Tagesmütter aus dem Kreisgebiet zur Fortbildung im Borkener Kreishaus

Kreis Borken (pd). Die meisten Unfälle geschehen im Haushalt – das trifft ganz im Allgemeinen zu, aber auch in Bezug auf Kinder. Welche Möglichkeiten es gibt, möglichst viele dieser Unfälle zu vermeiden, damit befassten sich nun rund 30 Kindertagespflegepersonen im Borkener Kreishaus. Das Familienbüro des Kreises Borken hatte unter dem Titel „Unfallprävention in der Kindertagespflege“ eingeladen. „Unser Ziel war es, zu sensibilisieren“, sagte Beate Wittenbrink, Sozialarbeiterin aus dem Familienbüro des Kreises Borken, die als Referentin fungierte. „Denn 60 Prozent der Unfälle hätten sich vermeiden lassen.“ Im ersten Teil stellte Beate Wittenbrink daher Informationen der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ vor. Dabei ging es vor allem um Unfallkonstellationen und Gefährdungseinschätzung und um mögliche Veränderungen, die das Umfeld in der Kindertagespflege sicherer machen. Bei den Anregungen ging es zum einen um das Umfeld zu Hause, zum anderen um mögliche Veränderungen und Gefahrensituationen im Verkehr.

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Tagesmütter aus dem Kreis Borken haben sich mit Beate Wittenbrink vom Familienbüro (re.) mit dem Thema Unfallprävention befasst.

Im zweiten Teil der Veranstaltung erarbeiteten die Tagesmütter in Arbeitsgruppen einen Leitfaden zum Handeln im Ernstfall. Außerdem sammelten sie Ideen, welche Möglichkeiten Tagesmütter zur Prävention haben. Dabei können kleine, praktische Veränderung schon helfen, erläutert Beate Wittenbrink: „Zum Beispiel kann man in der dunklen Jahreszeit darauf achten, dass die Kinder mit einer hellen Jacke nach draußen gehen oder dass sie zwar auf dem Rad einen Helm tragen, diesen auf dem Spielplatz aber abnehmen, damit sie nirgendwo damit hängen bleiben.“ Auch eine Checkliste für den eigenen Haushalt wurde erarbeitet, um die Umgebung bei der Tagespflege sicherer zu gestalten. Im Anschluss zog Beate Wittenbrink ein positives Fazit: „Die Tagesmütter haben selbst viele Anregungen eingebracht und die Gelegenheit genutzt, sich mit den Kolleginnen auszutauschen“, sagte die Sozialarbeiterin.

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