Pingsterbrut war in Erle unterwegs

Erle. „De Pingsterbrut, de geet harut. Al hier al doar, al jedes Joar…“ sangen die Kinder am vergangenen Pfingstwochenende in Erle an jedem Haus. Sie sammelten insgesamt 3.385,20 € für die Jugendarbeit in der Gemeinde und die Missions-Arbeit von Pater Beda und den Vennhoff-Schwestern.

Pingsterbrut war in Erle unterwegs

 

 

 

 

Im Dorf bereitete Petra Haasler die Kinder vor, 25 Kinder beteiligten sich und Eva Marie Gröniger war ihre Pingsterbrut in diesem Jahr und sammelten 900,- €. Die Bauernschaften haben ihre eigenen Traditionen.

In der Östrich sind es immer die älteren Kinder, die einladen zum Spielen und Fähnchen basteln. 30 Kinder beteiligten sich, in 2 Gruppen teilten sie sich die Östrich und mit ihrer Pingsterbrut Karla Meyering und dem Pingstmann Bernhard Elfering sammelten sie 920,20 €.

Auf ihrem Weg trafen sie auch Monika Heßling, die sich sehr über die Pingsterbrut aus ihrer Nachbarschaft freute. Sie erzählte, wie es war, als sie vor fast 60 Jahren selbst Pingsterbrut sein durfte: „Schon Wochen vorher sammelten wir die Stöcke in den Wäldern, befreiten sie von der Rinde und schnitzten daraus selbst unsere Stöcke für die Fähnchen, die ihr auch heute noch den Kindern schenkt. Wir bekamen wirklich Eier geschenkt, viele Eier. Und sie waren etwas ganz besonderes.“

In der Westrich war Jana Ebbing die Pingsterbrut und auf einem Wagen, vom Trecker gezogen, fuhren 18 Kinder durch die Westrich und bekamen Spenden in Höhe von 730,- €. Verena Henke organisiert seit mehreren Jahren allein die Bastelnachmittage. „Sie singen immer noch die gleichen Lieder und spielen die alten Kreisspiele“ erzählt Pingsterbrut-Mutter Stefanie Ebbing. „Da bekomm ich echt eine Gänsehaut, wenn auch meine Kinder noch ganz selbstverständlich mit den Nachbarskindern „Ein Bauer sucht ’ne Frau“ spielen und die gleichen Abläufe sich wiederholen, die ich damals erlebt habe, als ich Pingsterbrut war.“

Eine alte Tradition, die in der Westrich allein durch die Kinder aufrecht erhalten bleibt, Eltern dürfen hier nur für den Platz und natürlich für Essen und Getränke sorgen. Auch im Dämmerwald wird diese Tradition sehr geschätzt. 29 Gehöfte warten alljährlich auf die Pingsterbrut, die in diesem Jahr Louisa Lagermann war. Mit 15 Kindern an ihrer Seite sammelte sie 835,- €.

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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