. Die Wanderausstellung „IMPRESSION DEPRESSION – eine Virtual-Reality-Erfahrung“ (VR) der „Robert-Enke-Stiftung“ will daher zu einem offeneren Umgang mit dieser Krankheit beitragen.
Nach Suizid ihres Mannes Enke brachte seine Frau Enke eine Stiftung ins Leben
Am Freitag und Samstag, 14. und 15. Januar 2022, macht sie Station im kult Westmünsterland in Vreden. Der ehemalige Nationaltorwart Robert Enke hatte 2009 nach langer schwerer Depression seinem Leben durch Suizid ein Ende gesetzt. Seine Ehefrau Theresa Enke hat daraufhin eine Stiftung ins Leben gerufen, die den Namen ihres Mannes trägt und sich zum Ziel gesetzt hat, über das Krankheitsbild Depression zu informieren und präventiv tätig zu werden.
In der im kult gezeigten Ausstellung werden einzelne Facetten der Gedanken- und Erlebenswelt des ehemaligen Nationaltorwarts Robert Enke mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille, Kopfhörern und Bleiweste dargestellt. Die Besucherinnen und Besucher können dadurch krankheitstypische Symptome wie Antriebslosigkeit, Grübeln oder Ausweglosigkeit in einer Selbsterfahrung realitätsnah miterleben.
Nichtbetroffene sensibilisieren
„Durch unsere Kooperation mit dem kult bei diesem Angebot verfolgen wir das Ziel, mehr Verständnis für depressiv erkrankte Menschen zu wecken, indem Nichtbetroffene sensibilisiert werden“, erklärt Reinhild Wantia, Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreises Borken. Vormals oder akut depressiv Erkrankte sollen nicht an der VR-Erfahrung teilnehmen. Das Projekt wird durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Robert-Enke-Stiftung“ durchgeführt und vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Borken begleitet.
Sensibilisierung von Depressionen ist gerade in der Coronazeit wichtig
Die bundesweit bekannte Wanderausstellung ist Teil des Begleitprogramms der aktuellen Sonderausstellung „Krisensicher“, die noch bis Ende März 2022 im kult in Vreden zu sehen ist. „Wir freuen uns, dass die ‚Robert-Enke-Stiftung‘ zu uns ins kult kommt und Teil unseres Begleitprogramms der aktuellen Sonderausstellung ‚Krisensicher‘ ist, denn gerade in Zeiten der Coronapandemie ist das Thema Sensibilisierung und Prävention von Depressionen sehr bedeutsam“, betont Ute Isferding vom kult Westmünsterland.
Die Teilnahme an der Ausstellung dauert mit Vorinformation, VR-Erfahrung und Nachbesprechung etwa eine Stunde und ist kostenfrei. Eine verbindliche Voranmeldung ist jedoch notwendig. Termine können im kult Westmünsterland unter der Telefonnummer 02861/681-1415 gebucht werden. Es gelten die zu dem Zeitpunkt wirksamen Corona-Schutzvorgaben, die eine kurzfristige Änderung der Rahmenbedingungen aufgrund der Infektionslage nicht ausschließen.



























