Vielschichtige Probleme im Ort –  Hauptschuss befasste sich damit, wie dies geändert werden kann.

RAESFELD. Die Verkehrssituation in der Raesfelder Ortsmitte, besonders im Bereich Hoher Weg seien nicht tragbar. Zu viel Verkehr und zu schnelles Fahren führen häufig zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr.
Bürgermeister Andreas Grotendorst stellte zum gesamten Sachverhalt fest, dass die Situation „verzwickt“ sei und schon bei diversen Verkehrschauen häufig diskutiert wurde.

Ein Grund, dass sich der Hauptschuss am Montagabend damit befasste, wie dies geändert werden kann. Vorausgegangen war eine Anregung von Anliegern des Hohen Weges zur Verkehrssituation, hier verkehrsberuhigende Maßnahmen zu schaffen. Nicht nur auf der Straße Hoher Weg, sondern im gesamten Bereich, angefangen Im Mensing, Im Esch bis hin zum Flückspatt soll nun erneut genauestens geprüft werden, wie hier die Verkehrsproblematik gelöst werden kann. Bereits im Vorfeld machten die Anwohner des Hohen Wegs mehrere Vorschläge, um die gesamt Straßensituation zu entschärfen (wir berichteten).
Allerdings gibt es momentan offenbar kein Patentrezept, welches die Politiker als schnelle Lösung akzeptieren könnten.

 

Vielschichtige Probleme

„Die Probleme in diesem Bereich sind sehr vielschichtig“, so Karl-Heinz Tünte, Fraktionsvorsitzender CDU, der sich gegen den Vorschlag der Gemeinde aussprach, die jetzige Situation auf dem Hoher Weg so zu belassen. „Wir sollten den Antrag der Anwohner zum Anlass nehmen, die Gesamtsituation zu überprüfen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Im gesamten Dorfkernbereich, angefangen Hoher Weg, Im Mensing, Im Esch bis hin zum Flückspatt soll die Verkehrssituation erneut genauestens geprüft werden.

Grund für die jetzige Situation sei die Tatsache, dass die Straße eine Erschließungsfunktion für das Seniorenheim, die Sporthalle und die Grundschule hat. „In seiner jetzigen Funktion kann der Hohe Weg diese Erschließungsfunktion nicht erfüllen“.

 

Problemzone Hoher Weg

Dass der Hohe Weg eine Problemzone ist, machte auch Hans-Dieter Strothmann (CDU) eindeutig klar. „Das Thema ist komplizierter als man denkt und wir sollten die Kritik der Anlieger nicht ignorieren, sondern ernst nehmen“, so Strothmann, der darüber hinaus den Hohen Weg als „problematischste Straße im Ortskern“ ansieht. Er warnte hier vor weiteren regulativen „Schnellschüssen“ und brachte eine Beratung der Gesamtsituation unter Mitwirkung der Polizeibehörden in’s Spiel.

Rupert Koller (UWG) findet es wichtig, sich in nächster Zeit eingehender mit der Sache auseinander zusetzen. „Besonders wenn Autofahrer am Wochenende hier vermehrt Parkplätze suchen, handelt es sich um ein Problembereich“. Dies gelte auch für die Tatsache, dass auf dem Hohen Weg einige Schulwege diesen Verkehrsbereich kreuzen. Er plädiert als kurzfristige Reaktion dafür eine mobile Tempoanzeige aufzustellen.

Holger Lordick (Bündnis90/Die Grüne) weist darauf hin, dass in dem Verkehrsbereich doppelt so schnell gefahren werde, wie erlaubt und plädiert deshalb dafür, über mehr Sanktionen nachzudenken. Des Weiteren schlug er den Einbau von Schwellen vor. Insgesamt fordert Lordick ebenfalls ein Gesamtkonzept.

Klaus Rybarczyk (SPD) sprach sich deutlich für Tempokontrollen aus. Überschreitungen der Geschwindigkeit sollten hier notfalls deutlich geahndet werden. Petra Bosse

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