Norbert Sabellek zum neuen Vorsitzenden gewählt

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Erle

Erle. Auf ein Jahr voller Aktivitäten konnte der Vorsitzende Klaus Werner auf der letzten von ihm geleiteten  Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Erle vor zahlreich erschienene Heimatfreunden in seinem Geschäftsbericht zurückblicken.

Verschiedene Gruppen des Vereins führten ihre Projekte fort oder brachten sie zum Abschluss.

So konnten die 15. und 16. Geschichtsstation des Heimatvereins an der ehemaligen Molkerei und am alten Pastorat aufgestellt werden. Damit kommt das Projekt „Geschichte vor Ort erfahren“ zum Abschluss. Seit 2004 hat der Verein an sehenswerten Bauwerken und Naturdenkmälern, aber auch an Orten, an denen historische Ereignisse stattfanden oder die mit historischen Entwicklungen verbunden sind, Informationstafeln aufgestellt. Carlo Behler stellte den Entwurf eines Flyers vor, der demnächst in Zusammenarbeit mit dem Ortsmarketing herausgegeben werden. Dieser informiert in Kurzform über die Tafeln, ihre Standorte und mögliche Rundgänge.

Berichte aus den Gruppen

Doch neben der Heimatgeschichte zählen weit mehr Gebiete zur Arbeit des Heimatvereins. Die „Brejpottspöllers“, die Plattdeutsch-AGs des Heimatvereins, spielen auf ihrer Tournee mittlerweile vor mehreren Seniorengruppen und auf Brauchtumsveranstaltungen in Erle und Umgebung. „Sie werden auch wieder am Vorabend des 1. Mai beim Maikranzaufhängen sowie beim ökumenischen Gemeindefest am 9. Juli auftreten“, so die AG Leiterin Ingrid Horstmann. Beim plattdeutschen Lesewettbewerb haben die Kinder aus Erle in verschiedenen Altersgruppen einen 1., 2. und 3. Platz belegt. Der Medienkünstler Stefan Demming hat angekündigt, mit den „Brejpottspöllers“ sogar einen Film in Plattdeutsch produzieren zu wollen.

Die Fotogruppe

Die Fotogruppe, die sich den markanten plattdeutschen Namen „Koffieköpkes“ gegeben hat, füllt nach Aussage von Hildegard Gülker, der Mentorin der Gruppe, in ihrer Archivarbeit mittlerweile den 17. Ordner mit alten Fotos. Neben der Sammlung von Fotos und Totenzetteln dokumentiert die Gruppe neuerdings auch wiederkehrendes kirchliches und weltliches Dorfbrauchtum wie Fronleichnamsprozessionen und Schützenfeste im Wandel der Zeit. Auf Wunsch des Seniorentreffs  werden demnächst Fotos unter dem Thema „Als wir noch Kinder waren“ zusammengestellt. Leider verstarb im letzten Jahr die langjährige Mitarbeiterin Hedwig Honvehlmann.

Die Plattdeutsche Theatergruppe des Heimatvereins Erle unterhielt die Besucher mit einem heiteren Theaterstück im Saal von Brömmel-Wilms

Die plattdeutsche Theatergruppe

Die plattdeutsche Theatergruppe des Heimatvereins plant Ende Oktober die Aufführung des Stückes „Ohme Hermann un de Plunderbuxen“, das wegen des Todes von Ali Nagel 2016 auf dieses Jahr  verschoben wurde. Zum ersten Mal wurde eine hochdeutsche Vorlage, in dem es um das leidige Thema erben geht, von Regisseur Arthur Vinken in Erler Platt übertragen. Dieser legt aus Altersgründen die Regie künftig in die jüngeren Hände von Christoph Ossing.

Norbert Sabellek (r.) vom Heimatverein freut sich, dass Willi Rössing (l.) und Christian Sommer fachmännisch und ehrenamtlich die alten Kiefern auf der zukünftigen Babywiese fällten.

