Die Issel – neues Buchprojekt von Doris Röckinhausen nach „Dorfentwickler“  

RAESFELD. Die kleine Isselquelle in Raesfeld entpuppt sich in ihrem weiteren Verlauf zu keiner bedeutenden Wasserstraße, aber verbindet grenzüberschreitend Menschen.
Für Doris Röckinghausen aus Coesfeld haben Flüsse etwas besonders. Ein Grund dafür, dass die gebürtige Erlerin diesem Flüsschen nun ein Buch widmen möchte.

Doris Röckinghausen (r.) stellte ihr neues Projekt an der Isselquelle vor (v. l.): Dagmar Beckmann (Naturpark Hohe Mark), Daniel Knufmann (Gemeinde), Hans Brune (Vors. Heimatverein Raesfeld), Bürgermeister Andreas Grotendorst, Joop und Adri Buiting aus Wehl, und Diana Brömmel (Vors. OMR).


Bereits vor drei Jahren hat sie ein Buch über das Raesfelder Ehrenamt „Dorfentwickler“ geschrieben. Es folgte ein weiteres Projekt „Berkel – Mein Leben als Fluss“.
Was Doris Röckinghausen an diesem Thema reizte, sei die Vielfältigkeit der Menschen, die an diesem Fluss leben. Das machte Lust auf mehr.

Grenzüberschreitendes Projekt

Nun folgt ein weiteres Buch über die Issel, angefangen von Raesfeld bis zur Mündung in den Niederlanden. Das Projekt wurde am Donnerstag direkt vor Ort an der Isselquelle vorgestellt. Außer einen davonlaufenden Hasen gab es bei der Hitze nichts zu sehen, weder frisches Quellwasser, noch das hochgeistige „Isselwasser“ in Flaschen.

Einen Kranz aus Isselmuscheln für Bürgermeister Andreas Grotendorst brachten Adri und Joop Buiting aus der Partnergemeinde Wehl mit.

Muschelkranz aus Holland

Dafür kamen Adri und Joop Buiting aus der niederländischen Partnergemeinde Wehl angereist. Das Ehepaar lebt in Deventer direkt an der Issel. Größer, breiter und sogar Muscheln hat dort das Flüsschen. Als Beweis dafür bekam Bürgermeister Andreas Grotendorst einen selbst gebastelten Kranz aus „Isselmuscheln“ geschenkt.

Quietschente

Die Issel fließt direkt als Grenzfluss durch den Naturpark. „Es ist schon ein Erlebnis zu wissen, dass dieser kleine Bach nach 250 Kilometer im großen Meer endet“, so Diana Brömmel.
Protagonist dieses Buches wird eine kleine Quietschente sein. Die Idee dazu hatte Daniel Knufmann von der Gemeinde. Wie die Ente am Ende jedoch gestaltet sein wird, steht noch nicht fest.

Lust auf mehr

„Wir haben das Wasserschloss, die älteste Eiche und die Isselquelle als beliebte Ausflugsziele in der Gemeinde. Das sind starke Punkte, um den Tourismus weiter auszubauen“, so Grotendorst.
Wie unterschiedlich die Menschen sein können, die längs eines Flusses wohnen, hat Doris Röckinghausen bei der Recherche des Buches über die Berkel bereits kennengelernt. Das hat Lust auf mehr gemacht. „Das Buch soll kein Nachschlagewerk werden, sondern soll Lust machen, die Issel näher kennen- und erleben zu wollen.

Wohlfühlbuch mit Tipps

Als ein „Wohlfühlbuch“ mit Tipps, wie „was kann ich Schönes entdecken, kleinen Anekdoten und ein liebevolles Porträt der Regionen“, so beschreibt Doris Röckinghausen ihr angehendes Werk.

Wer also nette und lustige Anekdoten rund um die Issel zu erzählen weiß, kann diese an [email protected] senden, damit das Buch mit viel Leben und Geschichten gefüllt werden kann.

Kooperationspartner des rund 100 bis 120-seitigen Buches, welches im Frühjahr erscheinen soll, sind die Gemeinde Raesfeld, Ortsmarketing, Heimatverein Raesfeld, Naturpark Hohe Mark und die „Vrienden van Raesfeld“.

Redakteur der Gelderlandzeitung (r.) suchte vergeblich nach „Isselwasser“

Geschehen am Rande

Ein Redakteur der niederländischen Zeitung „Gelderland“ war ebenfalls vor Ort. Als der Bürgermeister seinen Gästen mit Bedauern mitteilte, dass es heute wegen der Hitze kein „Isselwasser“ zu trinken gibt, schaute der Mann verstohlen auf die ausgetrocknete Quelle und sagte. „Dann vielleicht beim nächsten Mal“.
Aber wie sollte er auch wissen, dass die Raesfelder ihr Isselwasser als ein „hochgeistigen Kräuterschnaps“ in Flaschen abgefüllt haben.

Kein Isselwasser, dafür Bürgermeister Grotendorst auf der Kreidler des holländischen Redakteurs.

Doris Röckinghausen
Die gebürtige Erlerin wohnt in Coesfeld, studierte in Münster, machte eine Bankausbildung in Schermbeck und betreibt heute eine Kommunikationsagentur in Coesfeld. Nach dem Buch „Dorfentwickler“ folgte das Buch „Berkel – Mein Leben als Fluss“. 

Petra Bosse

 

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