Sehr geehrte Frau Bosse, liebe Petra,

das beigefügte Belegexemplar ist mein Protest gegen unerwünschten Werbemüll, der zunehmend in seriös wirkende und kostenlos verbreitete, zeitungsähnliche Printmedien verpackt, unseren Haustürbriefkasten verstopft. Vor allem dann, wenn diese sogenannten Informationsblätter lediglich als Mantelumschlag für unzählige, lose eingefügte Reklameblättchen missbraucht werden.

Wir kommen mit einer 250 L umfassende Altpapiertonne nicht mehr aus. Das aufgeklebte Hinweisschild an unserem Haustür-Briefkasten hat meinem persönlichen Ärgernis bereits wirkungsvoll und segensreich entgegen gewirkt.

Allerdings, wie bereits erwähnt, das ist meine ganz persönliche Meinung dazu… und – meine liebe Frau teilt (auch) diese nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard G. Nießing

Hier einige Stellungsnahmen auf den offenen Brief an Reinhard G. Nießing:

...ich find das gut, weil ich mich ebenfalls fast täglich über den Müll ärgere, vieles landet dabei nicht einmal in meiner Wohnung, sondern direkt in die Tonne. Die Infoblätter sind reine Werbeblättter geworden, denen es nicht mehr darum geht, den Bürgern ein Infoportal zu bieten, sondern hauptsächlich darum, mit der Werbung Geld zu machen. ‚

…Hallo Reinhard,
herzlichen Dank für die Kopie Deiner Mail. Mich würde nur mal Deine Meinung interessieren, wenn Du Deinen Lebensunterhalt mit der Verteilung von Prospekten bestreiten müsstest?

Genauso halte ich die alljährliche Diskussionen bezüglich der Silvesterknaller für völlig überflüssig. Wie würden die Gegner der Knaller sich zu Wort melden, wenn sie von der Produktion und dem Verkauf der Produkte sich ernähren müssten?

…Zu Deinem Thema im „offenen Leserbrief“ darf ich vielleicht einige Anmerkungen machen. Grundsätzlich gebe ich Dir recht; es ist in vielen Fällen lästig und ärgerlich, wenn man unaufgefordert Werbungen und Informationen zugeschickt bekommt. Das gilt sowohl für den Print- als auch für den Online-Bereich.

Speziell im Print-Bereich ist es für mich jedoch schwierig, mich Deiner Meinung anzuschließen. Denn wir leben davon, dass gedruckt wird und natürlich müssen diese gedruckten Informationen bei den potentiellen Kunden und Interessenten abgegeben werden. Ich denke, dass auch der Profi-Fotograf von der Verwertung seiner Bilder in Informations- und Werbemedien lebt.

Auch mit der Altpapiertonne hat es so seine Bewandnis. Die darin gesammelten Altpapiere sind ja kein Abfall, sondern werden als wertvoller Rohstoff dem Papierherstellungsprozeß wieder zugeführt. Zudem erreicht man durch das Sammeln von Altpapier in den Kommunen eine Reduzierung der Entsorgungskosten generell, so dass aus diesem Grunde die Altpapiertonne eigentlich gar nicht groß genug sein kann.

G

Vorheriger ArtikelDer Tannenbaum brennt-Brandschutztipps zu Weihnachten von der Feuerwehr Schermbeck
Nächster ArtikelWenn’s um Geld geht…
avatar
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

4 KOMMENTARE

  1. Hallo Herr Anzeigenredakteur,

    danke für Ihre Mühe und das unerwünschte Angebot. Aber wie bereits schon gesagt, halte ich generell nicht viel von der geballten Werbung in den Printmedien. Besonders negativ fallen mir dabei die sogenannten Grußanzeigen anlässlich der Schützenfest-Veranstaltungen in unserer Region auf. Diese Extraseiten mit den häufig nichts sagenden Botschaften trennen wir immer umgehend und unbeachtet von dem redaktionellen Teil der Tageszeitungen, der in der Regel zu kurz kommt.

    Besonders ärgerlich sind die Beilagen als loser Papiermüll: Mantelumschläge für allerhand unerwünschtes Zeug in zeitungsähnlichen Informationsblättchen. Dagegen können wir uns ja noch wehren. (siehe Briefkasten-Stopp-Schild) Schlimmer wird es nur, wenn seriöse Tageszeitung sich für diese Unsitte missbrauchen lassen. Das hat schon einmal dazu geführt, das Abonnement unserer Tageszeitung zu kündigen.

    Weniger ist mehr. Bitte weniger Sonderseiten und Werbebeilagen und vielleicht noch etwas mehr in den investigativen und spannenden Journalismus investieren, damit der Wissenshunger Ihrer aufmerksamen wie interessierten Leserschaft auch zukünftig seriös und ausreichend gestillt werden kann.
    Ich bitte um Nachsicht und danke für Ihr Verständnis. Das war es dann aber auch.

  2. Also ich finde neuerdings die Prospekte so hüsch in Folie verpackt. So kann nichts rausrutschen und alles landet „doppelt“ beim Verbraucher.

  3. Gemach, gemach!
    Wie der nicht ganz ernst zu nehmende Schlusssatz meines Plädoyers humorvoll andeuten sollte, werden die Meinungen zum Thema Werbesendungen selbst in den Familien kontrovers diskutiert. Die einen stehen darauf – die anderen pfeifen darauf und finden diese geballte Art der zugestellten Werbebotschaften mittlerweile unerträglich.

    Es war als Anstoß gedacht, vielleicht als Beitrag für den kreativen Journalismus, der sensibilisiert, provoziert und zum scharfen Diskus in der Sache verleitet. Eine Plattform bietet für einen konstruktiven Meinungsaustausch.

    Der Slogan bezüglich meines Unternehmens lautet übrigens: „Wer nicht wirbt – stirbt.“ Warum sollte ausgerechnet ein Werbe- und Industriefotograf, pauschal gegen Werbung sein?
    Ein Beispiel, vielleicht zum besseren Verständnis:
    Mir läuft schon mal` das Wasser im Mund zusammen, wenn ich gedanklich in einen Schokokuss beiße, der landläufig als Schaumkuss bezeichnet- und zu meiner Kinderzeit noch nicht als „Negerkuss“ verpönt war. Auf der Rückfahrt einer METRO-Einkaufstour liegt gelegentlich eine ganze Schachtel davon auf dem Beifahrersitz, dessen Inhalt an der Ausfahrt auf die B 224 auf eine Handvoll reduziert wurde. Dann reicht es aber auch. Jeden Tag mag ich sie nicht – so ähnlich, wie die Hauswurfsendungen.
    http://www.RGN.de

  4. Mir geht der Werbemüll auch auf den Nerv!

    Und das alles mit dem Argument ‚Arbeitsplätze‘ zu rechtfertigen halte ich für Dumm. Atomkraftwerke und die Waffenproduktion sichern auch Arbeitsplätze.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here