Die SPD-Fraktion Raesfeld beantragt, dass alle Klassenräume in den Schulen der Gemeinde mit mobilen Raumfiltern ausgestattet wird.

Elke Rybarczyk, Fraktionsvorsitzende der SPD, verweist auf Expertenaussage, wonach es im Herbst/Winter 2021 eine vierte Welle der Corona-Pandemie geben könnte.

Dies könne laut Rybarczyk bedeuten: Die Inzidenz steigt, aber es seien bisher nur die Klassenräume mit Raumluftfiltern ausgerüstet, in denen kein Durchlüften aufgrund fehlender Fenster möglich ist.

In ihrer Begründung erklärt die SPD, dass in den Jahreszeiten Herbst und Winter mit niedrigen Außentemperaturen zu rechnen ist. Zur Folge hätte das, dass die bisherige konsequente Durchlüftung der Räume zur Folge hätte, dass auch die Raumtemperaturen rapide absinken würde. Aus Sicht der SPD-Fraktion sei das aber weder den Schüler_innen, noch den Lehrer_innen zuzumuten. Bereits im letzten Winter hätten sie den Unterricht in dicken Pullovern, Jacken mit Schals, Mützen und Handschuhen erdulden müssen.

Des Weiteren werde von Expertenseite kommuniziert, dass das Corona-Virus in allen seinen Varianten Teil unseres Lebensalltages bleiben könnte. Die Ausstattung der Klassenräume sei also auf längere Sicht unvermeidbar, so Rybarczyk.

Bereits am 18.2.2021 wurde ein ähnlich lautender Antrag von der FDP im Bau- und Umweltausschuss gestellt (wir berichteten). Zu jenem Zeitpunkt sei aber die Durchlüftung der Räume kein Problem gewesen: Es wurde Frühling und Sommer – und niedrige Außentemperaturen waren kein Thema, so der Antrag.

Deshalb stehe die SPD-Fraktion auf dem Standpunkt, dass der Erwerb der Geräte jetzt Sinn macht und vermutet, dass Anschaffungskosten sich verringert und Technik sich im Laufe der vergangenen Zeit deutlich verbessert haben.

Zudem habe das Land am 14.7.2021 veröffentlicht, dass es 200 Millionen Euro für die Anschaffung dieser Geräte – mobil oder stationär – fördert. Sollte die Vergabe nach dem Windhundprinzip erfolgen, sei nun Eile geboten.

Die zeitliche Nähe unserer Antragstellung zur Antragstellung der FDP darf nicht als Argument der Ablehnung akzeptiert werden; das Corona-Virus kenne keine Geschäftsordnungen. Hier gehe es um die Kinder in unserer Gemeinde, so Rybarczyk.

Aus diesen Gründen fordert die SPD-Fraktion, dass auch die Kindergärten mit entsprechenden Geräten ausgerüstet werden – sofern sie es nicht schon sind. Die Gemeinde wird gebeten, ihren Einfluss bei den Trägern geltend zu machen.

Vorheriger ArtikelBundestagswahl 2021: Acht Wahlvorschläge für Borken II
Nächster ArtikelWahlplakate sollen in der Gemeinde begrenzt werden
avatar
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here