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Vor dem Sommerurlaub Impfschutz gegen von Zecken übertragene Krankheit auffrischen

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Kreisamtsarzt Dr. Gerhard Ettlinger empfiehlt Schutzimpfung gegen FSME / Risikogebiete in Süddeutschland und Österreich

Kreis Borken (pd). Die Sommerferien nahen, die Urlaubszeit steht an. Auch wer kein besonders exotisches Ziel ausgewählt hat, sollte noch seinen Impfschutz überprüfen – beispielsweise gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Jetzt sei ein Impfschutz noch möglich, sagt Kreisamtsarzt Dr. Gerhard Ettlinger. Er empfiehlt deswegen, zum Arzt zu gehen und zu überprüfen, ob beim persönlichen Reiseziel eine FSME-Impfung nötig ist oder nicht und sich gegebenenfalls noch rechtzeitig impfen zu lassen.

Das beliebteste Reiseziel der Bundesbürger war im vergangenen Jahr Studien zufolge Deutschland. Viele dieser Ziele lagen in Bayern und Baden-Württemberg – und damit in FSME-Risikogebieten, wie das Deutsche Grüne Kreuz in einer Pressemitteilung informiert. Auch in Teilen von Hessen, Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und des Saarlands besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion nach einem Zeckenbiss, ergänzt Dr. Ettlinger, Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Borken. Darüber hinaus ist das FSME-Virus in Österreich, einem der beliebten Reiseziele der Deutschen, verbreitet. Doch viele Urlauber, die im europäischen Raum unterwegs sind, würden das Thema Reiseimpfung nicht auf sich beziehen, erläutert Dr. Ute Arndt, Impfexpertin im Deutschen Grünen Kreuz. „Wer jetzt feststellt, dass er eine Impfung für seinen Urlaub im Juli benötigt, braucht sich keine Sorgen machen“, sagt sie. „Für solche Fälle gibt es ein verkürztes Impfschema. Zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen reichen für einen belastbaren Schutz im Urlaub zunächst aus.“ Dr. Gerhard Ettlinger empfiehlt, in diesem Zusammenhang auch gleich den übrigen Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen zu lassen.

Auf der Homepage des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK) unter www.dgk.de/fsme können sich Interessierte über die Risikogebiete im In- und Ausland informieren. Dort finden sie zudem ausführliche Informationen rund um die Impfung. Wer darüber hinaus noch Fragen hat, kann in der telefonischen Impfsprechstunde im DGK mit Experten sprechen. Die Impf-Hotline ist jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr unter Tel. 06421/293-188 zu erreichen.

Zum Hintergrund: Frühsommer-Meningoenzephalitis Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird von infizierten Zecken mit dem Stich übertragen. Sie beginnt mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einem Teil der Erkrankten befällt das Virus auch das zentrale Nervensystem, wodurch es zu einer Hirnhautentzündung kommen kann. In besonders schweren Fällen können auch das Gehirn und das Rückenmark betroffen sein. Die FSME kann nicht ursächlich behandelt werden, lediglich die Symptome lassen sich lindern, etwa durch Fieber- und Schmerzmittel.

Der einzige wirkungsvolle Schutz ist die FSME-Impfung. Für einen dauerhaften Schutz sind drei Impfungen notwendig, das heißt, die dritte Impfung, spätestens nach einem Jahr, darf auch bei der „Schnellimpfung für Eilige“ nicht vergessen werden.

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