Auch in diesem Jahr luden die Raesfelder Burgmusikanten wieder am 3. Advent zum Singen in die Kirche ein. Choräle zum Mitsingen, besinnliche Texte und ganz viel Musik stand auf dem Programm.

Mit einer feierlichen „Intrada“ von Anthony Holborne begrüßten die Burgmusikanten das zahlreiche Publikum in der Kirche, ein Stück, mit dem im 16. Jahrhundert Könige ihren Besuch zu empfangen pflegten. Lektor Klaus Franke vertrat den leider verhinderten Pastor und lud ein „die Türen zu öffnen für eine besinnliche Zeit – erstmal für eine besinnliche Stunde.“

Wahrscheinlich zum letzten Mal spielten die Burgmusikanten das Stück „In a gentle Rain“ (Kleiner Regenschauer) von Robert W. Smith mit dem Euphonium-Solo von Niklas van der Ven und Anna Barg am Klavier. In der Kirche kamen die Fingerschnipser-Klangeffekte des tröpfelnden Regens wie meditative Klänge.

Ein kleines Ensemble aus jungen Musikern, genannt die „Junge Garde“, spielte ein Arrangement von Trompetenlehrer Thomas Weddeling aus Johann Sebastian Bach’s Marsch aus Kantate BWV 207″. Die Bläser Stefan Liesner und Bernd Klasen an der Trompete, Jonas Meyering an der Posaune, Andreas Liesner am Tenorhorn und Jannik Nießing an den Pauken zeigten sich als gut eingespieltes Team.

Aus unterschiedlichen Ecken der Kirche spielten die kleinen Ensembles. Von der Orgelbühne erschallt ein Händel-March von Peter Meyering an der Trompete und Christof Spangemacher an der Orgel. Klaus Franke liest einen Psalm aus dem Buch Jesaja mit dem Wunsch „ewige Freude stelle sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.“ Vom Orchester, das den ganzen Altarraum füllt, ist daraufhin das melancholische Thema aus dem Film „Schindler’s Liste“ von John Williams zu hören. Statt der Geige im Original spielt Anna Barg auf ihrer Klarinette diese Melodie.

Dann wurde es mächtig und feierlich. Das Orchester spielte den „Canterburry Choral“ von Jan van der Roost, Klänge, wie von einem Dudelsack, erklangen von den mit Dämpfern ausgestatteten Blechblasinstrumenten. Die jüngsten Musiker des Konzerts waren das Klarinetten-Trio Anna Lena Meyering, Chiara Böckenberg und Iris Stenkamp, die vorne eine „Intrada“ von Petzel zu Gehör brachten. Und Jonas Stenkamp, der das „Prelude Nr. 2 in C-Moll“ von Johann Sebastian Bach mit vier Schlägeln auf dem Marimbaphon in der Mitte der großen St. Martins-Kirche spielte.

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