Ziel der Angebote der „Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten“: Berufliche und private Interessen in Einklang bringen

Kreis Borken (pd). Nach der Familienphase wieder ins Berufsleben einzusteigen ist nicht immer ganz einfach. Viele Frauen haben Zweifel, dass sie den Erwartungen, die die heutige Arbeitswelt an sie stellt, nicht gerecht werden können. Aber auch wer sich persönlich und beruflich weiterentwicklen möchte, hat oftmals viele Fragen.

Irmgard Paßerschroer, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken (re.), und Edith Brefeld, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, weisen auf das Programm „Frau und Beruf“ hin.
Irmgard Paßerschroer, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken (re.), und Edith Brefeld, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, weisen auf das Programm „Frau und Beruf“ hin.

Genau hier will die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Borken helfen und setzt daher auch 2020 ihre Veranstaltungsreihe „Frau und Beruf“ fort. „Neben den Klassikern, die uns schon über Jahre begleiten und nichts an Aktualität verloren haben, enthält das Programm neue Themenschwerpunkte“, kündigt Irmgard Paßerschroer, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken, an. Pünktlich zu Jahresbeginn ist die Broschüre zur Reihe nun erhältlich.

Seit 14 Jahren gibt es die Veranstaltungsreihe bereits. Inzwischen hat sie sich zu einem wichtigen Bestandteil der beruflichen Förderung von Frauen in den Städten und Gemeinden des Kreises Borken entwickelt. Etwa 70 Einzelveranstaltungen finden im Laufe des Jahres statt.

„Auf dieses große Angebot und das anhaltende Interesse sind wir sehr stolz“, unterstreichen die Kreisgleichstellungsbeauftragte und ihre Gronauer Kollegin Edith Brefeld. Bei der Themenwahl würden immer auch die Vorschläge und Anregungen der Teilnehmerinnen aufgegriffen und berücksichtigt.

So bietet die diesjährige Reihe wieder zahlreiche Veranstaltungen, die viele Bereiche rund um das Thema „Frau und Beruf“ abdecken. In den Seminaren können sich die Frauen über die Möglichkeiten, Chancen und Rahmenbedingungen ihres beruflichen Wiedereinstiegs informieren, ihre Interessen, Fähigkeiten und Potentiale erkennen und sich mit anderen austauschen, die in der gleichen Situation sind. Außerdem erhalten sie wertvolle Tipps zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Informationen über Finanzen und Alterssicherung und nicht zuletzt Anregungen zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit.

Um den Anforderungen der digitalen Arbeitswelt gerecht werden zu können, werden etwa Themen wie Online-Bewerbung sowie die digitalen Möglichkeiten der Stellensuche und Selbstpräsentation aufgegriffen: Die jeweils an zwei Abenden stattfindenden Seminare in Gronau (März), Bocholt (April) und Ahaus (November) leitet Sonja Schaten von der BBS Ahaus. Ganz neue Wege beschreitet das Netzwerk mit der Veranstaltung „Zu Gast bei Unternehmerinnen!“.

Frauen, die sich selbstständig machen möchten, haben hier die Gelegenheit, im Austausch mit Unternehmerinnen aus dem Kreisgebiet Informationen zu erhalten und Einblick in die Praxis zu bekommen. Ulrike Wegener, Gründungsberaterin bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG), ist dazu im März in Stadtlohn (Astrid Lensker, Grün&Gold), im Juni in Borken (Sandra Hildebrandt, Farbenstolz) und im Oktober in Gescher (Sabrina Dankelmann, kostBAR – unverpackt).

Der Veranstaltungsreigen beginnt am 16. Januar im Rathaus der Stadt Stadtlohn mit einem Abend zum Thema „Fit für den Tag“ und erstreckt sich über das ganze Jahr 2020. Wer sich im Internet einen Überblick darüber verschaffen möchte, findet das komplette Programm der Reihe „Frau und Beruf“ unter https://kreis-borken.de/gleichstellung sowie auf den Internetseiten der Kommunen und bei Facebook unter „Frau & Beruf im Kreis Borken“.

Das Programmheft liegt zudem ab jetzt im Borkener Kreishaus sowie in den Rathäusern der Städte und Gemeinden im Kreis Borken aus. „Wir Gleichstellungsbeauftragten hoffen, dass auch in diesem Jahr wieder viele Frauen teilnehmen und sich bei den Veranstaltungen alle nötigen Informationen holen, die sie für ihren Berufs- und Familienalltag benötigen“, sagt Edith Brefeld.

Im Rahmen der Vorträge zu „Frau und Beruf“ wird das Arbeitsrecht, insbesondere auch im Mini- und Gleitzonenjob, ebenso in den Blick genommen, wie die gesetzliche und private Altersvorsorge. Zudem finden sich im Programm beispielsweise Informationsabende unter dem Titel „Ohne Moos nix los“, in denen es um Börse und Geldanlagen für Frauen geht, oder das Thema „Raus aus dem Hamsterrad“: An diesen Abenden in Stadtlohn, Reken, Vreden, Isselburg und Gronau werden Tipps zur effektiven Zeitnutzung erarbeitet. In den Vorträgen unter dem Titel „Sich einfach besser verstehen“ werden die „sieben Geheimnisse wertschätzender Kommunikation“ gelüftet.

„Frau starten durch – Schritt für Schritt in den Beruf“ ist ein Seminar an fünf Vormittagen im März überschrieben, das sich an Frauen richtet, die nach dem richtigen Türöffner in den Arbeitsmarkt suchen und sich nach einem bestimmten Lebensabschnitt neu orientieren wollen. Wer die Arbeitssuche nach der Familienphase gut vorbereiten möchte, kann sich unter dem Titel „Zurück in den Beruf“ bei Karin Hartmann von der Agentur für Arbeit informieren: im April in Gescher, im August in Stadtlohn und im November in Raesfeld. Um souveränes Auftreten und die Gestaltung des beruflichen Erfolgs geht es in den praxis- und lebensnahen Vorträgen von Barbara Materne, Trainerin für Kommunikation, Präsentation und Konfliktmanagement, die in Gescher, Bocholt und Ahaus angeboten werden.

Eine Reihe von Veranstaltungen befasst sich mit gesundheitlichen Aspekten: Unter dem Titel „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ bekommen die Frauen eine Einführung in MBSR („Mindfullness Based Stress Reduction“). Die Diplom-Sozialarbeiterin und MBSR-Lehrerin Christel Sondermann stellt das entsprechende Trainingsprogramm mit Übungen, die dabei helfen sollen, mit Belastungen im privaten und beruflichen Alltag bewusster und entspannter umzugehen, in Reken, Bocholt, Rhede und Velen vor. Heilpraktikerin Monika Wissing geht in den Vorträgen zu „Fit in den Tag“ auf Möglichkeiten ein, wie Frauen bei allen Verpflichtungen wieder zur Ruhe kommen können.

Wie frau schwierige Situationen meistert und gestärkt aus ihnen hervorgeht – dem gehen die Teilnehmerinnen der Veranstaltungsabende „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen…“ bei Hypnosetherapeutin und Resilienz-Coachin Sonja Hüls auf den Grund. Um die Erwartungen an sich selbst und den Umgang mit Erwartungen geht es bei den Vorträgen „Du darfst…Grenzen ziehen!“, die Betriebswirtin und Coachin Magdalena Schürmann an fünf Standorten im Kreisgebiet anbietet.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here