Abenteuer Deutsche Meisterschaft
Raesfeld (pd). Mit einer ausgeglichenen Bilanz von 18:18 Brettpunkten und 9:9 Mannschaftspunkten kehrte die Schachmannschaft der St.-Sebastian-Schule von der Deutschen Meisterschaft aus Thüringen zurück. Zum 15.Mal hatte sich ein Schachteam der Raesfelder Grundschule, an der Schach als verbindliches Unterrichtsfach angeboten wird, für die Schach-DM qualifiziert.
Erstmals waren bei der DM 2015 in Friedrichroda neben den Landesmeistern und –vizemeistern zwei weitere Teams pro Bundesland zugelassen, insgesamt waren es 66 Mannschaften. Von dieser Regelung profitierten die Raesfelder, die nach dem Titelgewinn 2014 in diesem Jahr den 4. Platz bei der NRW-Meisterschaft erreicht hatten.

Für die Kinder war die 4-Tages-Tour in das feudale Ahorn-Berghotel Friedrichroda ein Riesenerlebnis. Neben dem Schachturnier gab es ein buntes Freizeitangebot, wie z. B. ein Fußballturnier, Mini-Golf, ein riesiges Hotelschwimmbad und einen Indoor-Spielplatz.
Enna und Sophia nutzten im Rahmenprogramm die Chance auf einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde. Beide konnten mehrmals die bisherige Rekordzeit im einhändigen Schachbrettaufbauen unterbieten und hoffen nach einer Präsentation unter notarieller Aufsicht nun auf einen Eintrag in die neueste Ausgabe des Rekordbuchs.
Ehrung der Sebastianschule
Eine besondere Ehrung wurde der Raesfelder Grundschule am 2. Turniertag zuteil. Vor Beginn der 7. Runde wurden die Raesfelder Spieler und Betreuer vor allen anwesenden Mannschaften als „Deutsche Schachschule“ geehrt. Dieser Titel wurde der Sebastianschule bereits 2010 verliehen, da er nur für 4 Jahre Gültigkeit hat, wurde er nun erneuert. Neben zwei Gutscheinen für Schachmaterial und –fortbildungen überreichte die Deutsche Schulschachreferentin Kirsten Siebarth den Raesfeldern auch ein neues Schulschild.

Bei der Siegerehrung führte dieser Titel sogar noch zu einem Platz auf dem Siegertreppchen: Für den 3. Platz in der Sonderwertung der 14 Schachschulen gab es einen extra großen Pokal für die Raesfelder. Dieses sorgte dann für eine gute Stimmung auf der Rückfahrt, denn zuvor hatte eine schwache Punktausbeute in den letzten beiden Spielen noch die anvisierte Gesamtplatzierung unter den ersten Zehn gekostet.
Den Abschluss der DM-Fahrt bildete der Besuch des geographischen Mittelpunkts Deutschlands in Ifta, den die Raesfelder Grundschüler mit ihren Schachlehrern Manfred Grömping, Dietmar Schwarze und Günter Aschenbrenner noch auf der Rückfahrt besuchten.