Vogel fällt früher als gedacht – Nick Nattefort wird Schützenkönig! Die Königin an seiner Seite ist Lisa Große-Bölting
Es war DER Moment, mit dem an der Vogelstange eigentlich keiner gerechnet hatte. Die Schätzungen der Zuschauer gingen noch weit über den Nachmittag hinaus. Manche munkelten sogar, dass der Vogel vor 18 Uhr nicht von der Stange fallen würde – doch Niklas Nattefort hatte andere Pläne. Schützenkönig in Raesfeld. Unerwartet und fast schon im Eiltempo – im Vergleich zum letzten Jahr war das Vogelschießen diesmal ein regelrechter Sprint.

Mit einem gezielten Schuss um genau 16:28 Uhr holte er den Vogel von der Stange und krönte sich damit zum neuen Junggesellenschützenkönig von Raesfeld 2024. So flott? wie das Schießen ging, war auch die Königin Lisa Große-Bölting an seiner Seite, bereit für die Königsrolle.


Eine Königsrunde wie aus dem Bilderbuch
Neben dem frischgebackenen Königspaar formierte sich die Throngemeinschaft ebenso blitzschnell. Johanna Eilers und André Brömmel sowie Thea Nießing und Simon Höing schlossen sich als Thronpaare dem royalen Gefolge an. Ein perfekter Abschluss für den überraschenden Königsschuss, der den Tag früher als erwartet enden ließ.
Plötzlich und unerwartet – oder doch nicht?
Wieso fiel der Vogel so schnell? Eigentlich sah es den ganzen Nachmittag so aus, als würde das ein langer Kampf werden. Die Trefferquote auf die Flügel war alles andere als hoch. Erst um 16 Uhr, mit dem 337. Schuss von Präsident Simon Paschen, fiel der linke Flügel. Der rechte Flügel und der Schwanz blieben bis zum Schluss unversehrt – so unversehrt, dass scherzhaft unter den Schützen gemunkelt wurde: „Wer den Schwanz abschießt, wird König, weil der am schwersten zu treffen ist.“
Doch dann kam Nick. Ein gezielter Schuss und der Vogel gab den Geist auf – bevor der Rest der Insignien überhaupt zu Boden fiel. Woran lag das? „Der Vogel war durch die vielen Treffer am oberen Teil schon ziemlich geschwächt,“ verriet uns ein Schützen-Insider.

Ein schneller Start in den Tag
Aber es gab durchaus andere Höhepunkte am Schießtag. Schon zur fast noch schlaftrunkenen Zeit gegen 13 Uhr fiel das Zepter, dank eines Treffers von Peter Timmermann. Kopf und Apfel sicherte sich Dominik Nagel, der vermutlich auch noch auf den Vogel spekulierte. Doch am Ende war es Nick, der den entscheidenden Schuss setzte.

Viele Anwärter, nur ein König
Es war ein stark umkämpfter Wettbewerb. Zu Beginn hatten noch viele Anwärter den Königstitel im Visier. Namen wie Simon Paschen, Simon Höing, André Brömmel, Lukas Höing, Nick Nattefort, Herbert Herbrande, Domenik Finder, Lennard Tünte, und David Brömmel wurden in die Runde geworfen. Doch am Ende blieben nur vier tapfere Schützen übrig, die noch um den Königsschuss kämpften.
Als der Vogel endlich fiel, hörte man aus den Reihen der Mitbewerber Sätze wie: „Das hätte auch meiner sein können!“ oder „Beim nächsten Schuss wäre er bei mir auch gefallen!“ Aber wie das alte Sprichwort schon sagt: „Wer den letzten Schuss macht, ist nun einmal König.“

König Nick und seine „geile“ Begeisterung
Und wie fühlt sich der frischgebackene Schützenkönig? Nick Nattefort strahlte vor Glück und gab zu: „Ich wollte schon die letzten Jahre König werden. Ist einfach geil bei den Raesfeldern den Junggesellen-Schützenkönig zu werden.“
Seine Begeisterung für den Verein ist kaum zu überhören: „Das ist ein toller Verein, da steht jeder für jeden ein. Und den anderen Schützen muss man einfach nur Trost zusprechen, weil die haben auch so mega Bock auf das Schützenfest.“ Ein echter Teamplayer, dieser König Nick! Für ihn war es klar: „Das muss jeder mal machen. Ich will König werden. Das ist so geil.“
Besonders gut vorbereitet war Nick übrigens auch. „Ich hatte meinen Thron schon vor dem Schießen komplett beisammen.“ Da kann wohl keiner sagen, er hätte es nicht ernst gemeint!

Schützenfest mit tierischem Humor
Neben den Schießkünsten haben die Junggesellenschützen auch in diesem Jahr bewiesen, dass sie für einen Spaß immer zu haben sind. Kurzerhand entführten sie eine Figur eines Kälbchens aus dem Kreisverkehr bei der Raiffeisen und platzierten es an der Vogelstange im Pastors Busch. Daneben ein Plakat mit der Aufschrift: „Kälbchen weg?! Keine Sorge, Mama! Ich bin doch nur zum Schützenfest.“ Humor und Tradition – das passt in Raesfeld einfach zusammen.

Und wie geht’s weiter?
Nach einer Partynacht am Samstag geht es am Sonntag mit der traditionellen Parade auf der Festwiese weiter. Um 15 Uhr wird das neue Königspaar samt Throngefolge in einer feierlichen Parade gefeiert. Wir sind gespannt, was der frischgebackene König Niklas und seine Königin Lisa uns noch alles präsentieren werden – vielleicht fällt ja noch ein weiterer tierischer Scherz aus dem Hut!
In diesem Sinne: Auf ein gelungenes Schützenfest in Raesfeld – und auf einen König, der weiß, wie man den Vogel abschießt.













