Antrag der UWG-Fraktion Raesfeld-Erle e.V. auf Unterstützung der Raesfelder Familien zur Anschaffung der elternfinanzierten iPads

Die UWG Raesfeld-Erle e.V. beantragt eine finanzielle Unterstützung der Raesfelder Familien zur Anschaffung der elternfinanzierten iPads an der Julia-Koppers-Gesamtschule (JKG) bzw. an den Borkener Schulen.

Als Begründung führt die UWG-Fraktion an, dass die staatlichen Schulen der Stadt Borken beschlossen haben, dass ab dem nächsten Schulhalbjahr alle Schülerinnen und Schüler sukzessive mit iPads ausgestattet werden sollen. Laut Antrag sollen diese Geräte durch die Eltern angeschafft und finanziert werden.

Mit Blick auf die anstehenden Kosten belaufen sich die auf 355,- Euro für das iPad 10´2 (9. Generation), plus 60,- Euro für eine Tastatur. Weiteres Zubehör, wie z.B. Apple Pencil (90,- Euro) und eine Versicherung (69,- Euro) können zusätzlich erworben werden. Das würde bedeuten, dass für jedes Kind eine Summe zwischen 415,- Euro und 574,- Euro anfalle. Derzeit verfüge die Schule über 150 Leihgeräte für beide Standorte

Dies sei laut Meinung der UWG für viele Familien im niedrigen bis mittleren Einkommenssegment eine beachtliche Investition für Familien mit zwei oder mehreren Kindern an Borkener Schulen ein Desaster.

Und weiter heißt es in dem Antrag, dass die Jahrgänge 5 und 8 als erste Jahrgänge im zweiten Schulhalbjahr 2022 mit den digitalen Endgeräten arbeiten. Die Eltern dieser beiden Jahrgängen können/sollen die Bestellung bereits dieses Jahr, kurz vor den Weihnachtsfeiertagen, tätigen. Familien, die Sozialleistungen beziehen, können einen entsprechenden Antrag auf Übernahme der Kosten stellen. Familien mit einem Einkommen knapp über dem Existenzminimum müssen diese hohe finanzielle Belastung selbst stemmen.

„Um unsere Schule wettbewerbsfähig zu halten, hat die Gemeinde in einen neuen modernen Schulhof und in entsprechende Ausstattung mit Unterstützung der UWG investiert. Weitere Investitionen sind geplant“, so der stellv. Fraktionsvorsitzende Volker van Wasen.

Er hebt hervor, dass in den letzten zwei Jahren die Anmeldezahlen eher knapp seien. Nach der neusten „Umstrukturierung“ von einer vertikalen auf eine horizontale Ausrichtung der Schule gehe die Gemeinde Raesfeld und die Stadt Borken jedoch von einer langfristigen Sicherung des Schulstandortes aus.

Gesamtschule Schermbeck

Mit Blick auf die Gesamtschule in Schermbeck verweist van Wasen darauf, dass diese kürzlich beschlossen habe, dass alle 1.100 Schüler ein kostenloses iPad erhalten. Auch hätten die Schulen in Bocholt sich entschieden, 25 % der Kosten zu übernehmen. „Die Nachbarschulen verschaffen sich somit einen weiteren Vorteil in der Akquise neuer Schülerinnen und Schüler“, fügt van Wasen hinzu.

In den Jahrgangsstufen 5 und 8 der JKG befinden sich derzeit 109 Raesfelder Schüler. Bei einer 100-prozentigen Kostenübernahme für diese Kinder würden sich die Kosten in diesem Jahr auf ca. 45.000 Euro belaufen.

Der Wunsch der UWG sei, dass die Verwaltung die volle Kostenübernahme für die Raesfelder Familien übernimmt. „Sollte dies nicht realisierbar sein, setzen wir uns zumindest für ein Stufenmodell ein“.

Für die UWG-Fraktion könnte dieses z. B. wie folgt aussehen:

– Für das erste Kind gibt es einen Zuschuss von 25 % auf die Mindestanforderung (IPad und Tastatur)
– Für das zweite Kind einen Zuschuss von 50 %
– für jedes weitere Kind übernimmt die Gemeinde die vollen Kosten.

Ähnliche Kosten kämen dann ggf. nochmals in den nächsten Jahren auf die Gemeinde zu und könnten noch frühzeitig in den Haushaltsentwurf mit einfließen.

Für die Kostendeckung im aktuellen Haushaltsjahr könnten die eingesparten Mittel zur Errichtung der Kita Stockbreede eingesetzt werden.

Schermbeck: Gesamtschule Schermbeck wird digital aufgerüstet. In den nächsten Jahren sollen alle Gesamtschüler ein IPad bekommen.

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