Lio Nienhaus aus Erle liebt die Naturfotografie. Wenn er mit seiner Kameraausrüstung auf Fotosafari geht, dann bleiben seinen Kinderaugen keine Vögel verborgen.

Vorbild und Lehrmeister von Lio ist sein Großonkel Heinz Nienhaus, der ebenfalls über Jahre hinweg ein begeisterter Naturfotograf ist.

Gerade mal neun Jahre alt ist der Erler Junge, der seit einiger Zeit die Naturfotografie zu seinem Hobby gemacht hat. Stundenlang sitzt er mit seiner großen Kameraausrüstung im Versteck, um den richtigen oder einen bestimmten Vogel mit seiner Kamera einzufangen.

Seine Liebe zur Fotografie hat eine Vorgeschichte. Er tritt in die Fußstapfen seines Onkels Heinz Nienhaus, der mittlerweile für den Jungen nicht nur Vorbild, sondern auch sein Lehrmeister geworden ist.

Naturfotograf-Heinz-Nienhaus-aus-Erle
Naturfotograf Heinz Nienhaus. Foto: privat(Archiv)

Erste Foto-Reise ging nach Schweden

Seit seinem zweiten Lebensjahr begleitet Lio seinen Onkel bei der Naturfotografie auf seine Fotosafaris. Die erste Reise führte 2014 nach Schweden. „Das hat ihm gut gefallen und Lio war so von den Tieren so sehr begeistert, sodass wir noch zweimal infolge dort hingefahren sind“, erzählt Nienhaus nicht ohne Stolz.

Um die heimische Vogelwelt überhaupt kennenzulernen, nahm der Onkel ihn zu einer Winterfütterung erstmalig Anfang 2020 mit. Ausgerüstet mit einer schweren Kamera, versuchte der Junge mit einem 600 mm Objektiv, seine ersten Naturaufnahmen zu machen. Das ging aber regelrecht in die Hose, denn: „Die Kamera war so schwer, dass er, damit aus dem Auto heraus kaum hantieren konnten. Deshalb haben das wir das alles nach 15 Minuten wieder abgebrochen“, erinnert sich Nienhaus.

Alternativ gab es dann beim nächsten Mal ein kleineres Zoom-Objektiv 150-600. Das hatte Nienhaus noch in seinem Bestand. Das sei für die kleinen Kinderhände viel leichter gewesen, sodass Lio damit seine ersten Fotos machen konnte.

Eisvogel-Foto-Lio-Nienhaus
Farbenprächtiger Eisvogel. Foto: Lio Nienhaus

Naturfotografie mit Eisvogel im Garten

Wie der Zufall es wollte, hatte sich im Winter 2020/21 ein Eisvogel am Gartenteich von Heinz Nienhaus für drei Monate in Erle niedergelassen. Eigens dafür wurde ein Tarnzelt im Garten aufgebaut. Hier entstanden dann ersten guten Aufnahmen.

Angespornt vom Erfolg folgten noch einige Winterfütterung wo unter anderem der Kernbeißer, Mittelspecht, Buntspecht, Buchfink fotografieren werden konnten. Im Frühjahr machten sich Onkel und Großneffe dann auf den Weg in die nähere Umgebung.

Blaukehlchen-Foto-Lio-Nienhaus
Seltenes Blaukehlchen. Foto: Lio Nienhaus

Gefallen an der Artenvielfalt

In den Rhader Wiesen, der Dingdener Heide und Tiergarten am Schloss fotografierte Lio weite Vögel wie den Schwarzspecht, die Schafstelze und das
Schwarzkehlchen. Das Interesse an die heimische Vogelwelt wurde bei Lio größer und mit zunehmender Artenzahl hat Lio dann immer mehr Gefallen an der Naturfotografie gefunden. Das Onkel- Neffe Gespann ging erneut auf Reise, nach Greetsiel. „Um das seltene Blaukehlchen vor die Fotolinse zubekommen, mussten wir sogar zweimal dort hinfahren“, fügt Nienhaus hinzu. Noch heute sei Nienhaus darüber erstaunt, wie ein neunjähriges Kind es schaffe, nach der langen Fahrt, dem endlosen, teilweise erfolglosem Warten und Suchen und ohne jemals zu meckern, die Lust und Freude an diesem Hobby nicht zu verlieren.

Uferschwalbe
Uferschchwalbe mit Nachwuchs. Fot: Lio Nienhaus

Herbsttour zu den Wildgänsen

Im Sommer ging es dann noch nach Sythen, um Uferschwalben zu fotografieren. Jetzt im Herbst werden beide, der kleine und der große Fotograf sich auf den Weg machen, um die Wildgänse zu fotografieren. Für das Frühjahr 2022 sei, so Nienhaus, schon eine einwöchige Foto-Tour nach Langeneß mit dem Fotografenfreund Rolf Behlert gebucht. Hier soll an sieben Tagen, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fotografiert werden. „Ich bin schon heute auf das Ergebnis gespannt, denn immerhin liegen zwischen dem ältesten und jüngsten Fotografen 70 Jahre unterschied“, sagt Nienhaus. Darüber hinaus wartet er ab, wie lange das Interesse an der Naturfotografie bei Lio anhält, oder ob er sich dann doch zukünftig wieder seinen anderen Hobbys wie Schach oder Fußballspielen zuwendet.

Alle heimischen Vögel von Lio Nienhaus in der Fotostrecke!

Vorheriger ArtikelKunst von Jutta Reidenbach die auffällt
Nächster ArtikelDaniel Wiegmann ist neuer evangelischer Pfarrer in Schermbeck
avatar
Petra Bosse (alias celawie) Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here