Vom Familienfest zum Gemeindesommerfest – Sommerfest Erle

Am Sonntag, 16. August startet in Erle wieder das altbekannte und traditionelle Sommerfest. Einen Tag bietet die Kolpingfamilie mit Unterstützung zahlreicher Erler Vereine ein buntes Programm für große und kleine Leute. Gestartet wird mit einem Gottesdienst auf dem Schulhof unter freien Himmel um 10.30 Uhr.
Anschließend geht es mit einem Frühschoppen weiter. Musikalisch dabei sind die „Erler Jäger“, es gibt einen Stand mit Reibeplätzchen, Bratwurst und Pommes, ein Salat- sowie ein Salat und Nachtischbuffet. Bierwagen, Kaffee und Kuchen, Hüpfburg Menschenkicker, Karussell Spielstände und viele weitere Belustigungen sowie eine Tombola.

Der vorstorbene Pastor Franz-Josef Barlage (li.) beteiligte sich immer aktiv gerne am Sommerfest, um in den 90ziger Jahren Spendengelder für einen neuen Kirchturm für die St. Silvesterkirche zu sammeln. Das Foto stammt aus dem Jahre 1997
Der vorstorbene Pastor Franz-Josef Barlage (li.) beteiligte sich immer aktiv gerne am Sommerfest, um in den 90ziger Jahren Spendengelder für einen neuen Kirchturm für die St. Silvesterkirche zu sammeln. Das Foto stammt aus dem Jahre 1997

Ein weiteres Highlight wird in diesem Jahr auch wieder die Aufführung der Plattdeutsch AG sein, die für diesen Tag kleine lustige Sketche um 15 und 16 Uhr aufführen.
Zum zweiten Mal wird das Sommerfest auf dem Schulhof der Silvesterschule ausgerichtet.

Vom Familienfest zum Gemeindesommerfest

Seit 64 Jahren ist der Ausrichter die Kolpingsfamilie Erle. Ein Verein, der sich auf die Fahne geschrieben hat, nach Jahren der Entbehrung durch Kriegs- und Nachkriegszeit etwas für Familien zu tun.
Als im Jahre 1951 das Fest stattfand, wurde noch im kleinen Rahmen gefeiert. Im Fokus standen hauptsächlich Kinder und Jugendliche und die Teilnehmer zeigten sich sportlich. So wurde das erste Sommerfest mit einem Fußballspiel zwischen Feuerwehr und Kolpingmitglieder eröffnet.
Als Schiedsrichter fungierte der damalige Dorfpolizist Hans Diecker. Das Tor hütete der ehemalige Pastor Vennemann. Ballspiele und Sacklaufen sowie ein extra aufgestellter Kletterbaum auf der Festwiese an der „Wehme“ sorgten für sportliche Unterhaltung bei den Kindern.
In den darauf folgenden Jahren wurde das Fest immer mehr von der politischen Gemeinde unterstützt. Beliebt war derzeit der Tanzabend am Sonntagabend bei Brömmel-Wilms, womit das Fest seinen Ausklang fand. Anfang der 60 ziger Jahre zog der Verein in die Maschinenhalle von Landwirt Braems um.
Da der Ruf nach einem Fest in der Dorfmitte immer lauter wurde, zogen die Organisatoren erneut auf den Bolzplatz (heute Jugendhaus Erle) an der Silvesterstraße um.
Anfang der 80ziger Jahre war der Anklang so groß, dass die Kolpingfamilie ein Zelt aufbaute. Immer mehr Vereine und Gruppen beteiligten sich an den Aktivitäten und das damalige Kolpingsommerfest entwickelte sich zu einem Gemeindesommerfest mit einem festen Termin.
Im Laufe der letzen Jahre allerdings blieben die Besucher weg. Die samstäglichen Aufführungen sowie der anschließende Tanzabend wurde nur noch mager besucht. Ein Grund dafür, dass der Erler Kolpingverein 2014 erstmalig auf ein teures Festzelt verzichtete, zum Schulhof der Silvesterschule umzog und auf die Samstagveranstaltung komplett verzichtet hat.
Der Reinerlös kommt sozialen Zwecken zu.