Rentner- und Vogelschutzgruppe

Norbert Sabellek von der Rentner- und Vogelschutzgruppe, die Nisthilfen für verschiedene Vogelarten hergestellt und aufhängt, weiß von 5 Bruterfolgen bei den Steinkäuzen und 2 bei den Schleiereulen zu berichten. Im diesem Jahr ist endlich die lange geplante Babywiese hinter der Erler Mühle in Angriff genommen worden. Dort haben die Eltern von Neugeborenen die Möglichkeit, für ihr Kind einen Miniobstbaum zu pflanzen. Umfangreiche Rodungsarbeiten haben inzwischen Platz für die Anlage eine Blumenwiese geschaffen. Aus verschiedenen Spenden ist jetzt auch eine finanzielle Grundlage für das Projekt vorhanden. Zudem überstiegen laut Kassenbericht von Ludger Elbert im letzten Jahr die Einnahmen die Ausgaben.

Der neue Vorstand des Heimatvereins Erle: Wenzel Schierenberg, Andreas Cluse, Hannes Nagel, Carlo Behler, Hedwig Rentmeister, Norbert Sabellek, Johannes Kempken, Ludger Elbert sowie der ausgeschiedene Vorsitzende Klaus Werner (v. l.).

Wahlen

Nach 29 Jahren im Vorstand, davon 16 Jahre als Vorsitzender legt Klaus Werner sein Amt nieder. Zum neuen Vorsitzender wurde Norbert Sabellek, der bisherige Stellvertreter gewählt. Zum stellvertretendem Vorsitzenden wählten die Heimatfreunde Andreas Cluse. In ihrem Amt bestätigt wurden der 1. Kassierer Ludger Elbert und der 1. Schriftführer Carlo Behler sowie als Beisitzerin Hedwig Rentmeister und als Beisitzer Hannes Kempken und Hannes Nagel. Neu in der Vorstand als Beisitzer wurde Wenzel Schierenberg gewählt.

Jahresprogramm 2017

Am 7. Mai unternimmt der Verein eine Frühlingswanderung mit anschließendem Frühstück im Heimathaus. Die Tagesfahrt führt die Heimatfreude am 25. Juni nach Osnabrück, der Stadt des Westfälischen Friedens. Das für den 9. Juli geplante offene Singen unter den Kastanien wird eventuell in das an diesem Tag stattfindende ökumenische Gemeindefest am Pfarrheim integriert. Der Heimatverein beteiligt sich wieder an dem Erntedankumzug, der dieses Jahr am 1. Oktober veranstaltet wird. Vom 20. – 29. Oktober finden die 6 Aufführungen des plattdeutschen Theaters statt. Ein plattdeutsche Nachmittag   ist am 3. Dezember. Für den 11. November ist die Besichtigung der Firma Pass Möbelbau in Erle vorgesehen. Zum Abschluss des Veranstaltungsjahres hält Heinz Nienhaus einen Bildervortrag über die heimische Natur.

Es war die letzte Vorstandswahl, die Klaus Werner leitete. Nach 30 Jahren hat sich der Erler aus dem Vorstand des Heimatvereins Erle verabschiedet.

Abschied von Klaus Werner

Zum Schluss würdigte der neue Vorsitzende den ausscheidenden Vorsitzenden in bewegenden Worten. In acht Sprachbildern charakterisierte er das umfangreiche Wirken von Klaus Werner als Sammler, Schriftsteller, Heimatforscher, Lehrmeister, Fotograf, Nikolaus, Romantiker und liebenswerten Heimatfreund. Ein minutenlanger stehender Beifall der Heimatfreunde als Dank für seinen unermüdlichen Einsatz und reichhaltige Arbeit rührte Klaus Werner zu Tränen. Auch seiner Frau Angelika, die ihn vor allem bei der Erstellung seiner Bildvorträge und Bildbände immer tatkräftig unterstützt hat, wurde herzlich gedankt. Zum Schluss ließ Werner das vergangene Jahr noch einmal in einer Diaschau Revue passieren.

 

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