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Dr. Udo Baer referierte im Rahmen der Aktionswoche „Sucht hat immer eine Geschichte“

Kreis Borken (pd). Wer nach einer Suchterkrankung nicht rückfällig werden will, der muss sich seinen Gefühlen stellen und sie in Balance bringen, sagt Dr. Udo Baer. „Seine Gefühle wegsperren, das geht nicht“, betont der Diplom-Pädagoge und Mitbegründer der Zukunftswerkstatt „Therapie Kreativ“ in Neukirchen-Vluyn. „Wer das tut, der kommt leicht wieder in eine Situation, die einst in die Sucht geführt hat“, ist er überzeugt. Welcher Umgang mit Gefühlen ratsam ist, darüber referierte er im Rahmen der Aktionswoche „Sucht hat immer eine Geschichte“ im Kreishaus. Auf Einladung der Suchtberatungsstelle des Kreises Borken waren rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter psychosozialer Dienste gekommen.
Unter dem Titel „Trocken = Gefühllos?“ erläuterte Baer, welche Schritte Berater und Therapeuten mit ihren Klienten gehen können, damit diese ihre Gefühle wahrnehmen, wertschätzen und äußern. „Gefühle sind Wegweiser für spontanes Verhalten“, erklärte Baer. „Wenn ich diese Wegweiser nicht mehr habe, werde ich orientierungslos, tappe im Nebel.“ Und gerade in solchen Situationen, lebten viele Menschen ihre Süchte aus und versuchten das Empfinden innerer Leere zu betäuben. Wer seine Gefühle ernst nehme und analysiere, der betreibe wirksame Suchtvorbeugung.
Die Aktionswoche „Sucht hat immer eine Geschichte“ bietet noch bis Sonntag, 27. September, rund um Borken zahlreiche Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie alle anderen Interessierten. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-borken.de.

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