Kochen mit Flüchtlingen – Migranten und Einheimische bereiteten landestypische Spezialitäten zu 

RAESFELD. „Mamas Keepes sind die Besten“, sagte voller Überzeugung Osama Shehadeh am Donnerstagabend in der Schulküche der Alexanderschule bei der Premiere von „Raesfeld kocht“.

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Die syrische Familie Shehadaheh kochte mit Familie Azizi aus Afghanistan, Daniela und Zorah Nikolisc aus Serbien sowie Anne Spickers-Sicking und Heiko Gudel international. Traditionell westfälisch und nach Großmutters Rezept waren die frischen Buchweizenpfannekuchen, für die sich Heiko Gudel von der Raesfelder Bürgerstiftung an den Herd gestellt hatte. Serbisches Brot und Cevapcici brutzelten in der Pfanne von Daniela aus Serbien.

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Internationales Kochbuch

Im vom Land geförderten Projekt „Komm an“ werden der Gemeinde 5000 Euro für verschiedene Aktionen zur Verfügung gestellt. Ein Projekt wird die Auflage eines internationalen Kochbuches sein. „Das Kochbuch wird mit Rezepten von Flüchtlingen und Einheimischen aus unserer Gemeinde eine Auflage von 300 Stück haben. Bei uns leben rund 24 verschiedene Kulturen, und das wollen wir nutzen, um über den kulturellen Kochtopfrand zu blicken“, sagte Nicole Höbing, Integrationsbeauftragte der Gemeinde Raesfeld. Es gibt jeweils eine Doppelseite mit Rezepten und Fotos in Arabisch, Deutsch und Englisch.

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Ungewöhnlicher Geruch

Anne Spickers-Sicking stand ebenfalls am Herd und versüßte den Abend mit einem Ampel-Dessert. „Ich bin einfach neugierig, was unsere Neubürger so essen und finde es spannend“, sagte sie. Und spannend war das Kochen allemal, denn ein ungewöhnlicher Geruch von Curry, Knoblauch und Minze lag in der Luft.

So schnibbelten bei der Familie Azizis die Männer fleißig Möhren, Frühlingszwiebeln, Kürbis und Kartoffeln klein für ihr Bolani: ein gefüllter Mehlpfannekuchen mit Gemüse und einem Jogurth-Dressing.

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Am Ende durfte gekostet werden. Die Familien tauschten sich aus und sparten nicht mit Komplimenten. Mit am Tisch, neben Markus Büsken von der Verwaltung und Philipp Hatkämper, Leiter des Jugendhauses, saß Bezirksbeamter Norbert Lukas. „Ich fuhr gerade mit meinem Rad Streife durch Raesfeld und sah in der Schule Licht brennen. Deshalb wollte ich nachschauen und bin so zu einem super leckeren Abendessen gekommen. Klasse!“, schwärmte der neue Raesfelder „Dorfsheriff“.

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Text und Fotos: Petra Bosse

Die Bürgerstiftung Raesfeld wird sich an den Kosten für das Projekt beteiligen. Zu einer gemeinsamen Backaktion am 28. Oktober (Freitag) ab 15.30 Uhr im ehemaligen Hotel Epping sind alle backinteressierten Bürger eingeladen.

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