Bundesminister Peter Altmaier in Sachen Stromnetzausbau zu Gast in Borken

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Energie-Infrastruktur bei uns im Kreis wird weiter verdichtet und damit die Flächenknappheit verschärft!“

Kreis Borken. Am Mittwoch hat Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, die Kreisstadt Borken besucht, um sich vor Ort über den Stromnetzausbau in Deutschland zu informieren.

Peter Altmeier Stromnetz Borken
Bundesminister Peter Altmaier (im weißen Hemd) und rechts daneben Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker informierten sich auf einer Aussichtsplattform über die neue Starkstromleitung mit der Übergabestation an der Landwehr in Borken. Foto: Kreis Borken
Flächenknappheit wird weiter verschärft

Landrat Dr. Kai Zwicker machte bei dieser Gelegenheit deutlich, dass sich im Westmünsterland durch die Verdichtung der Energie-Infrastruktur (noch weitere Trassen werden für Strom- und Gasleitungen benötigt, zudem gibt es hier Lagerstätten für die nationale Gas- und Ölreserve, überdies das Unternehmen Urenco in Gronau und das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus) und die damit verbundenen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen die vorhandene Flächenknappheit weiter verschärft – mit der Folge, dass es für die Wohn- und Siedlungsentwicklung sowie die Landwirtschaft deutliche Beeinträchtigungen gibt.

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Energie-Infrastruktur bei uns im Kreis wird weiter verdichtet und damit die Flächenknappheit verschärft!“

Peter Altmeier und Landrat Kai Zwicker
Landrat Dr. Kai Zwicker (rechts) erläuterte dem Bundesminister die Position der kommunalen Familie im Kreis Borken. Foto: Kreis Wesel
Lasten gleichmäßig verteilen

Der Landrat wies vor diesem Hintergrund auf die gemeinsame Forderung der Städte und Gemeinden sowie des Kreises Borken hin, nicht einseitig Leitungsbauvorhaben im Kreis Borken zu realisieren, sondern die Lasten gleichmäßig zu verteilen.

Außerdem sei generell das Erfordernis eines Ausgleichs für Maßnahmen der Energiewende – nichts anderes sei die Ursache für den Leitungsbau – zu hinterfragen und zu relativieren.

Grundsätzlich sollten die Maßnahmen des Netzausbaus möglichst flächenschonend geplant und umgesetzt werden, um eine Flächeninanspruchnahme und die Beeinträchtigung der Landschaft zu minimieren. Erwartet werde, dass Ausgleichs-, Ersatz- und Kompensationsmaßnahmen weitestgehend außerhalb des Kreises Borken in Räumen stattfinden, die bisher nicht von den Auswirkungen des neuen nationalen Leitungsnetzes betroffen sind. Diese Forderungen des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Borken unterstütze er voll und ganz, erklärte Dr. Zwicker.

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