Also nochmal: WAS IST DAS PROBLEM IN ST. MARTIN – RAESFELD???

Diese Frage stellt sich der Erler Detlef Wolf nach der Diskussion am Dienstagabend.

Vordergründig wohl um „Regnum Christi“ und die Untaten, die der Begründer dieser Organisation seinerzeit (irgendwann, Anno Schnee, ist schon ‘ne ganze Weile her) begangen hat. Nur frage ich Sie: Was hat das mit der Situation in unserer Gemeinde zu tun?

Verbrecherische Übergriffe auf unsere Kinder?

Es wurde – so wie ich im Nachhinein erfahren habe – der Verdacht laut, daß man auch in unserer Gemeinde auf der Hut sein müsse, weil es auch hier in Raesfeld, Erle und Rhedebrügge nicht ausgeschlossen werden könne, daß es zu solch verbrecherischen Übergriffen auf unsere Kinder komme.

Romanautor Dieter Wolf
Romanautor Dieter Wolf

Ej, hab ich da irgendwas nicht mitgekriegt, oder was?

Soweit ich weiß bekennt sich eine einzige Familie aus Erle (öffentlich!) zur Orgenisation „Regnum Christi“ und organisiert Veranstaltungen. Nach meinen Informationen zunächst in ihrem Wohnzimmer und, als das zu klein wurde für die Menge der Interessierten, nach Absprache mit dem Pfarrer, im Pfarrheim. EINE EINZIGE FAMILIE!!! Und die soll jetzt eine Gemeinde von zehntausend oder noch mehr Seelen in Aufruhr versetzen, an den Rand des Abgrunds führen, ketzerische (Un-)Taten und Reden vollbringen und überhaupt, den ganzen Laden in die weit geöffneten Arme Luzifers führen (wenn nicht Schlimmeres)? – Und dann sollen das auch noch potentielle Kinderschänder sein???

Ja, geht’s noch?!

Das ist ja wohl das Letzte! Da stellt irgendeine Flitzpipe so eine Behauptung mal einfach so in den Raum und wartet, was passiert. So ein Anwurf ist ja glatt justiziabel! Also, wenn mir das passiert wäre, dann hätte ich dieser Type aber juristisch mit Volldampf den Arsch zum Mond getreten. Und dann wird sowas auch noch gesagt unter dem Vorwand, einer christlichen Gemeinde dienlich sein zu wollen, oder wie war das gemeint? – Also ehrlich, man kann ja bestimmt gelegentlich verbal mal ins Klo greifen, aber daß sich jemand mit seinem Geschwätz dermaßen blamiert, das ist ja wohl schon nobelpreisverdächtig.

Aber gut. Lassen wir diesen Kappes mal als das stehen, was er war: Kappes. (War ja wohl kürzlich erst Kappesmarkt in Raesfeld, also muß es nicht verwundern, daß manche Leute auch solchen reden.)

Widmen wir uns doch mal dem wirklichen Thema: Kenkel.

Naja, da gibt’s ‘ne ganze Menge, was mir an dem, was er tut oder auch nicht tut, nicht paßt. Aber so ist das eben. Kenkel ist Kenkel und nicht irgendein Pastorenhumanoid, den ich mir zurechtbasteln kann, wie’s mir eben so paßt. Also muß ich mich dann mit dieser realen Person auseinandersetzen.

Wir glauben an Gott…

Als Person, so wie er eben ist. Und bei allen unterschiedlichen Auffassungen zu den Dingen, die wir eben haben mögen – ich hab mit ihm noch gar nicht darüber geredet, weil mir nichts davon so problematisch erschien, daß ich mit ihm in Clinch gehen mochte – verbindet uns doch immerhin eines: „Wir glauben an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde…“ Darauf kann ich mich – bei allen Gegensätzen, die wir möglicherweise haben könnten (und vielleicht auch haben) – doch immer noch verständigen. Und darauf kommt’s doch wohl an, oder? Alles andere, was ihm da sonst noch vorgeworfen wird, ist doch Pille-Palle. Menschlich vielleicht, aber komplett überflüssig.

 

Na gut, mache seiner Predigten halte ich für absolut unterirdisch, aber manche eben auch nicht. Bei den Hirtenworten seines Chefs, die gelegentlich verlesen werden müssen geht mir das ja nicht anders.

Die Motorradwallfahrt, die er da inszeniert, finde ich absolut bescheuert – weil ich kein Motorrad fahre und für Motorradfreaks kein Verständnis habe. Aber wenn er damit den Bikern den Lieben Gott nahebringt, dann lohnt sich’s doch, oder? Mir geht doch dadurch nichts verloren. Ebenso ist es mit „Laser-Messen“ oder Familiengottesdiensten oder was weiß ich, mit dem er die Kirche vollkriegt. Soll er doch. Niemand zwingt mich ja, da mitzumachen, wenn’s mir nicht behagt. Nur, was ist an alldem so schlimm, daß man deshalb so einen Affenaufstand inszenieren muß?

Ihr Detlef Wolf

 

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