Volksbank Erle im Jubiläumsjahr weiter auf Wachstumskurs

125 Jahre Volksbank Erle

Vorstände Ludger Hüging und Ralf Steiger: „Wir sind zufrieden“ / Bilanzsumme steigt in 2011 um 5,2 Prozent auf 76,4 Mio. Euro /

8,75 Prozent Dividende (7,5 Prozent Dividende plus 1,25 Prozent Bonus) zum Jubiläum für die Mitglieder geplant-

Raesfeld-Erle. Ein bedeutendes Jahr liegt mit dem 125-jährigen Jubiläum vor der Volksbank Erle, ein erfolgreiches hinter ihr: Mit einer Rekordbilanz ist die heimische Genossenschaftsbank ins Jubiläumsjahr 2012 gestartet. Um 5,2 Prozent auf 76,4 Mio. Euro hat die Volksbank ihre Bilanzsumme in 2011 gesteigert. Das Kundengeschäftsvolumen – es umfasst neben den in der Bilanz enthaltenen geschäftlichen Aktivitäten auch Kundengelder mit Partnerinstituten – stieg auf den neuen Höchstwert von 172,3 Mio. Euro.

 „Damit sind wir zufrieden. Die Presse ist voll von Hiobsbotschaften aus der Finanzwelt. Da ist es gut, dass die Volksbank Erle nur Positives zu vermelden hat und als stabiler und verlässlicher Partner bereit steht.“ Dieses positive Fazit zogen `ie Vorstände Ludger Hüging und Ralf Steiger am Freitag (10. Februar) beim traditionellen Jahrespressegespräch vor den Medienvertretern.

 Dass die Volksbank Erle inmitten allgemeiner Ängste um Euro und Wirtschaft auf der Gewinnerseite steht, hat für Ludger Hüging einen klaren Grund: „Als regionales Institut konzentrieren wir auf unsere Mitglieder und Kunden in Erle und Marienthal. Und mit unseren Wertvorstellungen und unserer Verlässlichkeit, unserem bewährten genossenschaftlichen Geschäftsmodell sowie mit unserer Einbindung in einen starken Verbund erlangen wir etwas, was vielen anderen Banken fehlt: Vertrauen!“

 Deutlicher Zuwachs bei Krediten und Einlagen

Das große Vertrauen, das die heimische Volksbank genießt, lässt sich sowohl an der Entwicklung im Kreditgeschäft wie auch im Einlagengeschäft verzeichnen. Beide Seiten der Bilanz hätten sich in Fortsetzung zur geschäftlichen Entwicklung in den Vorjahren „in allen Bereichen positiv entwickelt“, fasste Hüging im Namen des gesamten Volksbank-Teams zusammen.

 Die so genannte Aktivseite der Bilanz war von einem qualitativen Wachstum gekennzeichnet. Insgesamt stiegen die Ausleihungen an Kunden nach den vorläufigen Zahlen um 9,3 Prozent auf 56,1 Millionen Euro. „Von einer Kreditklemme seitens der Volksbank kann daher keine Rede sein“, betonte Ralf Steiger. Insbesondere in energetische Maßnahmen (Stichwort Photovoltaik) sowie in Stallbauten und in Ausbau- und Erweiterungsmaßnahmen wurde von den Firmen- und Privatkunden investiert. Stichwort Ausbau und Erweiterung: Auch die Volksbank selbst hat hier Geld in die Hand genommen und zur Freude der Mitglieder und Mitarbeiter ihre Hauptstelle in Erle um 120 Quadratmeter erweitert.

 Auch in den kommenden Jahren will die Volksbank den Kredithahn auf „offen“ stellen. Zwar will der Gesetzgeber nach der Finanzkrise die Bedingungen für die Kreditvergabe – Stichwort ‚Basel III’ – bis zum Jahr 2019 weiter verschärfen. Strengere Anforderungen wie eine Kernkapitalquote von neun Prozent erfüllt die Volksbank indessen schon heute. Einschränkungen bei der Kreditvergabe oder spürbar steigende Finanzierungskosten, so der Vorstand, seien deswegen für die Bank kein Thema.

 Zuverlässigkeit bewies die Volksbank Erle auch im Einlagengeschäft. 51,1 Millionen Euro weist die vorläufige Bilanz an Kundeneinlagen aus. Das sind 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Den deutlichen Zuwachs führte der Bankvorstand auf die „bedarfsgerechte Kundenberatung“ zurück. Bei weiterhin niedrigen Zinsen setzte sich dabei der Trend zur kurzfristigen Anlageform fort. Vor allem Termingelder waren daher gefragt, erläuterte Hüging. Auch Immobilien waren für viele Anleger mit Blick auf die aktuellen Inflationsdiskussionen ein spannendes Thema.

 Nicht nur die Mitglieder und Kunden, auch die Ratingagenturen geben der genossenschaftlichen Finanzgruppe aktuell Bestnoten. Während die Volksbanken ihr Rating verbessert haben, stiegen andere Institute bekanntlich eine Stufe niedriger: „Wir haben ein kundennahes, weil lokales und regionales Geschäftsmodell“, so Ralf Steiger. „Und wir geben das Geld der Bürger an den heimischen Mittelstand und die Privatkundschaft vor Ort weiter. Das ist kein Geheimnis, sondern das, was die Menschen in Erle und Umgebung seit 125 Jahren schätzen.“

 8,75 Prozent Dividende

Erfolgreich war die Volksbank ebenfalls wieder in den Geschäftsfeldern außerhalb der Bilanz tätig. Schwerpunkte waren Produkte der genossenschaftlichen Partnerinstitute in den Bereichen Bausparen, Versicherungen und Wertpapiere. Auch der Blick auf die Ertragslage bietet für die beiden Bankvorstände Anlass zur Zufriedenheit. Diese Zufriedenheit soll auch auf die nunmehr 2.163 Mitglieder abfärben: Sie können sich, vorbehaltlich des Beschlusses der Generalversammlung, auf eine Jubiläumsdividende in Höhe von 8,75 Prozent – 7,5 Prozent plus 1,25 Prozent Bonus – freuen.

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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